robben

GrammatikVerb · robbte, ist/hat gerobbt
Aussprache
Worttrennungrob-ben (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

mit Hilfe der Ellbogen vorwärtskriechen
Beispiel:
er ist bis zum Waldrand gerobbt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Robbe · robben
Robbe f. (bis ins 19. Jh. auch m.) Name für verschiedene Meeressäugetiere (Flossenfüßer), ein Küstenwort, seit Anfang des 17. Jhs. in der Literatursprache (zuvor Seehund, Meerkalb, -schwein, -hund), nordfries. Rob f. und m., nd. Rubbe, nl. rob. Herkunft ungewiß. Eine Anschlußmöglichkeit bietet nl. robben ‘reiben, sich balgen, ausgelassen spielen’, nordfries. rubben ‘reiben, kratzen, raufen, zerren’, eigentlich ‘gesponnenes Garn für Taue glattreiben, glattstreichen und in Teer tauchen’, schwed. rubba ‘vom Platz rücken, verschieben’, isl. rubba ‘kratzen, scheuern’, nhd. (md.) rubbeln ‘tüchtig abreiben’ (zu der unter ↗Raub, s. d., angeführten Wurzelerweiterung), falls der Name die Fortbewegungsart und das Treiben der Tiere an Land wiederzugeben sucht (vgl. de Vries Nl. 581). robben Vb. ‘robbenartig kriechen’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
gleiten · ↗krabbeln · ↗kriechen · robben  ●  (die) tiefste Gangart  ugs., Jargon, militärisch, sarkastisch · (sich) auf allen Vieren (bewegen)  ugs. · ↗krauchen  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bauch Dreck Fußboden Gebüsch Knie Matsch Rekrut Sand Schlamm Unterholz Vieren bäuchlings entgegen heran heranrobben herum herumrobben hinauf hindurch krabbeln kriechen ran schlängeln vor voran vorwärts weg zu zurobben zurück

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›robben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich bin extra noch vom Feld gerobbt, damit das Spiel weitergehen konnte.
Bild, 05.12.2005
Zu seinen Füßen robbt ein Herr im Smoking durch den Sand.
Die Zeit, 08.10.1998, Nr. 42
Er drückte sich platt aufs Dach, robbte an den niedrigen Kamin heran und lauschte.
Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 103
Er selbst habe sich zu Boden geworfen und sei zu seinem Fahrzeug gerobbt.
Hannover, Heinrich: Die Republik vor Gericht 1975 - 1995, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1999], S. 156
Der Oberleutnant drückt die Lider, winkt dem Leutnant, der robbt ran mit Spaten.
Knef, Hildegard: Der geschenkte Gaul, Berlin: Ullstein 1999 [1970], S. 75
Zitationshilfe
„robben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/robben>, abgerufen am 17.10.2019.

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