rocken

Aussprache 
Worttrennung ro-cken
Wortbildung  mit ›rocken‹ als Erstglied: Rocker  ·  mit ›rocken‹ als Letztglied: abrocken
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
Rockmusik machen
b)
nach Rockmusik tanzen, sich im Rhythmus der Rockmusik bewegen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rocken m. senkrecht am Spinnrad angebrachter Stab, um den das zu Verspinnende (Hanf, Flachs) gewickelt wird, ahd. rocko (9. Jh.), mhd. rocke, mnd. rocken, mnl. rokke(n), nl. rokken, anord. rokkr, schwed. rock. Aus dem Germ. entlehnt sind aprov. roca, obital. rocca, span. rueca, port. roca, die in ihrer Verbreitung auf ein got. *rukka weisen (doch setzen die iberoroman. Formen als Vokal der Tonsilbe ein offenes o voraus, stellen sich lautlich also besser zum Westgerm.). Die weitere Herkunft von germ. *rukka- bzw. *rukkan- ist ungeklärt. Kaum zu folgen ist Pokorny 1, 874, der die oben genannten germ. Formen mit der unter Rock1 (s. d.) behandelten germ.-kelt. Wortgruppe unter einem Oberbegriff ‘Gespinst’ vereinigt. Vielleicht (vgl. de Vries Anord. 451) im Sinne von ‘Stock, Stab, um den der Flachs gewickelt wird’ zu verbinden mit (allerdings in seiner Herkunft ebenfalls schwierig zu bestimmendem) Reck (s. d.) im Hinblick auf eine Grundbedeutung ‘emporragen, Stange’?

Rock and Roll · rocken
Rock and Roll, verkürzend Rock ’n’ Roll, abgekürzt Rock2, aus den USA stammender, den Rhythmus betonender, stark synkopierter Musizierstil und Modetanz, Übernahme (50er Jahre 20. Jh.) von amerik.-engl. rock and roll, rock ’n’ roll, rock; vgl. engl. to rock ‘wiegen, schaukeln, schwanken, wanken’ (s. rücken) und to roll ‘rollen, wälzen’ (gleicher Herkunft wie rollen, s. d.). rocken Vb. ‘Rock and Roll spielen, tanzen’ (2. Hälfte 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
die Puppen zum Tanzen bringen · in Begeisterung versetzen  ●  (etwas) aufrollen  fig. · (im Sturm) einnehmen  fig. · (sich) holen  fig. · (etwas) rocken  ugs., jugendsprachlich, Hauptform
Synonymgruppe
(einer Sache) Herr werden · bewerkstelligen · bewältigen · meistern · schaffen · zu Wege bringen · zustande bringen · zuwege bringen  ●  (etwas) fertigbekommen  Hauptform · (einer Sache) beikommen  geh. · Wir werden das Kind schon schaukeln.  ugs., Spruch · auf die Beine stellen  ugs., fig. · auf die Kette kriegen  ugs. · auf die Reihe bekommen  ugs. · auf die Reihe bringen  ugs. · auf die Reihe kriegen  ugs. · deichseln  ugs. · fertig werden (mit)  ugs. · fertigkriegen  ugs. · gebacken bekommen  ugs. · gebacken kriegen  ugs. · getan kriegen  ugs. · hinbekommen  ugs. · hinkriegen  ugs. · packen  ugs. · rocken  ugs. · schultern  ugs., fig. · stemmen  ugs. · wuppen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›rocken‹ (berechnet)

Band Bühne Coverband Dj Domplatz Donots Düte Festzelt Final Förster Gmhütte Hippodrom Hütte Hüttenmarkt Hüttenstadt Kolpinghaus Mittelalter Olympiahalle Party Puhdys Rabe Rathausplatz Rosenhof Saal Scorpions Stadtpark Superstar Trio Wabe

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rocken‹.

Verwendungsbeispiele für ›rocken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dazu rockt die Band so giftig süß wie nie zuvor. [Die Zeit, 06.07.2007, Nr. 28]
Mittlerweile rockt er seit mehr als zwei Jahrzehnten durch die Welt. [Süddeutsche Zeitung, 30.11.2004]
Sie rockten uns, wie wir schon lange nicht mehr gerockt worden waren. [Süddeutsche Zeitung, 24.10.2003]
Nun rocke ich nicht mehr und du rockst auch nicht mehr. [Süddeutsche Zeitung, 07.01.2000]
Nun rocke ich nicht mehr und du rockst auch nicht mehr. [Süddeutsche Zeitung, 07.01.2000]
Zitationshilfe
„rocken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rocken>.

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