relegieren

GrammatikVerb · relegierte, hat relegiert
Aussprache
Worttrennungre-le-gie-ren
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›relegieren‹ als Erstglied: ↗Relegierung  ·  mit ›relegieren‹ als Grundform: ↗Relegation
eWDG, 1974

Bedeutung

einen Studenten von der Hochschule, einen Schüler von der Oberschule verweisen
Beispiele:
einen Studenten relegieren
Kurz vor dem Abitur wurde er wegen seiner Zugehörigkeit zum Kommunistischen Jugendverband relegiert [NollHolt2,267]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Relegation · relegieren
Relegation f. ‘Verbannung, Amtsenthebung’ (15. Jh.), ‘Verweisung von einer (Hoch)schule’ (17. Jh.), entlehnt aus lat. relēgātio (Genitiv relēgātiōnis) ‘Verbannung, Verweisung’. relegieren Vb. ‘verbannen, verweisen’, entlehnt (16. Jh.) von lat. relēgāre ‘fortschicken, verbannen, ver-, zurückweisen’, zu lat. lēgāre ‘eine gesetzliche Verfügung treffen, (als Gesandten) absenden’ (s. ↗Legat) und ↗re- (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
relegieren · ↗verbannen (aus) · ↗zurückversetzen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gymnasium Liga Schüler Student Universität verhaften

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›relegieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er war ein Schüler gewesen, der sich für alles interessierte, bloß nicht für die Schule; schon beschlossen die Lehrer, ihn zu relegieren.
Die Zeit, 19.01.1959, Nr. 03
Bei verbotener Lektüre wurde er durch die Schulbehörden immer wieder ertappt und bestraft, schließlich sogar relegiert.
Gitermann, Valentin: Die Russische Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 6591
In Frankreich wurden zwei Mädchen wegen Tragens des "vollen" Kopftuchs, das Hals und Haaransatz bedeckt, von der Schule relegiert.
Die Welt, 28.10.2003
Kurz vor dem Abitur wurde er wegen seiner Zugehörigkeit zum Kommunistischen Jugendverband relegiert.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1963], S. 273
Von Januar bis April 1953 wurden etwa 50 Geistliche und Laienhelfer verhaftet, 300 Oberschüler als Angehörige der Jungen Gemeinde relegiert.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - G. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 20369
Zitationshilfe
„relegieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/relegieren>, abgerufen am 19.09.2019.

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