schätzbar

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungschätz-bar (computergeneriert)
Wortzerlegungschätzen-bar
Wortbildung mit ›schätzbar‹ als Erstglied: ↗Schätzbarkeit  ·  mit ›schätzbar‹ als Letztglied: ↗unschätzbar
eWDG, 1974

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von schätzen (Lesart 1 u. 2)
Beispiele:
ein schätzbarer Wert
eine schätzbare Größe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schatz · schatzen · schätzen · schätzbar · unschätzbar · Schätzung
Schatz m. ‘angehäufte Kostbarkeiten (besonders Schmuck, Edelsteine, Geld), Wertgegenstände, Reichtümer (vgl. Kunst-, Bodenschätze), geachtete, geliebte Person’, ahd. scaz ‘Münze, Geld, Reichtum’ (8. Jh.), mhd. scha(t)z ‘verarbeitetes Edelmetall, Geld und Gut, Reichtum, Tribut, Steuer, Wert, Preis’, asächs. skatt, mnd. schat, mnl. scat, nl. schat, aengl. sceatt, anord. skattr ‘Steuer, Schatz’, schwed. skatt, got. skatts ‘Münze, Geld’, afries. sket, schet, schat ‘Geld, Vieh’ (germ. *skatta-) haben keine außergerm. Verwandten und sind etymologisch ungeklärt. Die wohl älteste, im Afries. bezeugte Bedeutung ‘Vieh’ findet sich wieder in wahrscheinlich aus dem Germ. entlehntem aslaw. skotъ ‘Vieh, Haustier’, russ. skot (скот) ‘Vieh’, so daß man eine Entwicklung von ‘Vieh’ als Zeichen des Reichtums zu ‘Geld, Besitz’ annehmen kann (vgl. dazu lat. pecū ‘Vieh’ und pecūnia ‘Vermögen, Geld’, s. ↗Vieh und die dort dargestellte Entwicklung im Germ.). de Vries Nl. 609 f. (wo zahlreiche, letztlich nicht befriedigende Herleitungsversuche angeführt werden) erwägt, da Bedeutungen wie ‘Zins, Steuer’ dem Germ. fremde Begriffe seien, Rückführung der Formen auf ein östliches Wanderwort. Im 13. Jh. steht Schatz im Sinne von ‘niedergelegter, angehäufter Reichtum’ neben ↗Hort (s. d.) und wird im 15. Jh. Bezeichnung für ‘das Liebste, das größte Glück, den liebsten Menschen’. schatzen Vb. ‘Reichtümer ansammeln’ (bis ins 17. Jh.), ahd. scazzōn (9. Jh.), mhd. schatzen; die daneben im Mhd. bezeugte Bedeutung ‘besteuern, mit einer Abgabe belegen’ lebt weiter in dem Denominativum ↗brandschatzen (s. d.). schätzen Vb. ‘den Wert (eines Vermögens) beurteilen, taxieren, vermuten’, übertragen ‘achten, verehren’, mhd. schetzen ‘Geld abnehmen, besteuern, Lösegeld auferlegen, nach Wert oder Zahl veranschlagen, glauben, meinen’. schätzbar Adj. ‘so beschaffen, daß der Wert bestimmt, daß taxiert werden kann’ (17. Jh.); vgl. vom Substantiv abgeleitetes spätmhd. schazbære ‘kostbar’. unschätzbar Adj. ‘nicht taxierbar’ (17. Jh.), ‘sehr kostbar, außerordentlich wertvoll’ (16. Jh., besonders geläufig seit dem 18. Jh.). Schätzung f. ‘ungefähre Berechnung, Taxierung, Verehrung, Achtung’, mhd. schatzunge, schetzunge ‘Besteuerung, Taxierung’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

kaum

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schätzbar‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Geld brauchen sie keines, und der Wert der bisher unbekannten Werke sei ohnehin nicht schätzbar.
Süddeutsche Zeitung, 08.07.1999
Anscheinend war es ihnen angenehm, dieses schätzbare Recht auch stets vor Augen zu haben.
Brief von Arthur Groeben vom 19.03.1915. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1915], S. 78
Gewiß ist eine nicht schätzbare Anzahl von Hindus missionarisch bekehrt worden und aus Überzeugung zum Islam übergetreten.
Härtel, Herbert: Indien. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1965], S. 22852
Kann der Herzog ihm weit schätzbarer sein als die Eltern?
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 29
Der ideelle Wert ist beträchtlich und eigentlich nicht schätzbar; der Silberpreis wechselt halt mit den üblichen Börsenstimmungen.
Die Welt, 09.02.2000
Zitationshilfe
„schätzbar“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schätzbar>, abgerufen am 19.02.2019.

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