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republikanisch

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung re-pu-bli-ka-nisch · re-pub-li-ka-nisch
Wortzerlegung Republikaner -isch
Wortbildung  mit ›republikanisch‹ als Letztglied: antirepublikanisch
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
für die Ziele der Republik eintretend
b)
nach den Prinzipien der Republik aufgebaut, auf ihnen beruhend
2.
die Republikanische Partei der USA betreffend
3.
die Republikaner betreffend
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Republik · Republikaner · republikanisch
Republik f. Staatsform mit einer aus Wahlen hervorgegangenen Körperschaft (ohne Monarchen als Staatsoberhaupt), entlehnt (2. Hälfte 16. Jh.) aus lat. rēs pūblica ‘Gemeinwesen, Staat(swesen), Staatsverwaltung, -gewalt’, eigentlich ‘öffentliche Sache’; vgl. lat. rēs ‘Sache, Ding’ und pūblicus ‘zum Volk gehörig, öffentlich, staatseigen’. Im Dt. zunächst Respublic(a), Respublick in bezug auf römische Verhältnisse, im 17. Jh. (entsprechend frz. république) auch Republique (im Wechsel mit der heute gültigen Form). Im Anschluß an die französische Revolution bezeichnet Republik (im Gegensatz zu Monarchie, Despotie, Diktatur) eine bürgerlich-freiheitliche Staatsform, deren Regierung aus einer vom Volke demokratisch gewählten Körperschaft besteht, und wird zum Schlagwort im Kampf des Bürgertums gegen Tyrannei und Absolutismus. – Republikaner m. ‘Bürger einer Republik, Anhänger, Befürworter der republikanischen Staatsform’, zuerst Republicain (Anfang 18. Jh., entsprechend mfrz. frz. républicain), danach Republikaner (Ende 18. Jh.). republikanisch Adj. ‘die Republik betreffend, darauf beruhend, dafür eintretend’ (Mitte 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
antimonarchistisch  ●  republikanisch  historisch

Typische Verbindungen zu ›republikanisch‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›republikanisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›republikanisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es mussten auch romantische Elemente im republikanischen Denken gefunden werden. [Lepenies, Wolf: Kultur und Politik, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 139]
Die neuen republikanischen Heere versuchten sich natürlich zunächst in den überlieferten Formen zu bewegen. [Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte – Vierter Teil: Neuzeit, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1920], S. 4148]
Doch nun steht die republikanische Führung vor einem folgenschweren Dilemma. [Die Zeit, 08.07.1999, Nr. 28]
Wohin das führen könnte, hat die republikanische Mehrheit in den vergangenen Jahren oft genug spüren lassen. [Die Zeit, 14.01.1999, Nr. 3]
Sehr bezeichnend ist hierfür eine Norm des römischen Rechts, schon aus der republikanischen Zeit. [Simmel, Georg: Philosophie des Geldes. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1900], S. 15071]
Zitationshilfe
„republikanisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/republikanisch>.

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