schicken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschi-cken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›schicken‹ als Erstglied: ↗Schickung2  ·  mit ›schicken‹ als Letztglied: ↗abschicken · ↗ausschicken · ↗davonschicken · ↗einschicken · ↗entgegenschicken · ↗fortschicken · ↗heimschicken · ↗heraufschicken · ↗herausschicken · ↗hereinschicken · ↗herschicken · ↗herumschicken · ↗herunterschicken · ↗herüberschicken · ↗hinaufschicken · ↗hineinschicken · ↗hinschicken · ↗hinterherschicken · ↗hinunterschicken · ↗hinüberschicken · ↗hochschicken · ↗losschicken · ↗mitschicken · ↗nachschicken · ↗rüberschicken · ↗vorausschicken · ↗vorbeischicken · ↗vorschicken · ↗wegschicken · ↗weiterschicken · ↗zurückschicken · ↗zuschicken · ↗überschicken
 ·  mit ›schicken‹ als Grundform: ↗beschicken · ↗verschicken
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
etw. an einen anderen Ort, zu jmdm. bringen oder befördern lassen, senden
Beispiele:
jmdm., an jmdn. Geld, einen Bericht, Brief, Gruß, eine Ansichtskarte, Nachricht, ein Lebenszeichen, Manuskript, Paket, Telegramm schicken
etw. an eine Adresse schicken
einen Brief nach Hause schicken
umgangssprachlich etw. geschickt kriegen
sie schickten dem Kranken Früchte und Wein
sie hatten ihr durch die, per Post, durch einen Boten ein schönes Geschenk geschickt
schicken Sie mir doch ein paar Zeilen aus dem Urlaub!
(jmdm.) eine Vorladung schicken
das Kaufhaus hat uns die Waren ins Haus geschickt
sie hat ihre Gedichte an eine Zeitung geschickt
bildlich
Beispiele:
jmdm. einen fragenden, vorwurfsvollen Blick schicken
Elektrotechnik Strom durch Wasser, eine Leitung schicken
2.
jmdn. mit einer bestimmten Absicht veranlassen, sich an einen anderen, bestimmten Ort, zu jmdm. zu begeben
Beispiele:
jmdn., seinen Sohn, einen Boten, eine Abordnung, den Gerichtsvollzieher zu jmdm. schicken
haben Sie jmdn. zum Schicken?
meistens schickte ihn seine Mutter
sie schickten einen Maurer, der die Schäden rasch beseitigte
die Kinder einkaufen, Pilze suchen, schlafen, ins Bett, auf den Spielplatz, aus dem Zimmer, nach Hause schicken
übers Wochenende schickten sie ihre Kinder zu den Großeltern, aufs Land
jmdn. auf, zur Erholung, Kur schicken
eine Kundin in die Kabine schicken
jmdn. auf die Suche, den Weg schicken
jmdn. auf Reisen schicken
salopp jmdm. jmdn. auf den Hals schicken
da haben sie mich doch bestimmt wieder falsch geschickt [FalladaWolf2,211]
jmdn. nach jmdm., um jmdn., etw. schickenjmdn. beauftragen, jmdn., etw. zu holen
Beispiele:
nach einem, um einen Arzt, um Auskunft schicken
Es war fast sieben Uhr, als er bat, nach seinem Wagen zu schicken [Th. MannKönigl. Hoheit7,240]
bildlich
Beispiel:
Und ein Faustschlag schickt ihn zu Boden [FalladaJeder stirbt367]
übertragen
Beispiele:
umgangssprachlich jmdn. in den April schicken (= jmdn. zum besten halten)
salopp jmdn. zum Teufel schicken (= jmdn. wegjagen, verwünschen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schicken · anschicken · Schicksal
