revozieren

Worttrennungre-vo-zie-ren (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

bildungssprachlich sein Wort, eine Äußerung o. Ä. zurücknehmen, widerrufen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

revozieren Vb. ‘zurücknehmen, zurückziehen, widerrufen’, entlehnt (18. Jh.) aus gleichbed. lat. revocāre, zu lat. vocāre ‘(herbei)rufen, vorladen, (be)nennen’ und re- ‘zurück’ (s. ↗re-).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich redete ihm zu zu revozieren - es scheint aber dafür zu spät.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1952. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1952], S. 295
Was man selber nicht mehr vertreten kann, solle man revozieren oder revidieren.
Die Zeit, 06.06.1975, Nr. 24
Am Ende seines Lebens hat Munch seine „dunkle“ Phase revoziert.
Die Zeit, 19.10.1973, Nr. 43
Um ein Haar hätte sich die CDU-Chefin verstrickt, so spät, wie sie reagierte und revozierte.
Der Tagesspiegel, 18.02.2003
Die Aufnahme in die Grundliste und die damit verbundenen Zugeständnisse sind unwiderruflich, die Bestimmungen der Länderlisten können revoziert werden.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1960]
Zitationshilfe
„revozieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/revozieren>, abgerufen am 19.08.2018.

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