schachern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungscha-chern
Wortbildung mit ›schachern‹ als Erstglied: ↗Schacherei  ·  mit ›schachern‹ als Letztglied: ↗abschachern
eWDG, 1974

Bedeutung

abwertend sehr feilschen, Schacher treiben
Beispiele:
Überall in den Ruinen wurde geschachert und getauscht [BredelEnkel621]
Wenn wir den Dollarkurs im voraus wüßten, säßen wir nicht hier und schacherten um Grabsteine mit Ihnen [RemarqueSchwarzer Obelisk396]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schachern · Schacher
schachern Vb. ‘handeln, feilschen’ geht aus dem Rotw. in die Allgemeinsprache über (17. Jh.). Zugrunde liegt jidd. sachern, sochern ‘handeln, Handel treiben’, das wohl aus hebr. sāḥar ‘in Handelsgeschäften reisen’, saḥar ‘Erwerb, Gewinn’ hervorgegangen ist. Schacher m. ‘gewinnsüchtiger Kleinhandel’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
feilschen · ↗handeln · schachern  ●  feilschen wie ein Teppichhändler  ugs. · feilschen wie im türkischen Basar  ugs., variabel
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kulisse Post Teilaspekt feilschen zuschachern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schachern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schon vor der gestrigen Wahl aber schacherten die Liberalen intern um Posten.
Die Welt, 23.05.2005
Die halbe Welt schachert um die Pipelines für das Öl vom Kaspischen Meer.
Die Zeit, 18.07.1997, Nr. 30
Früher hatte man es eher mit neutralen Fragen zu tun und immer noch wird in der WTO viel geschachert.
Süddeutsche Zeitung, 10.03.2003
In seinem kleinen Büro wird dann geschachert und gehandelt, bis man sich endlich geeinigt hat.
Der Tagesspiegel, 01.11.2001
Zitationshilfe
„schachern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schachern>, abgerufen am 13.12.2019.

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