schicken Vb. ‘senden’, reflexiv ‘sich fügen, einrichten, abfinden, geziemen’. Das nur im Dt. (seit dem 12. Jh.) und Nl. belegte Verb mhd. schicken ‘machen, daß etw. geschieht, bewirken, ausrichten, gestalten, (an)ordnen, zurechtlegen, bereiten, rüsten, zuwenden, verschaffen, bewegen, richten, abordnen, senden’, mnd. schicken, mnl. scicken, nl. schikken ist wohl eine kausative Bildung (‘jmdn., etw. schnell fortgehen machen’) zu dem in ahd. skehan ‘umherstreifen, eilen’, mhd. schehen ‘jagen, rennen, eilen’ (s. ↗geschehen) vorliegenden Verb. Die im Mhd. entwickelte Bedeutungsvielfalt ist im Nhd. erheblich reduziert; vorherrschend wird der Gebrauch im Sinne von ‘senden’ (seit dem 16. Jh.). anschicken Vb. reflexiv ‘sich vorbereiten, daranmachen’ (15. Jh.), in älterer Sprache (bis ins 18. Jh.) auch transitiv ‘anordnen, anweisen, vorbereiten’. Schicksal n. ‘Gesamtheit dessen, was dem Menschen widerfährt, Fügung, Los, Geschick’ (18. Jh.), Schicksel (17. Jh.), Übernahme von nl. (älter) schicksel (für lat. apparātus, ōrdo, dispositio, fātum); 1644 von dem Oberdeutschen M. Zeiller als nl. bezeichnet und als Entsprechung für dt. Geschick empfunden. Zur Bildungsweise s. ↗-sal, ↗-sel. Häufig wird Schicksal personifiziert gebraucht sowie (in christlicher Vorstellung) als ‘von Gott Geschicktes’ verstanden.

Thesaurus

Synonymgruppe
abkommandieren (meist milit.) · ↗abordnen · ↗aussenden · ↗beordern · ↗delegieren · ↗deputieren · ↗entsenden · ↗fortschicken · schicken · ↗wegschicken
Synonymgruppe
entsenden · schicken · ↗senden
Oberbegriffe
Geografie
Synonymgruppe
leiten · ↗navigieren · routen · schicken · ↗senden · ↗übermitteln · ↗übertragen
Synonymgruppe
(klaglos) über sich ergehen lassen · (sich) (notgedrungen) arrangieren mit · (sich) abfinden (mit) · (sich) bescheiden (mit) · (sich) ergeben in · ↗(sich) fügen · (sich) in sein Schicksal ergeben · (sich) kleiner setzen · ↗ertragen · ↗hinnehmen  ●  (sich) schicken (in)  veraltet · ↗(sich) dareinfinden  geh., veraltet · keinen Aufstand machen  ugs. · ↗schlucken  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (etwas) nehmen, wie es kommt  ●  gleichmütig hinnehmen  Hauptform · (ein) Gemüt wie eine Brummfliege haben  ugs. · (etwas) nehmen, wie die Kuh das Gras frisst  ugs.
  • (sich) aussöhnen (mit) · (sich) nicht länger auflehnen (gegen) · seinen Frieden machen mit
  • (das ist) der Lauf der Welt · (das) ist einfach so · nicht zu ändern sein · so ist das Leben (eben) · so ist das nun mal · so ist nun mal das Leben · so läuft das heute  ●  (das) ist halt so  ugs. · (es) ist nun mal so  ugs. · Et kütt wie et kütt.  ugs., kölsch · c'est la vie  ugs., franz. · da kann man (eh) nichts machen  ugs. · da machste nix (dran)  ugs. · es ist, wie es ist  ugs. · ist doch so!  ugs. · ist so!  ugs. · kann passieren  ugs.
  • dem freien Spiel der Kräfte überlassen · den Dingen ihren Lauf lassen · ↗hinnehmen · nicht eingreifen  ●  geschehen lassen  Hauptform
  • Harmlosigkeit · ↗Unbedenklichkeit · ↗Ungefährlichkeit · ↗Unschädlichkeit
  • (jemandem) geschehen · ↗(jemanden) befallen · ↗(jemanden) ereilen · ↗durchleben · ↗durchleiden · ↗durchstehen · ↗erleben · ↗erleiden · ↗hereinbrechen (über)  ●  ↗durchmachen  ugs. · ↗mitmachen  ugs.
