richten

Grammatik Verb · richtet, richtete, hat gerichtet
Aussprache 
Worttrennung rich-ten
Wortbildung  mit ›richten‹ als Erstglied: ↗Richtantenne · ↗Richtbake · ↗Richtbaum · ↗Richtblei · ↗Richtbogen · ↗Richtcharakteristik · ↗Richtfest · ↗Richtfunk · ↗Richtgeschwindigkeit · ↗Richtgröße · ↗Richtkanonier · ↗Richtkranz · ↗Richtkrone · ↗Richtlampe · ↗Richtlatte · ↗Richtlinie · ↗Richtmaß · ↗Richtmeister · ↗Richtmikrofon · ↗Richtoptik · ↗Richtplan · ↗Richtpreis · ↗Richtpunkt · ↗Richtsatz · ↗Richtscheit · ↗Richtschmaus · ↗Richtschnur · ↗Richtschütze · ↗Richtspruch · ↗Richtstrahl · ↗Richtstrahler · ↗Richtweg · ↗Richtwert · ↗Richtzahl
 ·  mit ›richten‹ als Letztglied: ↗abrichten · ↗anrichten · ↗aufrichten · ↗ausrichten · ↗einrichten · ↗emporrichten · ↗errichten · ↗gleich richten · ↗gleichrichten · ↗herrichten · ↗hochrichten · ↗vorrichten · ↗zurichten
 ·  mit ›richten‹ als Grundform: ↗verrichten  ·  formal verwandt mit: ↗linksgerichtet · ↗rechtsgerichtet · ↗zielgerichtet
eWDG

