schäkern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschä-kern
Wortbildung mit ›schäkern‹ als Erstglied: ↗Schäkerei  ·  mit ›schäkern‹ als Letztglied: ↗herumschäkern
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich, scherzhaft mit jmdm. schäkern
a)
mit jmdm. neckischen Spaß treiben, scherzen
Beispiele:
das kleine Mädchen schäkert mit der Mutter, den Gästen
mit einem Kind schäkern
Der Bruder zog sie schäkernd am langen Zopf [ViebigSchlafendes Heer109]
b)
mit jmdm. flirten
Beispiele:
die jungen Mädchen schäkern mit ihren Kavalieren, den Soldaten
[er ging auf das Postamt] um mit der Postjule ein wenig zu schäkern und zu schwätzen [U. BecherMänner47]
der Mann, den Alexander hinter den Büschen mit einer Frau schäkern hörte [WeiskopfAbschied v. Frieden1,460]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schäker · schäkern
Schäker m. ‘wer Späße macht, scherzt, flirtet’, schäkern Vb. ‘Späße treiben, scherzen, kosen, flirten’ (18. Jh., anfangs auch scheckern, tscheckern, tschäckern). Herkunft ungeklärt. Herleitungsversuche aus jidd. chek, hebr. ḥēq ‘Busen, Innerstes (als Sitz der Wünsche), weiblicher Schoß’ oder aus jidd. schakron, schakren ‘Lügner’, hebr. šaqar ‘lügen’ bleiben zweifelhaft.

Thesaurus

Synonymgruppe
bebalzen · beturteln · ↗herumschäkern · herumturteln · ↗kokettieren · ↗liebäugeln · schäkern · ↗turteln  ●  ↗flirten  Hauptform · ↗poussieren  veraltet · ↗scharmutzieren  veraltend · ↗tändeln  veraltend · herummachen mit  ugs. · ↗liebeln  ugs. · rummachen mit  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dame Mädchen Publikum flirten gern lachen miteinander scherzen tanzen trinken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schäkern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er flachst mit Spielern, kickt aufs Tor, schäkert mit Journalisten.
Die Welt, 08.09.2005
Vogt beobachtete alles gewissenhaft, aber er ließ die jungen Spieler auch schäkern.
Süddeutsche Zeitung, 11.11.2003
Der Major hörte sie nebenan rumoren und mit der Zofe schäkern.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 365
Als die Menge sich zerstreut hat, tritt das Mägdlein auf den Söller ihres Hauses und schäkert mit dem verliebten Kunrad.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 455
Nicht lange, und es schnippte, pfiff, schäkerte und jauchzte überall aus den Pferdeställen, dem Milchkeller, der Siedekammer, unterm Schuppen und im Flur.
Stehr, Hermann: Der Heiligenhof, München: List 1952 [1918], S. 138
Zitationshilfe
„schäkern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schäkern>, abgerufen am 15.10.2018.

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