Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

romanesk

Grammatik Adjektiv
Worttrennung ro-ma-nesk
Wortzerlegung Roman -esk
Herkunft Französisch
eWDG

Bedeutung

veraltend wie ein Roman reich an Handlung und Ereignissen, abenteuerlich, phantastisch
Beispiele:
eine romaneske Liebe
der unrealistische, romaneske Ritter‑ und Schauerroman
Was heute als dramatisch gilt, ist das Abenteuer, ist die »packende Handlung«, ist, mit einem Worte, der romaneske Einschlag im Drama [ Th. Mann11,45]

Verwendungsbeispiele für ›romanesk‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Oder entspringt der leidenschaftliche Kuss, den Claude mit ihr tauscht, nur seiner romanesken Fantasie? [Die Zeit, 06.12.2012, Nr. 47]
In mancher Hinsicht nimmt das romaneske Frühwerk das ungleich bekanntere dramatische Spätwerk des ungarisch‑jüdischen Autors vorweg. [Süddeutsche Zeitung, 22.05.1999]
Beim Tod des Prinzen handelt es sich um die romaneske Schilderung anarchischer Abstrusitäten. [Süddeutsche Zeitung, 03.01.1998]
Obwohl ständig neue Figuren auftauchen und den Ruf nach einem Verzeichnis der Dramatis Personae provozieren, verschwinden sie nicht im romanesken Niemandsland. [Die Welt, 06.04.2002]
Rohmer kreiert ein scheinbar spontanes, brillant inszeniertes Filmuniversum ohne Stars, eine romaneske Architektur in frei tragenden Konstruktionen. [Die Welt, 22.04.2000]
Zitationshilfe
„romanesk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/romanesk>.

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