Bedeutungen

1.
etw., sich in eine bestimmte Lage, Stellung, Richtung bringen
Beispiele:
eine Antenne, den Knochenbruch richten
seine Zähne mussten gerichtet werden
die Uhr, den Kompass, das Fernglas richten (= richtig einstellen)
den Blick geradeaus, himmelwärts richten
Militär ein Geschütz richtenmit optischen oder elektronischen Mitteln das Rohr eines Geschützes nach Höhe und Seite auf ein Ziel einstellen
Beispiel:
das Schießen der Geschütze im direkten und indirekten Richten
mit Präposition
Grammatik: in Verbindung mit »auf«
Beispiele:
die Waffe auf jmdn., auf ein Ziel richten
der Posten hielt den Lauf seiner Maschinenpistole auf sie gerichtet
einen Scheinwerfer auf das andere Ufer richten
die Augen, seinen Blick auf jmdn., etw. richten
der Hund hatte den Blick unverwandt auf seinen Herrn gerichtet
Trotzdem richtete das Fräulein seine Finger jetzt auf den Ast [ H. Mann2,22]
Grammatik: in Verbindung mit »gegen«
Beispiele:
ein Fernrohr, eine Waffe gegen jmdn., etw. richten
er hatte den Lauf der Pistole gegen sich selbst gerichtet
Grammatik: in Verbindung mit »in«
Beispiele:
den Blick geradeaus, himmelwärts, in die Ferne richten
etw., sich in die Höhe richten (= etw., sich aufrichten)
O Soldaten, die ihr / Endlich die Gewehre in die richtige Richtung gerichtet! [ BrechtGedichte257]
Grammatik: in Verbindung mit »nach«
Beispiele:
seine Augen, Blicke waren nach oben, innen, nach der Tür gerichtet
die Kompassnadel ist stets nach Norden gerichtet
übertragen
Grammatik: in Verbindung mit »an«
Beispiele:
eine Frage, die Bitte, das Gesuch, die Klage, Aufforderung, Mahnung, das Wort, seine Rede an jmdn. richten
an wen war der Brief gerichtet?
dieser Aufruf richtet sich an alle
der Direktor richtete eine Ansprache an die Betriebsangehörigen
Grammatik: in Verbindung mit »auf«
Beispiele:
seine Aufmerksamkeit, Wünsche, Gedanken, seinen Sinn, Plan, sein ganzes Tun und Streben auf etw. richten
ihr Hauptaugenmerk richtete sich auf die Beseitigung der Fehlerquelle
sein Interesse ist ganz auf seine neue Arbeit gerichtet
landschaftlich jmd. ist auf etw. gerichtetjmd. hat etw. im Sinn
Beispiele:
sie war noch nicht aufs Heiraten gerichtet
der alte, ganz auf das Praktische gerichtete Maler [ JensMann83]
Grammatik: in Verbindung mit »gegen«
Beispiele:
jmds. Äußerung, Kritik, Angriff richtet sich gegen jmdn., etw.
gegen wen richtet sich dein Verdacht?
sich nach jmdm., etw. richtensich vom Verhalten oder von der Anschauung eines anderen leiten lassen, sich einem Prinzip, einer gegebenen Lage anpassen
Grammatik: in Verbindung mit »nach«
Beispiele:
sie richtet sich stets nach ihren Eltern, nach anderen Leuten, seinen Wünschen, der Vorschrift, nach mir
das richtet sich ganz nach dem Wetter
hätte ich mich doch danach gerichtet!
jmdn., sich zugrunde richtenjmdn., sich verderben, vernichten
Beispiele:
diese Frau, das Spiel hat ihn zugrunde gerichtet
du wirst dich noch zugrunde richten!
er war ein zugrunde gerichteter (= ruinierter) Mann
Als ausgemacht unecht gelten der kritisch gerichteten (= orientierten, eingestellten) Wissenschaft heute der zweite Thessalonicherbrief [ SchweitzerAus meinem Leben119]
2.
etw., sich in eine gerade Richtung, Form bringen
Beispiele:
ihre Schuhe waren in Reih und Glied, die Kolonnen waren paradegemäß gerichtet
richt euch! (= Kommando)
Technik Werkstücke richtenverbogene oder verzogene Werkstücke in eine gerade oder ebene Form bringen
Beispiel:
das Richten erfolgt durch leichte Schläge mit dem Holzhammer
3.
etw. aufrichten, errichten
Beispiel:
einen Mast, den Maibaum, die Fahnenstange richten
Bauwesen vorgefertige Holzkonstruktion oder Stahlkonstruktionen aufstellen, montieren
Beispiele:
ein Gebäude richten (= die Dachbalken eines Gebäudes aufsetzen)
das Haus steht gerichtet
4.
etw. instand setzen, in Ordnung bringen
Beispiele:
ein beschädigtes Dach, die zerbrochene Leiter richten
er musste noch etwas an seinem Fahrrad richten
sie richtete (sich) [Dativ] rasch die Haare, Kleider, ihren Hut
süddeutsch, österreichisch, schweizerischdas richte ich schon, kann ich schon richten (= einrichten)
süddeutsch, österreichisch, schweizerisches wird sich bestimmt richten lassen
Die Pumpen waren alt, die Leitungen schlecht, und niemand war da, sie zu richten [ UhseSöhne49]
Vater kaufte allerhand, wie nun alles neu gerichtet war [ GaiserSchlußball27]
5.
etw., sich vorbereiten
Beispiele:
ich werde alles richten
eine Hochzeit richten
den Tisch, die Tafel, das Zimmer (für die Gäste) richten
(jmdm.) das Bett, ein Bad richten (= zurechtmachen)
sie richtete dem Kranken die Kissen
österreichischsich, seine Sachen für eine Reise, für die Nacht richten
österreichischich muss mich noch ein bisschen richten (= mich ein bisschen zurechtmachen, mich kämmen, schminken)
das Essen, eine Mahlzeit, den Kaffee, Tee, einen Teig, Filets richten (= zubereiten)
Die Mädels haben ihr Material empfangen und beginnen die Maschinen zu richten [ F. WolfGrenze5,176]
österreichischIch richtete mich sofort zum Schlafen [ FrischHomo faber7]
Und wieder richten die Schwalben das Nest [ TollerSchriften261]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

