romanisieren

Worttrennungro-ma-ni-sie-ren (computergeneriert)
Wortzerlegungromanisch-isieren
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
veraltet römisch machen, dem Römischen Reich eingliedern
2.
bildungssprachlich romanisch machen; nach romanischer Art umgestalten
3.
Sprachwissenschaft in lateinische Schriftzeichen umsetzen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So ist Italien erschlossen und romanisiert worden, und so stand es prinzipiell auch um die Länder der westlichen Reichshälfte.
Heuß, Alfred: Das Zeitalter der Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 20599
Indem die Auxilien ihren ursprünglichen nationalen Charakter allmählich verloren, verschiedenartigen Ersatz in sich aufnahmen und sich romanisierten, nahmen sie auch römische Götter an.
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Zweiter Teil: Die Germanen, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1921], S. 29720
Wie die vorgeschobenen Teile der Franken schließlich romanisiert worden seien, so seien die östlich der heutigen Sprachgrenze zurückgebliebenen Romanen endlich deutsch geworden.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1940, S. 190
Die Römer gaben ihr Projekt, Norddeutschland zu romanisieren, endgültig auf.
o. A.: Wo hat Hermann die Römer geschlagen? In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]
Ebenso wie Germanen sich romanisierten, germanisierten sich Romanisierte wieder, nachdem die Völkerwanderung in Gang gekommen war.
Die Zeit, 07.10.1994, Nr. 41
Zitationshilfe
„romanisieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/romanisieren>, abgerufen am 16.02.2019.

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