  • (sich etwas) bieten lassen · (sich etwas) gefallen lassen · (sich) nicht wehren (gegen) · (sich) nicht widersetzen · Nachsicht üben · ↗dulden · ↗einstecken · ↗erdulden · ↗ertragen · ↗hinnehmen · in Kauf nehmen · ↗leisetreten · nicht protestieren · ↗schlucken · ↗stillhalten · ↗tolerieren · ↗verschmerzen  ●  (die) Füße stillhalten  ugs., fig. · ↗konnivieren  geh.
  • bewältigen · fertigwerden mit · hinwegkommen über · ↗verkraften · ↗verschmerzen · ↗verwinden · ↗überwinden  ●  nicht verknusen können (regional, nur negativ)  ugs. · ↗wegstecken  ugs.
  • (seinen) Widerstand aufgeben · ↗(sich) abfinden · keine (weiteren) Einwände erheben  ●  (zu allem) Ja und Amen sagen  ugs.
  • (sich) begnügen · (sich) bescheiden (mit) · ↗(sich) zufriedengeben · ↗vorliebnehmen (mit) · zufrieden sein (müssen)  ●  ↗fürliebnehmen  veraltet
  • Abstriche machen  ●  (den) Gürtel enger schnallen  fig. · ↗(sich) einschränken  Hauptform · (die) Ansprüche zurückschrauben  ugs. · (seine) Ansprüche herunterschrauben  ugs. · (sich) kleiner setzen  ugs. · kürzertreten  ugs., fig.
  • (auch) gegen ihren Willen · (auch) gegen seinen Willen · ↗gezwungenermaßen · ↗notgedrungen · ob jemand will oder nicht · ↗unfreiwillig · wider Willen · ↗widerwillig · wohl oder übel · ↗zwangsläufig · ↗zwangsweise  ●  schweren Herzens  fig. · (eine / diese) Kröte schlucken (müssen)  ugs., fig. · (eine / diese) bittere Pille schlucken (müssen)  ugs., fig. · der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe (geflügeltes Wort)  geh. · in den sauren Apfel beißen (müssen und)  ugs., fig. · ↗nolens volens  geh., lat. · ↗zähneknirschend  ugs., fig.
  • (ein) Einsehen haben · ↗(sich) beugen · (sich) einsichtig zeigen · ↗(sich) fügen · ↗(sich) zurückziehen · ↗einlenken · klein beigeben · ↗weichen · ↗zurückweichen  ●  (den) Kopf einziehen  fig. · ↗(sich) ducken  fig. · das Handtuch werfen  fig. · die Stellung räumen  fig. · kein Rückgrat haben  fig. · kleine Brötchen backen (müssen)  fig. · ↗nachgeben  Hauptform · ↗zurückrudern  fig. · (einen) Rückzieher machen  ugs. · Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.  ugs., Sprichwort · den Schwanz einziehen  ugs., fig. · die Platte putzen  ugs. · ↗einknicken  ugs., fig. · ↗kuschen  ugs. · zu Kreuze kriechen  geh., fig., abwertend
  • (sich) (mit weniger) bescheiden · auf manches verzichten (müssen) · nicht alles bekommen (können) · ↗verzichten (müssen) · ↗zurückstecken (müssen)  ●  (jemand anderem) den Vortritt lassen  fig. · Verzicht üben  geh. · nicht alles haben (können)  ugs.
  • (etwas) verarbeiten · (in Ruhe) nachdenken (über) · umgehen lernen (mit)  ●  ↗verdauen  fig. · (in Ruhe) auf sich wirken lassen  geh. · darüber schlafen  ugs., fig. · sacken lassen  ugs., fig.
