Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

süffisant

Grammatik Adjektiv
Aussprache  [zʏfiˈzant]
Worttrennung süf-fi-sant
formal verwandt mitSüffisanz
Wortbildung  formal verwandt mit: Süffisanz
Herkunft aus gleichbedeutend suffisantfrz
eWDG

Bedeutung

gehoben, abwertend herablassend und selbstgefällig
Beispiele:
ein süffisanter Mensch
ein süffisantes Lächeln
mit süffisanter Miene etw. sagen, jmdn. belehren wollen
es habe etwas von einem süffisanten Besserwisser in ihm gesteckt [ Bergengr.Rittmeisterin352]
Das süffisante Gesicht dieses Herrn Gamalski kam mir eben nicht geheuer vor [ RauchfußLämmer59]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

süffisant · Süffisance
süffisant Adj. ‘selbstgefällig, aufreizend, arrogant, dünkelhaft’ (2. Hälfte 18. Jh.; vgl. die Fügungen süffisantes Lächeln, süffisante Miene), zuvor ‘ausreichend, fähig, geschickt’ (1. Hälfte 17. Jh.), Entlehnung von frz. suffisant in beiden Verwendungen, hervorgegangen aus afrz. sofisant ‘befriedigt, genügend, angemessen, recht’ (mfrz. suffisant auch ‘fähig, vornehm’), Part.adj. von afrz. sofire, frz. suffire ‘ausreichend sein, genügen’, aus gleichbed. lat. sufficere, eigentlich ‘etw. daruntertun, unterbauen, nachfügen’ (vgl. lat. facere ‘machen, tun’ und s. sub-). Süffisance f. ‘Dünkel, Herablassung, Selbstgefälligkeit’ (2. Hälfte 18. Jh.), vorher ‘Fähigkeit’ (um 1700), mfrz. frz. suffisance.

Thesaurus

Synonymgruppe
genüsslich · süffisant
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›süffisant‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›süffisant‹.

Verwendungsbeispiele für ›süffisant‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier hat er nicht viel mehr zu tun als süffisant zu lächeln. [Der Tagesspiegel, 03.05.2000]
Nichts von allem habe seine Schwester gekonnt, bemerkt er nach ihrem Tod süffisant. [Süddeutsche Zeitung, 19.03.2002]
Seine süffisante Miene hätte genügt, die Phantasie aller Witzblattzeichner zu beflügeln. [Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 924]
Wahrscheinlich verbarg sich hinter dem "Verdrängen" häufig kaum mehr als ein renitentes bis süffisantes Schweigen. [Süddeutsche Zeitung, 11.09.1999]
Das Tabu‑Thema, bis dahin meist als "Liebe im Büro" süffisant verharmlost, deckte deutlich Merkmale einer Macho‑Gesellschaft auf. [Der Spiegel, 16.01.1989]
Zitationshilfe
„süffisant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/s%C3%BCffisant>.

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