robust

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungro-bust
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›robust‹ als Grundform: ↗Robustheit
eWDG, 1974

Bedeutung

kräftig, stark
a)
kraftvoll, widerstandsfähig
Beispiele:
sie hat eine robuste Natur, ist von robuster Gesundheit
er ist von robuster Konstitution, hat eine robuste Statur, ist ein robuster Mensch
körperlich robust sein
robust und sportgestählt
bildlich
Beispiel:
ein robuster und leistungsfähiger Lastkraftwagen, Motor
b)
derb, grob
Beispiele:
er gab eine robuste, fast unanständige Antwort
eine robuste Sprache führen
er hat ein robustes Gewissen (= setzt sich über moralische Skrupel hinweg)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

robust Adj. ‘kräftig, derb, stark, vierschrötig, widerstandsfähig, unempfindlich’, entlehnt (Anfang 17. Jh.) aus lat. rōbustus ‘hart, fest, stark, kräftig’, eigentlich ‘aus Hartholz, Eiche’, zu lat. rōbur, alat. rōbus (Genitiv rōboris) ‘Kernholz, Eiche, Härte, Stärke, Kraft’. Die seit dem Ende des 18. Jhs. zunehmende Gebrauchshäufigkeit erfolgt unter dem Einfluß von ebenfalls auf dem Lat. beruhendem frz. robuste.

Thesaurus

Synonymgruppe
belastbar · ↗ehern · ↗fest · ↗haltbar · ↗kräftig · robust · ↗solide · ↗stabil · ↗stark · ↗stattlich · ↗tragfähig · ↗zäh  ●  ↗resilient  fachspr. · ↗taff  ugs.
Synonymgruppe
ausdauernd · robust · ↗strapazierfähig · ↗widerstandsfähig · ↗zäh
Unterbegriffe
Assoziationen
  • auf Dauer · auf lange Sicht · für (eine) lange Zeit · für (eine) längere Zeit · für einen langen Zeitraum · für einen längeren Zeitraum · ↗langfristig · ↗längerfristig · ↗nachhaltig · nicht nur für (ein paar Tage)  ●  für länger  ugs.
  • (den) Mut nicht sinken lassen · (die) Hoffnung nicht aufgeben · (die) Stellung behaupten · ↗(sich) behaupten · (sich) nicht ins Bockshorn jagen lassen · nicht den Mut verlieren  ●  (den) Kopf oben behalten  fig. · (sich) senkrecht halten  fig. · ↗kämpfen  fig. · (die) Ohren steif halten  ugs. · (sich) nicht kleinkriegen lassen  ugs. · (sich) nicht unterkriegen lassen  ugs.
  • (sich) nicht geschlagen geben · nicht aufgeben · ↗weiterkämpfen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitsmarkt Aufschwung Australopithecus Bauweise Binnenkonjunktur Binnennachfrage Gehäuse Gesundheit Konjunktur Konjunkturaufschwung Konjunkturdaten Konstitution Mandat Spielweise UN-Mandat US-Konjunktur US-Konjunkturdaten Verfassung Wachstum Wachstumspfad Weltkonjunktur Wirtschaftsentwicklung Wirtschaftswachstum langlebig pflegeleicht vergleichsweise widerstandsfähig zuverlässig zweikampfstark äußerst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›robust‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In internen Tests erwies sich das Material als äußerst robust.
Die Welt, 29.05.2004
Alles deute auf ein robustes Wachstum auf absehbare Zeit hin.
Der Tagesspiegel, 14.12.2000
Eine robuste Frau vom Lande, die sieben Kindern das Leben geschenkt hatte, rekelte sich faul im Bett.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 981
Er ist robust, einfach zu bedienen und weigert sich beharrlich, abzuschmieren oder zu trudeln.
P. M.: Peter Moosleitners interessantes Magazin, 1978, Nr. 12
Ihr Lächeln konnte man für das friedlich robuste Lächeln einer Bäuerin halten.
Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 163
Zitationshilfe
„robust“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/robust>, abgerufen am 21.11.2019.

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