revoltieren

GrammatikVerb · revoltierte, hat revoltiert
Aussprache
Worttrennungre-vol-tie-ren
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1974

Bedeutung

einen Aufstand, eine Revolte machen
Beispiele:
die Arbeiter revoltierten gegen die Einführung der arbeiterfeindlichen Gesetze, gegen die Verhaftung ihrer Gewerkschaftsführer
die Kolonien haben immer wieder gegen Unterdrückung und Fremdherrschaft revoltiert
sich empören, aufbegehren
Beispiel:
in deinen Jahren, da revoltiert alles, da will man die Welt auf den Kopf stellen [F. WolfMamlockII]
übertragen
Beispiele:
mein Magen fing an zu revoltieren, revoltierte gegen kalte Getränke
etw. revoltierte in mir
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

revoltieren · Revolte
revoltieren Vb. ‘sich empören, auflehnen’ (2. Hälfte 16. Jh.) aus mfrz. frz. révolter ‘aufwiegeln, zur Empörung reizen’ (mfrz. zuerst ‘drehen’), reflexiv ‘sich empören, von einer Partei abwenden’, entlehnt aus ital. rivoltare ‘zurückwenden, umwenden, umstülpen’, einer Intensivbildung zu gleichbed. ital. rivolgere, das auf lat. revolvere ‘zurückrollen, zurückwälzen’ beruht; vgl. lat. volvere (volūtum) ‘rollen, wälzen, drehen’. Auf menschliche Gefühle wie den physiologischen Bereich seit dem 19. Jh. bezogen. Revolte f. ‘Aufruhr, Aufstand, Empörung’ (Mitte 17. Jh.), mfrz. frz. révolte (um 1500).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) auflehnen · (sich) erheben gegen · ↗(sich) sträuben · ↗(sich) widersetzen · ↗aufbegehren · ↗opponieren · ↗protestieren · ↗rebellieren · revoltieren  ●  ↗frondieren  veraltet · (den) Aufstand proben  geh., fig. · ↗aufmucken  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeiter Basis Bauer Bevölkerung Blut Establishment Jugend Jugendliche Magen Natur Regime Student Wogegen dagegen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›revoltieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wiederum schritt die Regierung ein, und die Bauern sahen, daß sie wenigstens ein wirtschaftlich anerkanntes Recht gehabt hatten, zu revoltieren.
Die Zeit, 16.06.1961, Nr. 25
Sie revoltieren schon gar nicht mehr, weil der Posten geschossen hat.
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 129
Brenten hätte am liebsten revoltiert, er hatte Lust, aufzustehen und das Lokal zu verlassen.
Bredel, Willi: Die Väter. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Bd. 7, Berlin: Aufbau-Verl. 1973 [1946], S. 229
Das gehörte damals auch zur Karriere, dass man revoltierte und wurde auch von den Männern hoch gelobt.
Der Tagesspiegel, 17.04.2005
Manche werden schlimmere Spießer als diejenigen, gegen die sie revoltiert haben.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 436
Zitationshilfe
„revoltieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/revoltieren>, abgerufen am 22.09.2019.

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