Synonymgruppe
(den normalen) Anstandsregeln entsprechen · (den) bürgerlichen Gepflogenheiten entsprechen · ↗(sich) gehören · (sich) schicken · Pflicht sein · angemessen sein · vom Anstand geboten sein  ●  ↗(sich) ziemen  veraltet · (den) Anstandsregeln Genüge tun  geh. · (etwas) bringen können  ugs. · (etwas) gebietet (schon allein) der Anstand  geh. · ↗(sich) geziemen  geh., veraltet · ↗(sich) passen  geh., veraltend · schicklich sein  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
(die) Waffen strecken · (einen) Rückzieher machen · (es mit/bei etwas) bewenden lassen · ↗(es) aufgeben · ↗(es) aufstecken · (etwas) auf sich beruhen lassen · (sich dem) Schicksal ergeben · (sich dem) Schicksal fügen · ↗(sich mit etwas) abfinden · ↗(sich) beugen · (sich) geschlagen geben · aufhören zu kämpfen · ↗kapitulieren · klein beigeben · nicht weiter versuchen · nicht weiterverfolgen · nicht weiterversuchen · ↗passen · passen müssen · ↗resignieren  ●  (das) Feld räumen (müssen)  fig. · ↗aufgeben  Hauptform · (das) Handtuch schmeißen  ugs., fig. · (das) Handtuch werfen  ugs., fig. · (den) (ganzen) Bettel hinschmeißen  ugs. · (den) (ganzen) Bettel hinwerfen  ugs. · (den) (ganzen) Kram hinschmeißen  ugs. · (den) (ganzen) Krempel hinschmeißen  ugs. · (die) Brocken hinschmeißen  ugs. · (die) Brocken hinwerfen  ugs. · (die) Flinte ins Korn werfen  ugs., fig. · (die) Segel streichen  ugs. · ↗(etwas) stecken  ugs. · (sich) ins Bockshorn jagen lassen  ugs. · (sich) schicken (in)  geh., veraltet · ↗abbrechen  ugs. · ↗aufstecken  ugs. · die weiße Fahne hissen  ugs., fig. · ↗einpacken (können)  ugs., fig. · ↗hinschmeißen  ugs. · in den Sack hauen  ugs. · ↗schmeißen  ugs., fig. · ↗zurückrudern  ugs., fig.
Assoziationen
  • (ein) Einsehen haben · ↗(sich) beugen · (sich) einsichtig zeigen · ↗(sich) fügen · ↗(sich) zurückziehen · ↗einlenken · klein beigeben · ↗weichen · ↗zurückweichen  ●  (den) Kopf einziehen  fig. · ↗(sich) ducken  fig. · das Handtuch werfen  fig. · die Stellung räumen  fig. · kein Rückgrat haben  fig. · kleine Brötchen backen (müssen)  fig. · ↗nachgeben  Hauptform · ↗zurückrudern  fig. · (einen) Rückzieher machen  ugs. · Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.  ugs., Sprichwort · den Schwanz einziehen  ugs., fig. · die Platte putzen  ugs. · ↗einknicken  ugs., fig. · ↗kuschen  ugs. · zu Kreuze kriechen  geh., fig., abwertend
  • dem freien Spiel der Kräfte überlassen · den Dingen ihren Lauf lassen · ↗hinnehmen · nicht eingreifen  ●  geschehen lassen  Hauptform
  • drauf geschissen!  derb · du kannst mich (mal) am Arsch lecken!  vulg. · du kannst mich (mal) kreuzweise!  derb · du kannst mich mal gerne haben!  ugs. · du kannst mich mal!  ugs., Hauptform · du kannst mir mal den Buckel runterrutschen!  ugs., variabel · du kannz mir ma den Nachen deuen  ugs., rheinisch · fick dich!  derb · geh mir doch weg!  ugs. · leck mich (doch) am Arsch!  derb · macht doch euren Scheiß alleine!  derb
  • (die) Hoffnung verlieren · ↗(es) aufstecken · ↗(sich) aufgeben · (sich) verlorengeben · ↗aufgeben · den Mut sinken lassen · den Mut verlieren · hoffnungslos sein · klein beigeben · nicht mehr an sich glauben · ↗verzagen · ↗verzweifeln  ●  den Kopf hängen lassen  ugs., fig. · den Schwanz einziehen  ugs., fig. · ↗schwarzsehen  ugs.
  • (sich etwas) bieten lassen · (sich etwas) gefallen lassen · (sich) nicht wehren (gegen) · (sich) nicht widersetzen · Nachsicht üben · ↗dulden · ↗einstecken · ↗erdulden · ↗ertragen · ↗hinnehmen · in Kauf nehmen · ↗leisetreten · nicht protestieren · ↗schlucken · ↗stillhalten · ↗tolerieren · ↗verschmerzen  ●  (die) Füße stillhalten  ugs., fig. · ↗konnivieren  geh.
