Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

rivalisieren

Grammatik Verb · rivalisiert, rivalisierte, hat rivalisiert
Aussprache 
Worttrennung ri-va-li-sie-ren
Wortzerlegung Rivale -isieren
Wortbildung  mit ›rivalisieren‹ als Grundform: Rivalität
Herkunft aus gleichbedeutend rivaliserfrz
eWDG

Bedeutung

mit jmdm., etw. (um jmdn., etw.) rivalisierenmit jmdm., etw. um den Vorrang (auf einem bestimmten Gebiet, bei einer Person) kämpfen
Beispiele:
sie rivalisieren um die Stellung des Abteilungsleiters
er rivalisiert mit seinem Freund um das Mädchen, die Zuneigung des Mädchens
auf dem Hühnerhof rivalisierten drei Hähne (miteinander)
in Belgien rivalisiert die französische Sprache mit dem Flämischen
bei Verletzungen der Halswirbelsäule rivalisieren die Methoden der Behandlung durch Gipsverband und Streckverband
rivalisierende Gruppen des Monopolkapitals
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rivale · rivalisieren · Rivalität
Rivale m. ‘Nebenbuhler, Mitbewerber, Gegenspieler’ (zunächst in der Liebe), Entlehnung (17. Jh.) von gleichbed. mfrz. frz. rival, das seinerseits zurückgeht auf lat. rīvālis ‘Nebenbuhler’, eigentlich ‘Mitberechtigter an einer Wasserrinne, Kanalnachbar’ (der mit einem anderen das Anrecht an einem Wasserlauf teilt), Substantivierung von lat. rīvālis ‘zum Bach, zum Wasserlauf gehörig’; zu lat. rīvus ‘Bach, Wassergraben, Kanal’. Im Dt. zunächst Rival (Sing.) bzw. Rival(e), Rivals (Plur.), erst seit dem 19. Jh. Rivale (wohl aus dem Plur.). rivalisieren Vb. ‘sich mitbewerben, wetteifern, konkurrieren’ (2. Hälfte 18. Jh.), frz. rivaliser. Rivalität f. ‘Nebenbuhlerschaft, Konkurrenz’ (Ende 18. Jh.), latinisierend nach frz. rivalité, vgl. lat. rīvālitās (Genitiv rīvālitātis).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) messen (mit) · konkurrieren · rivalisieren · wetteifern · wettstreiten  ●  konkurrenzieren  schweiz.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›rivalisieren‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rivalisieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›rivalisieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bilder rivalisieren mit der Wirklichkeit, und wer etwas gesehen hat, glaubt beinahe, dabei gewesen zu sein. [Süddeutsche Zeitung, 28.09.2001]
Bei materiellen Gütern rivalisiert der Konsum, deshalb reguliert der Preis eine effiziente Verteilung. [Süddeutsche Zeitung, 25.06.2001]
Wer immer die Trends angeben will, zeigt damit ein Verlangen, mit anderen Frauen rivalisieren zu wollen. [Die Welt, 24.09.2005]
Die Bergs und die Tals rivalisieren nur noch auf zivilisierte Weise miteinander. [Die Zeit, 24.11.1967, Nr. 47]
Das wird ihn sofort mißtrauisch machen, denn weil er ständig rivalisiert, neigt er dazu, Wünsche gerade nicht zu erfüllen. [Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 173]
Zitationshilfe
„rivalisieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rivalisieren>.

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