schalen

Worttrennungscha-len
Wortbildung mit ›schalen‹ als Erstglied: ↗Schalbrett · ↗Schalholz · ↗Schalung
 ·  mit ›schalen‹ als Letztglied: ↗ausschalen · ↗einschalen
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Bauwesen eine (Ver)schalung anfertigen, aufbauen; verschalen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schale1 · Schalenwild · schalen · verschalen · schälen
Schale1 f. ‘umschließende Hülle, Hülse’, ahd. -scala (oder -scāla?, in aostorscala ‘Austernschale’, s. ↗Auster), mhd. schal(e) (aber auch schāl(e), beeinflußt vom Nd. bzw. von ↗Schale?), mnd. schāle, mnl. scāle, nl. schaal, aengl. sc(e)alu (engl. shale ‘Schieferton’) setzen germ. *skalō, mnd. schelle, schille, mnl. scelle, scille, nl. schel, schil ‘Hülse, Schale, Schuppe’ (s. ↗Schellfisch), aengl. (angl.) scell, (westsächs.) sciell, engl. shell ‘Hülle, Hülse, Muschel(schale)’, anord. skel, norw. skjel ‘Schale’, got. skalja ‘Ziegel’ dagegen germ. *skaljō ‘Umhüllung’ voraus. Verwandt sind die unter ↗Schale (s. d.) genannten Wortformen sowie außergerm. aind. kalā́ ‘kleiner Teil, ein Sechzehntel’, griech. skállein (σκάλλειν) ‘scharren, hacken’, russ.-kslaw. skolьka, russ. (älter) skól’ka (сколька) ‘Muschel’, wohl auch (ohne s-Anlaut) russ. kolót’ (колоть) ‘stechen, spalten, hacken’, lit. skélti ‘spalten’, so daß von einer Wurzel ie. *(s)kel- ‘schneiden’ (wozu auch ↗halb, ↗Schild, ↗verschleißen, ↗Scholle, ↗Scholle, s. d.) auszugehen ist. Schalenwild n. Bezeichnung für Edel-, Dam-, Reh-, Schwarz-, Gems- und Steinwild in der Jägersprache (Ende 19. Jh.), zu Schale ‘hornige Umhüllung der Hufe (Klauen) des genannten Wildes’ (18. Jh.). schalen Vb. ‘mit einer Schale oder Schalbrettern versehen’ (17. Jh.), auch verschalen (17. Jh.). schälen Vb. ‘von der Schale befreien’, ahd. skel(l)en (um 800), mhd. scheln ‘abstreifen, schälen, sondern, trennen’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ampel Annonce Anzeige Durchzug Fernseher Parameter Rot Spot Stellenanzeige Terminalemulation Terminalprogramm abschalen anschalen ausschalen automatisch durchschalen ein einschalen freischalen herschalen herunterschalen runterschalen um umschalen walten wegschalen weiterschalen zurückschalen zusammenschalen zuschalen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schalen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn mir im Fernsehen einer auf den Wecker geht, schalt ich ab.
Süddeutsche Zeitung, 11.01.2002
Er wurde verdrießlich und schalt über das elende Leben und daß ihm keine Freude gegönnt sei.
Die Zeit, 21.10.1988, Nr. 43
Er schalt sie, daß sie bei ihrem unvernünftigen Lebenswandel gar nicht erwarten dürften, ein gesundes Kind zu haben.
Schücking, Beate: Wir machen unsere Kinder krank, München: List 1971, S. 8
Doch als ihm seine Gedanken bewußt wurden, schalt er mit sich.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 356
Man schalt auf den Staat, der so etwas zuließ, und staunte, daß dergleichen überhaupt geschehen konnte.
Nossack, Hans Erich: Nekyia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1961 [1947], S. 39
Zitationshilfe
„schalen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schalen>, abgerufen am 24.08.2019.

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