  • (den) Glauben an die Menschheit verlieren · alle Hoffnung fahren lassen · vom Glauben abfallen
  • (darauf) verzichten (zu) · (einer Sache) nicht weiter nachgehen · (es) belassen bei · (es) bewenden lassen (mit) · auf sich beruhen lassen · nicht weiterverfolgen
  • (einen Plan) verwerfen · (es sich) anders überlegen  ●  ↗(sich etwas) abschminken  ugs., fig. · (sich etwas) aus dem Kopf schlagen  ugs., fig.
  • nicht weiterverfolgen · ↗vergessen (können)  ●  (sich) aus dem Kopf schlagen (können)  fig. · ↗(sich etwas) abschminken  ugs., fig. · (sich etwas) in die Haare schmieren können  ugs., fig. · ↗abhaken (können)  ugs. · knicken können  ugs., salopp · nicht weiter d(a)rüber nachdenken  ugs.
  • (einer Sache) ein Ende machen · (sich) abwenden von · (sich) verabschieden von · ablassen von · ad acta legen · ↗aufgeben · ↗beenden · ↗fallen lassen · ↗fallenlassen · hinter sich lassen · ↗sausen lassen · ↗stoppen · ↗vergessen  ●  (einen) Schlussstrich ziehen  fig. · Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.  sprichwörtlich · ↗beerdigen  fig. · (davon) Abschied nehmen  ugs. · an den Nagel hängen  ugs., fig. · den Rücken kehren  ugs., fig. · ↗einstampfen  ugs., fig. · sterben lassen  ugs., fig. · zu Grabe tragen  ugs., fig. · über Bord werfen  ugs., fig.
  • (sich) hängen lassen  ●  (sich) in Selbstmitleid ergehen  variabel · die Ohren hängen lassen  ugs., fig. · herumjammern  ugs., Hauptform · jammern und picheln  ugs., Spruch
  • kleinmütig · ohne Zuversicht · ohne rechten Glauben an die Zukunft · verzagt  ●  ↗mutlos  Hauptform · ↗kleingläubig  geh., religiös
  • (den) Dienst quittieren · ↗(ein Unternehmen) verlassen · (eine) neue Herausforderung suchen (Bewerbungssprache) · (sein) Büro räumen · (seine) Kündigung einreichen · (seinen) Abschied nehmen · ↗ausscheiden · ↗kündigen · was Besseres finden  ●  (den) Job an den Nagel hängen  fig. · (sein) Bündel schnüren  fig. · ↗künden  schweiz. · seinen Hut nehmen  fig. · ↗(den Kram) hinschmeißen  ugs. · (den) Bettel hinschmeißen  ugs. · (sich) was anderes suchen  ugs. · ↗aufhören (bei)  ugs. · das Handtuch werfen  ugs., fig. · ↗gehen  ugs. · in den Sack hauen  ugs., fig. · ↗weggehen  ugs.
  • abbrechen (Schule o.ä.) · ↗aufgeben · in den Sack hauen · ↗schmeißen (Ausbildung o.ä.)  ●  (die Schule Schule) sein lassen  ugs., variabel · ↗sausen lassen  ugs., fig.
  • (Eingeständnis der) Niederlage · ↗Aufgabe · ↗Kapitulation
  • (etwas) abgehakt haben · (mit etwas) abgeschlossen haben · ad acta gelegt haben · hinter sich gelassen haben · nicht weiter darüber nachdenken
Synonymgruppe
(jemandem etwas) zuleiten · ↗einschicken · ↗einsenden · schicken (an) · ↗senden · ↗senden (an) · zukommen lassen · ↗zuschicken · ↗zusenden · ↗übermitteln (an) · ↗übersenden
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brief E-Mail Elter Fax Feld Haus Kind Mitarbeiter Reise Rennen Ruhestand Schule Sohn Soldat Talfahrt Truppe Wüste abschicken anschicken ausschicken du er hinterherschicken losschicken sie vorausschicken vorschicken wegschicken zurückschicken zuschicken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schicken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In dieser Zeit gelang es ihm, einen Brief an seine Frau zu schicken.
