reziprok

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungre-zi-prok · re-zip-rok (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›reziprok‹ als Grundform: ↗Reziprozität
eWDG, 1974

Bedeutung

wechselseitig, gegenseitig, sich aufeinander beziehend
Beispiele:
reziproke Beziehungen, Verhältnisse
sich reziprok gegeneinander, zueinander verhalten
Mathematik reziproke Zahlen (= Zahlen, die, miteinander multipliziert, 1 ergeben)
Sprachwissenschaft ein reziprokes PronomenPronomen der Wechselseitigkeit
Beispiel:
›einander‹ ist ein reziprokes Pronomen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

reziprok Adj. ‘wechsel-, gegenseitig, umgekehrt’, reciproce (17. Jh.), Übernahme von gleichbed. lat. reciprocē, Adv. von lat. reciprocus Adj. ‘zurückwirkend’, eigentlich ‘auf demselben Wege zurückgehend’.

Thesaurus

Synonymgruppe
alternierend · ↗beiderseits · ↗mutual · ↗mutuell · reziprok · ↗wechselseitig  ●  ↗gegenseitig  Hauptform
Assoziationen
Synonymgruppe
andersherum · ↗entgegengesetzt · ↗invers · ↗invertiert · mit umgekehrten Vorzeichen · reziprok · umgedreht · ↗umgekehrt · unter umgekehrten Vorzeichen  ●  ↗vice versa  lat. · Umgekehrt wird ein Schuh draus.  ugs., sprichwörtlich · ↗andersrum  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Altruismus Anerkennung Basis Crossover Hemmung Innervation Kreuzung Verhältnis Vorgang Wert verhalten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›reziprok‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Ansehen der Regierung und die Kurse des Dax entwickeln sich verblüffend reziprok.
Die Welt, 22.06.1999
Analog reziprok, also fundamental diametral dazu verhielt es sich mit dem Regen.
Der Tagesspiegel, 31.08.2003
Dieses Interaktionsverhältnis ist nicht einseitig gedacht, sondern stellt einen reziproken Prozeß dar.
Häcker, Hartmut: Persönlichkeit. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 28768
Um in eine solche Gesellschaft zu passen, muß die Lust zugleich gedämpft und reziprok sein.
Engler, Wolfgang: Die Ostdeutschen, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1999], S. 239
Absorption und Transmission stehen dabei in einem reziproken Verhältnis zueinander.
o. A.: Lexikon der Kunst - F. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 2317
Zitationshilfe
„reziprok“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/reziprok>, abgerufen am 21.04.2019.

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