richten · Richtung · Richter · richterlich · Richtstätte · Richtbeil · Richtscheit · Richtschnur · Richtfest · anrichten · Anrichte · aufrichten · einrichten · errichten · verrichten · vorrichten · zurichten
richten Vb. ‘etw. Krummes gerademachen, in eine gerade Lage, Stellung, Richtung bringen, auf ein Ziel hinlenken, in Ordnung bringen, Recht sprechen’, ahd. (8. Jh.), mhd. rihten ‘recht, gerademachen, in eine Richtung bringen, aufrichten, aufstellen, in Ordnung bringen, fertigmachen, er-, einrichten, gestalten, herrschen, regieren, Recht sprechen’, asächs. rihtian, mnd. richten, mnl. rechten, richten, nl. rechten, aengl. rihtan, engl. to right, anord. rētta, schwed. räta, got. garaíhtjan (germ. *rehtjan) sind Faktitiva im Sinne von ‘gerademachen’ zu dem unter ↗recht (s. d.) behandelten Adjektiv. Richtung f. ‘das Gerademachen, gerade, aufrechte Haltung’ (2. Hälfte 18. Jh.), ‘Gerichtetsein, Verlauf, Wendung auf ein Ziel zu’ (Ende 18. Jh.), ‘Strömung, Bewegung’ in Kultur, Politik (Anfang 19. Jh.), abgeleitet vom oben genannten Verb in seinen verschiedenen Bedeutungen, in älterer Sprache vornehmlich an ‘herrschen, regieren, Recht sprechen’ anknüpfend, vgl. ahd. rihtunga ‘Gericht, (Ordens)regel, Leitung, Verwaltung’ (8. Jh.), mhd. rihtunge ‘Gericht, gerichtliche Entscheidung, Urteil’, asächs. richtunga, mnd. richtunge. Richter m. ‘wer über etw., jmdn. richtet, mit der Entscheidung von Rechtsstreitigkeiten Beauftragter’, ahd. rihtāri ‘Leiter, Richter’ (8. Jh.), mhd. rihtære, rihter ‘Lenker, Ordner, Oberherr, Regent, Richter’; richterlich Adj. ‘den Richter und sein Amt betreffend, auf ihm beruhend, zu ihm gehörend’ (16. Jh.). Richtstätte f. ‘Platz für Hinrichtungen’ (19. Jh.), zuvor Richtstatt (16. Jh., älter ‘Gerichtsstätte’, 15. Jh.). Richtbeil n. ‘Beil, mit dem ein zum Tode Verurteilter enthauptet wird’ (17. Jh.). Richtscheit n. Richtlatte der Bauhandwerker, mhd. riht(e)schīt. Richtschnur f. ‘gespannte Schnur zum Bezeichnen gerader Linien’ (15. Jh.), übertragen ‘Grundsatz, Leitlinie, Norm’ (1. Hälfte 16. Jh.). Richtfest n. ‘Fest nach Aufrichtung des Dachstuhls’ (19. Jh.), auch Richtessen, Richtschmaus. anrichten Vb. ‘zum Essen fertigmachen, auftragen, bereitstellen, Schaden verursachen, zustande bringen’ (14. Jh.); Anrichte f. ‘Raum, Tisch zum Zubereiten, Bereitstellen von Speisen, niedriger Schrank für Geschirr’, mhd. anrihte. aufrichten Vb. ‘geraderichten, senkrecht stellen, errichten, trösten, Mut zusprechen’, ahd. ūfrihten ‘emporstrecken’ (9. Jh.), mhd. ūfrihten ‘aufstellen, ins Werk setzen, trösten’. einrichten Vb. ‘ausstatten’ (mit Möbeln, Geräten), ‘zur öffentlichen Nutzung gründen, nach bestimmten Gesichtspunkten gestalten, passend machen’, reflexiv ‘sich den Gegebenheiten, der Lage anpassen’ (15. Jh.). errichten Vb. ‘aufstellen, bilden’ (17. Jh.); vgl. ahd. irrihten ‘auf-, einrichten’ (um 800). verrichten Vb. ‘(ordnungsgemäß) ausführen, erledigen’, mhd. verrihten ‘in Ordnung bringen, einrichten’. vorrichten Vb. ‘zurechtmachen, vorbereiten, erneuern’ (16. Jh.), mhd. vürrihten ‘hervorstrecken’. zurichten Vb. ‘herrichten, vorbereiten’, mhd. zuorihten. Aus übel zurichten (16. Jh.) entwickelt zurichten den Sinn von ‘beschädigen, mißhandeln’.

