sägen
GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungsä-gen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›sägen‹ als Erstglied: ↗Sägemesser · ↗Sägerei
 ·  mit ›sägen‹ als Letztglied: ↗absägen · ↗ansägen · ↗aussägen · ↗durchsägen · ↗einsägen · ↗umsägen
 ·  mit ›sägen‹ als Grundform: ↗gesägt
eWDG, 1974

Bedeutung

etw. mit einer Säge zerschneiden, zerkleinern
Beispiele:
er hat den ganzen Tag (Holz) gesägt
sie sägten Bretter, Balken
diese Baumstämme müssen noch gesägt werden
bildlich
Beispiele:
der Fluss hat sich im Laufe der Jahrtausende eine 50 Meter breite Schlucht in die Felsen gesägt (= eingeschnitten)
er hat wieder die ganze Nacht gesägt (= geschnarcht) salopp, scherzhaft
er sägt auf der Geige (= spielt klanglich schlecht) salopp, scherzhaft
als der Mann, der die Baßgeige hielt, mit neuer Hingabe über seine dicken Saiten sägte [FrischBin116] salopp, scherzhaft
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Säge · sägen · Sägemehl · Sägemühle
Säge f. aus einem scharfgezackten Stahlband bestehendes Schneidwerkzeug, ahd. sega (9. Jh.), mhd. sege, asächs. sega, mnl. sēghe (germ. *segō-) stehen im Ablaut zu gleichbed. ahd. saga (9. Jh.), mhd. sage, mnd. sāge, mnl. sāghe, nl. zaag, aengl. sagu, saga, engl. saw, anord. sǫg, schwed. såg (germ *sagō-). Diese führen mit lat. secāre ‘(ab)schneiden, mähen’, lat. secūris ‘Axt’, sīgnum ‘(Kenn)zeichen’ (eigentl. ‘Eingeschnittenes, Eingekerbtes’), mir. tescaid ‘schneidet, beißt’, aslaw. sěšti ‘hauen’, russ. seč’ (сечь) ‘hauen, hacken, peitschen’, alit. įsė́kti ‘eingraben, schneiden’ sowie mit den unter ↗Segel und ↗Sense (s. d.) genannten Formen und dem zweiten Bestandteil von ↗Messer (s. d.) auf die Verbalwurzel ie. *sē̌k- ‘schneiden’. sägen Vb. ‘mit der Säge abschneiden’, ahd. segōn (9. Jh.), mhd. segen; vgl. daneben ablautendes ahd. sagōn (9. Jh.), mhd. sagen. Sägemehl n. ‘beim Sägen entstehender mehlartiger Holzstaub’ (15. Jh.). Sägemühle f. ‘Sägewerk’, mhd. segemül.

Thesaurus

Synonymgruppe
schnarchen  ●  einen ganzen Wald durchsägen  fig. · einen ganzen Wald zersägen  fig. · ↗gurgeln  ugs. · ↗ratzen  ugs.
Assoziationen
  • ruhen · ↗schlummern  ●  ↗schlafen  Hauptform · (sich) in Morpheus' Armen wiegen  geh. · Bubu machen  ugs., Kindersprache · an der Matratze horchen  ugs. · ↗dösen  ugs. · in Morpheus' Armen liegen  geh. · in Morpheus' Armen ruhen  geh. · ↗knacken  ugs. · ↗koksen  ugs. · ↗pennen  ugs., salopp · ↗pofen  ugs., salopp · ↗ratzen  ugs. · ↗schnarchen  ugs.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ast Nerven Stuhl Säge Thron Zikaden absägt ansägt aufsägen aussägen bohren durchsägten einsägt feilen fräsen gehämmert geleimt geschliffen geschraubt hackt heraussägt herumsägt hobeln löten nageln schweißen sägen um umsägen zurecht

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DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf dem Land gibt es offenbar immer was zu sägen.
Die Zeit, 14.10.2004, Nr. 43
Dann bindet man ihn an und sägt mit großer Geschwindigkeit den Baum um.
Süddeutsche Zeitung, 17.10.1998
Mit vierzehn Jahren habe ich das Holz für diese Häuser gesägt.
Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 953
Und er klopft und sägt und mahlt nicht selbst, «sagte sie amüsiert.
Boy-Ed, Ida: Vor der Ehe. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 3011
Den ganzen Vormittag wird auf dem Boot gehämmert, genagelt, gesägt, kommandiert.
Traven, B.: Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 123
Zitationshilfe
„sägen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/sägen>, abgerufen am 22.10.2017.

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