Die Zeit, 26.09.1997, Nr. 40
Wir werden sie nicht in einen Frieden schicken, der nicht aufrechterhalten werden kann.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1995]
Ist Ihnen gesagt worden, daß Sie sie auswählen sollen, um sie zur Vernichtung zu schicken?
o. A.: Vierundvierzigster Tag. Montag, den 28. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 21240
Da schickt er mir nun seine Weiber auf den Hals.
Bode, Wilhelm von: Mein Leben, 2 Bde. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 2035
Ich schicke Ihnen einen Apparat unverbindlich acht Tage zur Probe.
Reklame-Praxis, 1928, Nr. 9, Bd. 4
Zitationshilfe
„schicken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schicken#1>, abgerufen am 15.10.2019.

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schicken

GrammatikVerb · reflexiv
Aussprache
Worttrennungschi-cken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›schicken‹ als Erstglied: ↗Schickung1  ·  mit ›schicken‹ als Letztglied: ↗anschicken · ↗dreinschicken
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
sich fügen
a)
gehoben sich in etw. schickensich ohne weiteren Widerstand in etw. ergeben
Beispiele:
sich in alles, in die Dinge, in das Leben, sein Los, in eine schwierige, unangenehme Lage, in das Unvermeidliche schicken
er verstand es, sich in ihre Eigenheiten zu schicken
mein Vater kann sich nun mal als Mann und Gastwirt nicht gut in ein Leben ohne Frau schicken [KeunMitternacht11]
b)
veraltend sich besonderen Umständen oder Menschen so anpassen, dass keine Schwierigkeiten eintreten
Beispiele:
er weiß sich zu schicken
sie würde sich schon schicken, wenn sich's lohnte, sich ducken, wenn's not tat [ViebigTägl. Brot73]
etw. schickt sichetw. ergibt sich, stellt sich in der rechten, passenden Weise und Zeit ein, regelt sich von selbst
Beispiele:
nichts wollte sich fügen und schicken
für eine Aussprache wollte sich keine Gelegenheit mehr schicken
erst muss sie mal gesund sein, dann wird sich alles weitere schon schicken
Da er reisen könne, wann er wolle, und eintreffen, wie es sich grade schicke (= wie es sich füge, wie es der Zufall herbeiführe) [A. ZweigEinsetzung435]
2.
etw. schickt sichetw. ist schicklich, gehört sich, ziemt sich
Beispiele:
er ist ein gebildeter Mensch, er weiß, was sich schickt
es schickt sich nicht, jeden gleich zu duzen
Man soll aber einen [Hut] aufsetzen, damit man ihn abnehmen kann, bei Gelegenheiten, wo es sich schickt [Th. MannZauberb.2,78]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schicken · anschicken · Schicksal
schicken Vb. ‘senden’, reflexiv ‘sich fügen, einrichten, abfinden, geziemen’. Das nur im Dt. (seit dem 12. Jh.) und Nl. belegte Verb mhd. schicken ‘machen, daß etw. geschieht, bewirken, ausrichten, gestalten, (an)ordnen, zurechtlegen, bereiten, rüsten, zuwenden, verschaffen, bewegen, richten, abordnen, senden’, mnd. schicken, mnl. scicken, nl. schikken ist wohl eine kausative Bildung (‘jmdn., etw. schnell fortgehen machen’) zu dem in ahd. skehan ‘umherstreifen, eilen’, mhd. schehen ‘jagen, rennen, eilen’ (s. ↗geschehen) vorliegenden Verb. Die im Mhd. entwickelte Bedeutungsvielfalt ist im Nhd. erheblich reduziert; vorherrschend wird der Gebrauch im Sinne von ‘senden’ (seit dem 16. Jh.). anschicken Vb. reflexiv ‘sich vorbereiten, daranmachen’ (15. Jh.), in älterer Sprache (bis ins 18. Jh.) auch transitiv ‘anordnen, anweisen, vorbereiten’. Schicksal n. ‘Gesamtheit dessen, was dem Menschen widerfährt, Fügung, Los, Geschick’ (18. Jh.), Schicksel (17. Jh.), Übernahme von nl. (älter) schicksel (für lat. apparātus, ōrdo, dispositio, fātum); 1644 von dem Oberdeutschen M. Zeiller als nl. bezeichnet und als Entsprechung für dt. Geschick empfunden. Zur Bildungsweise s. ↗-sal, ↗-sel. Häufig wird Schicksal personifiziert gebraucht sowie (in christlicher Vorstellung) als ‘von Gott Geschicktes’ verstanden.

