richtunggebend

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungrich-tung-ge-bend (computergeneriert)
WortzerlegungRichtunggebend
Rechtschreibregeln§ 36 (1.1)
eWDG, 1974

Bedeutung

die Richtung, das Ziel anzeigend, bestimmend
Beispiele:
ein richtunggebender Hinweis, Aufsatz, Gedanke
die richtunggebenden Beschlüsse des letzten Parteitages der SED
die Kunststoffe haben die heutige Technik richtunggebend beeinflusst

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für die Bildung der Stände müßten die verschiedenen gesellschaftlichen Funktionen richtunggebend sein.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1936]
Diese Quartette blieben durch fünfzig Jahre bildend und richtunggebend für Wien.
Goldmark, Karl: Erinnerungen aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 29131
Durch die starke Empfindung und die hohe künstlerische Qualität der gezeigten Werke wirkt sie lebendig und richtunggebend.
Die Zeit, 13.06.1946, Nr. 17
Unter diesen richtunggebenden Momenten ist aber die richtige Erkenntnis des Proletariats über seine eigene geschichtliche Lage ein Faktor allerersten Ranges.
Lukács, Georg: Geschichte und Klassenbewußtsein, Neuwied u. a.: Leuchterhand 1970 [1923], S. 475
Das teleologische Moment tritt hier neben der Kategorie der Ursache als richtunggebend auf.
Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe - W. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1904], S. 23942
Zitationshilfe
„richtunggebend“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/richtunggebend>, abgerufen am 22.04.2019.

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