Typische Verbindungen zu ›richten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›richten‹.

Verwendungsbeispiele für ›richten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man muß sein Leben danach richten, was man selber tun will.
konkret, 1990
Selbstverständlich mußt du dich bei deinem Bild nicht genau nach unserer Arbeit richten.
Frost, Margarete: Aus bunten Fäden, Leipzig: Verl. für die Frau 1986, S. 20
Die unten befindliche linke Hand des Spielers hält das Instr. in horizontaler Lage, die Decke gegen die Hörer zu gerichtet.
Chottin, Alexis: Nordafrikanische Musik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1961], S. 31049
Das veranlaßt mich auch, an Sie dieses Schreiben zu richten.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1956]
Er richtete ein paar Worte an die andern, es klang besänftigend.
Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1966 [1948], S. 212
Zitationshilfe
„richten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/richten#1>, abgerufen am 22.06.2021.

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richten

Grammatik Verb · richtet, richtete, hat gerichtet
Aussprache 
Worttrennung rich-ten
Wortbildung  mit ›richten‹ als Erstglied: ↗Richtbeil · ↗Richtblock · ↗Richter · ↗Richtplatz · ↗Richtschwert · ↗Richtstatt · ↗Richtstätte
 ·  mit ›richten‹ als Letztglied: ↗hinrichten
eWDG

Bedeutung

gehoben, veraltend
1.
jmdn. (zum Tode) verurteilen
Beispiele:
der Mörder wurde nach dem Gesetz gerichtet
er hat sich selbst gerichtet (= er hat Selbstmord begangen)
Die Wahrheit wird sie richten [ FrischAndorra9]
einer von den so grausam gerichteten (= hingerichteten) Gefangenen [ TravenGeneral160]
2.
über jmdn., etw. ein Urteil fällen, urteilen
Beispiele:
gerecht, streng, unparteiisch, milde (über jmdn., etw.) richten
in dieser Angelegenheit können wir nicht richten
seine Motive entziehen sich dem richtenden Verstand
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

