rivalisieren

GrammatikVerb · rivalisierte, hat rivalisiert
Aussprache
Worttrennungri-va-li-sie-ren (computergeneriert)
HerkunftLatein
WortzerlegungRivale-isieren
Wortbildung mit ›rivalisieren‹ als Grundform: ↗Rivalität
eWDG, 1974

Bedeutung

mit jmdm., etw. (um jmdn., etw.) rivalisierenmit jmdm., etw. um den Vorrang (auf einem bestimmten Gebiet, bei einer Person) kämpfen
Beispiele:
sie rivalisieren um die Stellung des Abteilungsleiters
er rivalisiert mit seinem Freund um das Mädchen, die Zuneigung des Mädchens
auf dem Hühnerhof rivalisierten drei Hähne (miteinander)
in Belgien rivalisiert die französische Sprache mit dem Flämischen
bei Verletzungen der Halswirbelsäule rivalisieren die Methoden der Behandlung durch Gipsverband und Streckverband
rivalisierende Gruppen des Monopolkapitals
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rivale · rivalisieren · Rivalität
Rivale m. ‘Nebenbuhler, Mitbewerber, Gegenspieler’ (zunächst in der Liebe), Entlehnung (17. Jh.) von gleichbed. mfrz. frz. rival, das seinerseits zurückgeht auf lat. rīvālis ‘Nebenbuhler’, eigentlich ‘Mitberechtigter an einer Wasserrinne, Kanalnachbar’ (der mit einem anderen das Anrecht an einem Wasserlauf teilt), Substantivierung von lat. rīvālis ‘zum Bach, zum Wasserlauf gehörig’; zu lat. rīvus ‘Bach, Wassergraben, Kanal’. Im Dt. zunächst Rival (Sing.) bzw. Rival(e), Rivals (Plur.), erst seit dem 19. Jh. Rivale (wohl aus dem Plur.). rivalisieren Vb. ‘sich mitbewerben, wetteifern, konkurrieren’ (2. Hälfte 18. Jh.), frz. rivaliser. Rivalität f. ‘Nebenbuhlerschaft, Konkurrenz’ (Ende 18. Jh.), latinisierend nach frz. rivalité, vgl. lat. rīvālitās (Genitiv rīvālitātis).

Thesaurus

Synonymgruppe
konkurrieren · rivalisieren · ↗wetteifern · ↗wettstreiten  ●  ↗konkurrenzieren  schweiz.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Einfluß Gunst Macht Vorherrschaft darum gegeneinander miteinander untereinander

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rivalisieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer immer die Trends angeben will, zeigt damit ein Verlangen, mit anderen Frauen rivalisieren zu wollen.
Die Welt, 24.09.2005
Bilder rivalisieren mit der Wirklichkeit, und wer etwas gesehen hat, glaubt beinahe, dabei gewesen zu sein.
Süddeutsche Zeitung, 28.09.2001
Das wird ihn sofort mißtrauisch machen, denn weil er ständig rivalisiert, neigt er dazu, Wünsche gerade nicht zu erfüllen.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 173
Ein Jahr lang rivalisierten die beiden Sängerinnen, Fr. C. am Theater der Gegner Händels.
o. A.: C. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 27986
Die Jugendlichen wurden empfindlich und rivalisierten um die Gunst der Gruppenleiter.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 414
Zitationshilfe
„rivalisieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rivalisieren>, abgerufen am 20.04.2019.

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