rempeln

GrammatikVerb
Worttrennungrem-peln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›rempeln‹ als Letztglied: ↗anrempeln · ↗umrempeln  ·  mit ›rempeln‹ als Grundform: ↗Rempelei
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp jmdn., etw. mit Ellbogen, Arm, Oberkörper (absichtlich) stoßen
Beispiele:
er rempelte rücksichtslos
Geschubst, gestoßen, gerempelt wird man zu nächtlicher Stunde auf dem Schiedamsche dijk [KischRasender Reporter64]
denn ich habe sie weder gerempelt noch gestreift [bei der Schußfahrt] [R. BartschTür zu157]
sie rennen sich um, rempeln sich die Pakete aus der Hand [BöllZug55]
Fußball den Gegner mit dem Oberkörper bei angelegtem Arm wegstoßen
Beispiel:
ein Verteidiger rempelte den vorpreschenden Stürmer N und trennte ihn vom Ball
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rempeln Vb. ‘absichtlich grob (weg)stoßen’, zuerst belegt (1. Hälfte 19. Jh.) in der Leipziger Studentensprache ‘nicht ausweichen, sondern zu stoßen versuchen’. Vgl. obsächs. rämpeln ‘stoßen, anstoßen, Anstoß erregen’, gebildet zu Rämpel, Rämmel ‘knotiger Klotz, Baumstumpf, Flößholz’, auch ‘Flegel, ungehobelter Kerl’. Weitere Herkunft unbekannt.

Thesaurus

Synonymgruppe
rempeln · ↗schubsen · ↗stoßen  ●  schupsen  regional · ↗stupsen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ellbogen Ellenbogen Gegenspieler Passant Schiedsrichter Schulter Strafraum Strecke an anrempeln bewußt drängeln rennen schieben schubsen stoßen um umrempeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rempeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie alle haben gepoltert, den politischen Gegner schon mal kräftig gerempelt, auch persönlich.
Der Tagesspiegel, 06.12.2002
Die Bälle landen oft im Netz, manchmal rempeln zwei Spieler aneinander.
Die Zeit, 16.08.2010, Nr. 33
Er ermuntert und brüllt, rempelt an und will gerempelt werden.
Die Welt, 24.07.2004
Er darf auch rempeln und seine Gegner zur Seite drücken.
Der Spiegel, 23.07.1990
Wenigstens war hier der Luftdruck nicht zu spüren, von dem er vorhin gerempelt worden war.
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 246
Zitationshilfe
„rempeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rempeln>, abgerufen am 19.04.2019.

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