rosig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungro-sig (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
von zarter rosenroter Farbe
Beispiele:
ein rosiges Gesicht
rosige Haut, Hände, Fingernägel
die rosige Frische ihrer Wangen
ein rosiger Morgenhimmel
eine Menge rosiger Spanferkel
ein rosig glänzender Braten
rosig und gesund aussehen
rosig vom Schlaf
rosig wie eine Pfirsichblüte
2.
übertragen gut, schön, erfreulich
Beispiele:
die Zukunft in rosigem Licht sehen
sie hatte eine nicht gerade rosige Kindheit verlebt
jmdm. etw. in den rosigsten Farben schildern (= von der besten Seite her darstellen)
in rosiger Laune, Stimmung sein
umgangssprachlich die Lage sieht nicht gerade rosig aus
umgangssprachlich jmdm. geht es nicht rosig
umgangssprachlich stellen Sie sich das nicht zu rosig vor!
umgangssprachlich nach dem Unwetter sah es wenig rosig aus auf den Feldern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rose · rosig · Rosenkranz · Rosengarten · Rosenkohl
Rose f. in vielen Arten und Sorten kultivierter Zierstrauch mit bestachelten Zweigen sowie seine (meist duftende) vielblättrige Blüte, ahd. rōsa (9. Jh.), mhd. rōse, mnd. rōse, rūse, mnl. rōse, nl. roos, aengl. rōse, engl. rose (vgl. anord. rōs aus dem Aengl. oder Mnd.) sind Entlehnungen der Klostersprache (nach dem 6. Jh.) aus einem vlat. *rōsa, mit gedehntem ō aus lat. rosa, das sich seinerseits vielleicht in den in Italien gelegenen griechischen Kolonien über Zwischenstufen aus gleichbed. griech. rhódon (ῥόδον) entwickelt hat. Dessen ursprüngliche Form *Ϝρόδον ist wohl wie armen. vard ‘Rose’ aus altiran. *u̯ṛda- hervorgegangen. In übertragenem Sinne steht Rose für eine infektiöse Entzündung der Haut, motiviert durch rote Färbung (17. Jh., zuvor dafür Antoniusfeuer). Für ‘Geweihansatz’ ist Rose seit dem Ende des 17. Jhs. bezeugt. rosig Adj. ‘von zarter rosaroter Farbe’, übertragen ‘angenehm, hoffnungsvoll, schön’, mhd. rōsic, ahd. rōsag (11. Jh.). Rosenkranz m. Kette aus Perlen oder Kugeln unterschiedlicher Größe in der Abfolge bestimmter zu sprechender Gebete sowie die dafür festgelegte Gebetsreihe, Übersetzung (15. Jh., gleichsam ‘Rosengirlande, mit der man das Bildnis Mariens schmückt’, vgl. mhd. rōsenkranz ‘Kranz aus Rosen’) für gleichbed. kirchenlat. (mlat.) rosarium (lat. rosārium ‘Rosengarten, Rosenhecke’). Rosengarten m. ahd. rōsgarto, mhd. rōse(n)garte. Rosenkohl m. (um 1800, landschaftlich wohl älter), benannt nach den als Gemüse verwendeten rosenförmigen Blattachsenköpfchen.

Thesaurus

Synonymgruppe
rosig · ↗rötlich
Synonymgruppe
(ein) gutes Pflaster (journal.) · Erfolg bringend · Erfolg verheißend · ↗Erfolg versprechend · ↗aussichtsreich · ↗aussichtsvoll · ↗erfolgversprechend · glücksbringend · ↗hoffnungsvoll · ↗lohnend · ↗lohnenswert · mit Potenzial · ↗verheißungsvoll · ↗viel versprechend · ↗vielversprechend · ↗zielführend  ●  quotenträchtig (TV)  fachspr., Jargon · rosig  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
babyrosa · ↗blassrot · ↗fleischfarben · ↗mattrot · pastellrot · ↗pink · ↗rosa · ↗rosafarben · ↗rosarot · rosig · rosig · ↗rosé · zartrot  ●  ↗schweinchenrosa  abwertend
Oberbegriffe
Assoziationen
  • in Lachs · ↗lachs · ↗lachsfarben · lachsfarbig · ↗lachsrosa · lachsrot
  • sozialistisch angehaucht  ●  Sozialismus light  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausblick Ausgangslage Aussicht Backe Berufsaussicht Farbe Ferkel Gesichtsfarbe Haut Kindergesicht Konjunkturaussicht Licht Perspektiv Perspektive Schimmer Teint Wachstumsaussicht Wange Wirtschaftslage Zahnfleisch Zeiten Zukunft Zukunftsaussicht Zukunftsbild ausschauen aussehen eben gerade keineswegs weniger

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rosig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schließlich waren die letzten 39 Jahre auch nicht immer rosig.
Die Welt, 25.05.2005
Sie fällt, soviel läßt sich nach den ersten 25 Tagen schon sagen, nicht sonderlich rosig aus.
Der Tagesspiegel, 30.11.1998
Und 55, als ich eben aus der Schule kam, da war natürlich auch arbeitsmäßig nie alles so rosig.
Runge, Erika (Hg.), Bottroper Protokolle, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1968, S. 59
So rosig sieht es nicht aus, ich bin ziemlich machtlos.
Fritsch, Gerhard: Fasching, Hamburg: Rowohlt 1967, S. 172
Und heute war mein Befinden auch nicht gerade rosig aber doch schon etwas besser.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 14.10.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„rosig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rosig>, abgerufen am 15.10.2019.

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