richten · Richtung · Richter · richterlich · Richtstätte · Richtbeil · Richtscheit · Richtschnur · Richtfest · anrichten · Anrichte · aufrichten · einrichten · errichten · verrichten · vorrichten · zurichten
richten Vb. ‘etw. Krummes gerademachen, in eine gerade Lage, Stellung, Richtung bringen, auf ein Ziel hinlenken, in Ordnung bringen, Recht sprechen’, ahd. (8. Jh.), mhd. rihten ‘recht, gerademachen, in eine Richtung bringen, aufrichten, aufstellen, in Ordnung bringen, fertigmachen, er-, einrichten, gestalten, herrschen, regieren, Recht sprechen’, asächs. rihtian, mnd. richten, mnl. rechten, richten, nl. rechten, aengl. rihtan, engl. to right, anord. rētta, schwed. räta, got. garaíhtjan (germ. *rehtjan) sind Faktitiva im Sinne von ‘gerademachen’ zu dem unter ↗recht (s. d.) behandelten Adjektiv. Richtung f. ‘das Gerademachen, gerade, aufrechte Haltung’ (2. Hälfte 18. Jh.), ‘Gerichtetsein, Verlauf, Wendung auf ein Ziel zu’ (Ende 18. Jh.), ‘Strömung, Bewegung’ in Kultur, Politik (Anfang 19. Jh.), abgeleitet vom oben genannten Verb in seinen verschiedenen Bedeutungen, in älterer Sprache vornehmlich an ‘herrschen, regieren, Recht sprechen’ anknüpfend, vgl. ahd. rihtunga ‘Gericht, (Ordens)regel, Leitung, Verwaltung’ (8. Jh.), mhd. rihtunge ‘Gericht, gerichtliche Entscheidung, Urteil’, asächs. richtunga, mnd. richtunge. Richter m. ‘wer über etw., jmdn. richtet, mit der Entscheidung von Rechtsstreitigkeiten Beauftragter’, ahd. rihtāri ‘Leiter, Richter’ (8. Jh.), mhd. rihtære, rihter ‘Lenker, Ordner, Oberherr, Regent, Richter’; richterlich Adj. ‘den Richter und sein Amt betreffend, auf ihm beruhend, zu ihm gehörend’ (16. Jh.). Richtstätte f. ‘Platz für Hinrichtungen’ (19. Jh.), zuvor Richtstatt (16. Jh., älter ‘Gerichtsstätte’, 15. Jh.). Richtbeil n. ‘Beil, mit dem ein zum Tode Verurteilter enthauptet wird’ (17. Jh.). Richtscheit n. Richtlatte der Bauhandwerker, mhd. riht(e)schīt. Richtschnur f. ‘gespannte Schnur zum Bezeichnen gerader Linien’ (15. Jh.), übertragen ‘Grundsatz, Leitlinie, Norm’ (1. Hälfte 16. Jh.). Richtfest n. ‘Fest nach Aufrichtung des Dachstuhls’ (19. Jh.), auch Richtessen, Richtschmaus. anrichten Vb. ‘zum Essen fertigmachen, auftragen, bereitstellen, Schaden verursachen, zustande bringen’ (14. Jh.); Anrichte f. ‘Raum, Tisch zum Zubereiten, Bereitstellen von Speisen, niedriger Schrank für Geschirr’, mhd. anrihte. aufrichten Vb. ‘geraderichten, senkrecht stellen, errichten, trösten, Mut zusprechen’, ahd. ūfrihten ‘emporstrecken’ (9. Jh.), mhd. ūfrihten ‘aufstellen, ins Werk setzen, trösten’. einrichten Vb. ‘ausstatten’ (mit Möbeln, Geräten), ‘zur öffentlichen Nutzung gründen, nach bestimmten Gesichtspunkten gestalten, passend machen’, reflexiv ‘sich den Gegebenheiten, der Lage anpassen’ (15. Jh.). errichten Vb. ‘aufstellen, bilden’ (17. Jh.); vgl. ahd. irrihten ‘auf-, einrichten’ (um 800). verrichten Vb. ‘(ordnungsgemäß) ausführen, erledigen’, mhd. verrihten ‘in Ordnung bringen, einrichten’. vorrichten Vb. ‘zurechtmachen, vorbereiten, erneuern’ (16. Jh.), mhd. vürrihten ‘hervorstrecken’. zurichten Vb. ‘herrichten, vorbereiten’, mhd. zuorihten. Aus übel zurichten (16. Jh.) entwickelt zurichten den Sinn von ‘beschädigen, mißhandeln’.

Typische Verbindungen zu ›richten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›richten‹.

Verwendungsbeispiele für ›richten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man muß sein Leben danach richten, was man selber tun will.
konkret, 1990
Selbstverständlich mußt du dich bei deinem Bild nicht genau nach unserer Arbeit richten.
Frost, Margarete: Aus bunten Fäden, Leipzig: Verl. für die Frau 1986, S. 20
Die unten befindliche linke Hand des Spielers hält das Instr. in horizontaler Lage, die Decke gegen die Hörer zu gerichtet.
Chottin, Alexis: Nordafrikanische Musik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1961], S. 31049
Das veranlaßt mich auch, an Sie dieses Schreiben zu richten.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1956]
Er richtete ein paar Worte an die andern, es klang besänftigend.
Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1966 [1948], S. 212
Zitationshilfe
„richten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/richten#2>, abgerufen am 22.06.2021.

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