rucken

GrammatikVerb
Worttrennungru-cken
Wortbildung mit ›rucken‹ als Letztglied: ↗anrucken
eWDG, 1974

Bedeutung

Rucke machen, sich mit einem Ruck, mit Rucken bewegen
Beispiele:
der Wagen, die Hand ruckt
Der Kopf ruckte und lag wieder still [RemarqueZeit zu leben22]
an etw. rucken
Beispiele:
jmd. ruckt an der klemmenden Tür
der Hund ruckt an der Leine
er ruckt mit den Schultern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ruck · rucken1 · anrucken · ruckeln · ruckweise
Ruck m. ‘durch einen plötzlichen Stoß, Zug ausgelöste schnelle, kurze Bewegung’. Die Substantive ahd. ruc (um 1000; vgl. auch framruc ‘Fortschritt’, 9. Jh.), mhd. ruc ‘schnelle Ortsveränderung, Fortbewegung’, mnd. ruck, nl. ruk, anord. rykkr, schwed. ryck, dän. ryk ‘Ruck’ gehören zu den unter ↗rücken (s. d.) behandelten Verben. Vgl. die Fügung in einem Ruck ‘plötzlich und ohne Halt’ (16. Jh.), heute häufig mit einem Ruck ‘auf einmal, plötzlich’, ferner die Wendung sich einen (inneren) Ruck geben ‘sich zusammenreißen, sich überwinden, etw. gegen seine Neigung zu tun’. Vom Substantiv neu abgeleitet ist rucken1 Vb. ‘Rucke machen, sich in kurzen Stößen, Schüben, Zügen fortbewegen’ (18. Jh.) und anrucken Vb. ‘mit einem Ruck, unvermittelt anfahren’ (19. Jh.). Dazu das landschaftlich, besonders nordd. und md. gebrauchte Iterativ ruckeln Vb. ‘leichte Rucke machen, sich stoß-, schubweise fortbewegen’. ruckweise Adv. ‘in Rucken, stoßweise’ (17. Jh.; anfangs auch mit Umlaut rückweise).

rucken2 · rucksen
rucken2, rucksen Vb. ‘gurren’ (von der Taube), mhd. ruckezen, nd. rukuken, lautmalend zur Wiedergabe des Taubenlauts rucku (15. Jh.), rucke di guck (Grimm, Aschenputtel).

Thesaurus

Synonymgruppe
balzen · ↗girren · ↗gockeln · ↗gurren · ↗kollern · rucken · ↗rucksen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bein Kopf Körper Schulter Stuhl Wagen Zug anrucken auf heftig her herum hin hoch plötzlich rucken vor vorwärts zerren zucken zurecht zurück zusammen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rucken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es "ruckt" immer noch nicht so recht durch dieses Land.
Die Welt, 27.03.1999
Dann, ruckten die Wagen wieder an, aber nur einige Meter weiter.
Die Zeit, 24.02.1947, Nr. 08
Die andern ruckten auch mit dem Kopf, das war ein allgemeines Kopfgerucke.
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 232
Er ruckte mit seinem frisierten Kopf wie ein schmucker Vogel auf einer Stange.
Seghers, Anna: Transit, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1943], S. 176
Verlagert man das Gewicht, ruckt das Gefährt in den Seilen und stürzt schließlich ab.
Der Tagesspiegel, 12.03.2004
Zitationshilfe
„rucken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rucken#1>, abgerufen am 17.02.2019.

Weitere Informationen …

rucken

GrammatikVerb
Worttrennungru-cken
eWDG, 1974

Bedeutung

gurren
Beispiel:
Auf dem Blumengitter ... ruckten die Tauben [LöscherAlles Getrennte30]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ruck · rucken1 · anrucken · ruckeln · ruckweise
Ruck m. ‘durch einen plötzlichen Stoß, Zug ausgelöste schnelle, kurze Bewegung’. Die Substantive ahd. ruc (um 1000; vgl. auch framruc ‘Fortschritt’, 9. Jh.), mhd. ruc ‘schnelle Ortsveränderung, Fortbewegung’, mnd. ruck, nl. ruk, anord. rykkr, schwed. ryck, dän. ryk ‘Ruck’ gehören zu den unter ↗rücken (s. d.) behandelten Verben. Vgl. die Fügung in einem Ruck ‘plötzlich und ohne Halt’ (16. Jh.), heute häufig mit einem Ruck ‘auf einmal, plötzlich’, ferner die Wendung sich einen (inneren) Ruck geben ‘sich zusammenreißen, sich überwinden, etw. gegen seine Neigung zu tun’. Vom Substantiv neu abgeleitet ist rucken1 Vb. ‘Rucke machen, sich in kurzen Stößen, Schüben, Zügen fortbewegen’ (18. Jh.) und anrucken Vb. ‘mit einem Ruck, unvermittelt anfahren’ (19. Jh.). Dazu das landschaftlich, besonders nordd. und md. gebrauchte Iterativ ruckeln Vb. ‘leichte Rucke machen, sich stoß-, schubweise fortbewegen’. ruckweise Adv. ‘in Rucken, stoßweise’ (17. Jh.; anfangs auch mit Umlaut rückweise).

rucken2 · rucksen
rucken2, rucksen Vb. ‘gurren’ (von der Taube), mhd. ruckezen, nd. rukuken, lautmalend zur Wiedergabe des Taubenlauts rucku (15. Jh.), rucke di guck (Grimm, Aschenputtel).

Thesaurus

Synonymgruppe
balzen · ↗girren · ↗gockeln · ↗gurren · ↗kollern · rucken · ↗rucksen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bein Kopf Körper Schulter Stuhl Wagen Zug anrucken auf heftig her herum hin hoch plötzlich rucken vor vorwärts zerren zucken zurecht zurück zusammen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›rucken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es "ruckt" immer noch nicht so recht durch dieses Land.
Die Welt, 27.03.1999
Dann, ruckten die Wagen wieder an, aber nur einige Meter weiter.
Die Zeit, 24.02.1947, Nr. 08
Die andern ruckten auch mit dem Kopf, das war ein allgemeines Kopfgerucke.
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 232
Er ruckte mit seinem frisierten Kopf wie ein schmucker Vogel auf einer Stange.
Seghers, Anna: Transit, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1943], S. 176
Das Steuer bockte und ruckte so wild unter seinen Händen, daß Warstein seine ganze Kraft aufbieten mußte, um es überhaupt festzuhalten.
Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 429
Zitationshilfe
„rucken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/rucken#2>, abgerufen am 17.02.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
ruckeln
ruckelfrei
Rückeinfuhr
ruckedigu
rückdrehend
Rücken schwimmen
Rückenausschnitt
Rückenbeschwerden
Rückenborste
Rückenbreite