scheffeln
GrammatikVerb
Worttrennungschef-feln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›scheffeln‹ als Letztglied: ↗einscheffeln
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp, abwertend Geld, Reichtümer in großen Mengen einnehmen, zusammenraffen, aufhäufen
Beispiele:
er hat mit seiner Erfindung eine Menge Geld gescheffelt
Geld, Reichtümer scheffeln
der Schlagersänger scheffelte pro Abend 1000 Dollar
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Scheffel · scheffeln
Scheffel m. ‘hölzernes Gefäß, Hohlmaß für Getreide’, ahd. skeffil (8. Jh.), mhd. scheffel, schepfel, asächs. skepil, mnd. schēpel, mnl. scēpel, nl. schepel stellt sich als Bildung mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen germ. -ila- zu ie. *skā̌b(h)- ‘schnitzend gestalten’, einer Variante der unter ↗schaben und ↗schaffen (s. d.) genannten Wurzel ie. *(s)kē̌p-, *(s)kō̌p-, *(s)kā̌p- ‘mit scharfem Werkzeug schneiden, spalten’. Redensartlich sein Licht (nicht) unter den Scheffel stellen ‘Wissen und Können (nicht) aus Bescheidenheit verbergen’ (16. Jh., nach Matth. 5, 15f.), das Geld mit Scheffeln messen ‘sehr reich sein’ (19. Jh.). scheffeln Vb. ‘Scheffel füllen’ (17. Jh.). Redensartlich Geld scheffeln ‘Geld in großer Menge einnehmen und anhäufen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(Gewinn) einstecken · ↗einheimsen · ↗einkassieren · ↗einnehmen · ↗einstreichen · ↗kassieren  ●  ↗(Geld) scheffeln  ugs. · Kasse machen  ugs. · ↗abräumen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
anhäufen · ↗horten · ↗sammeln  ●  ↗äufnen  schweiz. · ↗raffen  ugs. · ↗zusammenkriegen  ugs.
Unterbegriffe
  • Philokartie · Postkartenkunde · das Sammeln von Postkarten
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Champions League Dollar Geld Gewinne Kassen Kohle Medaillen Milliarden Milliardengewinne Millionen Reichtum Rekordgewinne Taschen UEFA-Cup Vermögen weiter

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DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber natürlich werden wir damit Geld scheffeln, denn darin sind wir gut.
Süddeutsche Zeitung, 20.02.2001
Doch für »fast alle« war das Geld unsichtbar, sie scheffelten es nicht, sie verloren es.
Die Zeit, 16.09.1999, Nr. 38
Ich hatte immer gehofft, dass es Spieler gibt, die Ideale haben, nicht nur Millionen scheffeln wollen.
Bild, 04.05.2000
Er bewirtschaftet seine paar Morgen, hält sich sein Kleinvieh, schuftet den ganzen Tag und scheffelt das Geld.
Tucholsky, Kurt: Die Geschäftsreisenden. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1922]
Eine US-Gesellschaft scheffelt in der angolanischen Enklave Cabinda Öl und Profit.
o. A.: Nebenfronten von gewaltigem Interesse. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1988]
Zitationshilfe
„scheffeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/scheffeln>, abgerufen am 20.09.2017.

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