rosé

GrammatikAdjektiv · indeklinabel
Aussprache
Worttrennungro-sé (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›rosé‹ als Erstglied: ↗Roséwein · ↗roséfarben
eWDG, 1974

Bedeutung

kräftig rosafarben
Beispiele:
ein rosé Unterrock
der Stoff ist rosé
eine Bluse in Rosé
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rosa · rosé
rosa Adj. ‘zartrot, blaßrot’. Zur Bezeichnung des der einheimischen wilden Rosenblüte (Hundsrose) entsprechenden Farbtones gelten mhd. rōse(n)var, rœselvar, rōsīn, rōse(n)rōt, rōsic (gebildet zu mhd. rōse, nhd.Rose, s. d.). Als die nachfolgenden nhd. Ausdrücke wie rosenfarb, rosenfarbig, rosenrot, rosig den zartroten Farbton nicht mehr zu treffen scheinen, wird (2. Hälfte 18. Jh.) der Blumenname lat. rosa ins Dt. aufgenommen. Er begegnet zuerst (wohl substantivisch) in Zusammensetzungen (Rosaband), danach folgt prädikative, in der Umgangssprache auch attributive Verwendung (rosa Kleid, rosaes Kleid, zur Tilgung des Hiatus rosanes Kleid). Übertragener Gebrauch begegnet in Wendungen wie rosa Zeiten ‘hoffnungsvolle Zeiten’, durch eine rosa Brille sehen ‘schönfärben, verklären’ (Anfang 20. Jh.). Zu weiterer Präzisierung der Farbbezeichnung dient rosé Adj. ‘blaßrot, zartrosa, rosig’, Entlehnung (20. Jh.) von gleichbed. frz. rosé, einer adjektivischen Ableitung von frz. rose f.

Thesaurus

Synonymgruppe
babyrosa · ↗blassrot · ↗fleischfarben · ↗mattrot · pastellrot · ↗pink · ↗rosa · ↗rosafarben · ↗rosarot · ↗rosig · ↗rosig · rosé · zartrot  ●  ↗schweinchenrosa  abwertend
Oberbegriffe
Assoziationen
  • in Lachs · ↗lachs · ↗lachsfarben · lachsfarbig · ↗lachsrosa · lachsrot
  • sozialistisch angehaucht  ●  Sozialismus light  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

bestellen gelb trinken weiß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rosé‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Rosé, das ist kein Stil, keine Qualität, noch nicht mal eine bestimmte Farbe.
Die Zeit, 21.04.2008, Nr. 18
Um ja nichts falsch zu machen, bestellen sie einen Rosé.
Bild, 13.05.2002
Nun, er kann rot oder weiß sein, ab und zu auch rosé, gelegentlich schäumend, manchmal ist er trocken und oft süß.
Die Welt, 25.09.1999
A. Rosé verpflichtete ihn bald nach der Gründung seines Quartettes als Bratschisten (1890).
Hellmann-Stojan, Hilde: Bachrich (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 8023
Die ersten zwei Gläser Rosé trinken sich immer wie Wasser.
Seghers, Anna: Transit, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1943], S. 111
Zitationshilfe
„rosé“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rosé>, abgerufen am 15.10.2019.

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