redundant

GrammatikAdjektiv
Worttrennungre-dun-dant · red-un-dant
GrundformRedundanz
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

bildungssprachlich Redundanz aufweisend, überreichlich (vorhanden)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

redundant · Redundanz
redundant Adj. ‘mehrfach, überflüssig’, Übernahme (20. Jh.) von engl. redundant (in engl. Redewendungen bereits im 19. Jh. mehrfach in dt. Texten), eine Entlehnung von lat. redundāns (Genitiv redundantis) ‘überströmend, überflüssig’, Part. Präs. von lat. redundāre ‘übertreten, überströmen, an etw. Überfluß haben’; vgl. lat. unda ‘Welle, Woge’ und s. ↗re-. Redundanz f. ‘überflüssige Information’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
doppelt · ↗mehrfach · ↗pleonastisch · redundant · ↗überflüssig · ↗überreichlich · ↗überzählig  ●  doppelt gemoppelt  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Doppelaussage · ↗Pleonasmus · ↗Redundanz · ↗Tautologie
  • Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.  ●  Doppelt (genäht) hält besser.  variabel, Spruch · Man kann nicht vorsichtig genug sein.  floskelhaft · Sicher ist sicher.  Spruch · Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.  Spruch · Vier Augen sehen mehr als zwei.  Spruch
Synonymgruppe
(semantisch) redundant · durch eine Tautologie ausgedrückt · ↗pleonastisch · ↗tautologisch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auslegung Daten Information Netzteil Sicherheitssystem Stromversorgung Struktur System Wiederholung langatmig manchmal oft repetitiv teilweise wirken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›redundant‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zu behaupten, etwas sei wahr, ist redundant, denn der Satz enthält keine Information.
Die Zeit, 17.12.2012, Nr. 51
Wenn immer sie in Gang gehalten wird, bilden sich thematische Strukturen und redundant verfügbare Sinngehalte.
Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 230
In der zweiten Bedingung war bereits das zweite Wort sinntragend und somit das letzte Wort, da dieselben Sätze mehrfach dargeboten wurden, redundant.
Rösler, Frank: Hirnelektrische Korrelate Kognitiver Prozesse, Berlin: Springer 1982, S. 189
Der Übergang von einem redundanten Code zu einem weniger oder gar nicht redundanten Code ist nichtsdestoweniger in der Regel umkehrbar eindeutig.
Bauer, Friedrich L. u. Goos, Gerhard: Informatik, Berlin: Springer 1971, S. 47
Es wäre redundant, noch einen Wahrhaftigkeitsanspruch neben dem Wahrheitsanspruch zu postulieren.
Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns - Bd. 1. Handlungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 419
Zitationshilfe
„redundant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/redundant>, abgerufen am 11.12.2019.

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