Thesaurus

Synonymgruppe
abkommandieren (meist milit.) · ↗abordnen · ↗aussenden · ↗beordern · ↗delegieren · ↗deputieren · ↗entsenden · ↗fortschicken · schicken · ↗wegschicken
Synonymgruppe
entsenden · schicken · ↗senden
Oberbegriffe
Geografie
Synonymgruppe
leiten · ↗navigieren · routen · schicken · ↗senden · ↗übermitteln · ↗übertragen
Synonymgruppe
(klaglos) über sich ergehen lassen · (sich) (notgedrungen) arrangieren mit · (sich) abfinden (mit) · (sich) bescheiden (mit) · (sich) ergeben in · ↗(sich) fügen · (sich) in sein Schicksal ergeben · (sich) kleiner setzen · ↗ertragen · ↗hinnehmen  ●  (sich) schicken (in)  veraltet · ↗(sich) dareinfinden  geh., veraltet · keinen Aufstand machen  ugs. · ↗schlucken  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (etwas) nehmen, wie es kommt  ●  gleichmütig hinnehmen  Hauptform · (ein) Gemüt wie eine Brummfliege haben  ugs. · (etwas) nehmen, wie die Kuh das Gras frisst  ugs.
  • (sich) aussöhnen (mit) · (sich) nicht länger auflehnen (gegen) · seinen Frieden machen mit
  • (das ist) der Lauf der Welt · (das) ist einfach so · nicht zu ändern sein · so ist das Leben (eben) · so ist das nun mal · so ist nun mal das Leben · so läuft das heute  ●  (das) ist halt so  ugs. · (es) ist nun mal so  ugs. · Et kütt wie et kütt.  ugs., kölsch · c'est la vie  ugs., franz. · da kann man (eh) nichts machen  ugs. · da machste nix (dran)  ugs. · es ist, wie es ist  ugs. · ist doch so!  ugs. · ist so!  ugs. · kann passieren  ugs.
  • dem freien Spiel der Kräfte überlassen · den Dingen ihren Lauf lassen · ↗hinnehmen · nicht eingreifen  ●  geschehen lassen  Hauptform
  • Harmlosigkeit · ↗Unbedenklichkeit · ↗Ungefährlichkeit · ↗Unschädlichkeit
  • (jemandem) geschehen · ↗(jemanden) befallen · ↗(jemanden) ereilen · ↗durchleben · ↗durchleiden · ↗durchstehen · ↗erleben · ↗erleiden · ↗hereinbrechen (über)  ●  ↗durchmachen  ugs. · ↗mitmachen  ugs.
  • (sich etwas) bieten lassen · (sich etwas) gefallen lassen · (sich) nicht wehren (gegen) · (sich) nicht widersetzen · Nachsicht üben · ↗dulden · ↗einstecken · ↗erdulden · ↗ertragen · ↗hinnehmen · in Kauf nehmen · ↗leisetreten · nicht protestieren · ↗schlucken · ↗stillhalten · ↗tolerieren · ↗verschmerzen  ●  (die) Füße stillhalten  ugs., fig. · ↗konnivieren  geh.
  • bewältigen · fertigwerden mit · hinwegkommen über · ↗verkraften · ↗verschmerzen · ↗verwinden · ↗überwinden  ●  nicht verknusen können (regional, nur negativ)  ugs. · ↗wegstecken  ugs.
  • (seinen) Widerstand aufgeben · ↗(sich) abfinden · keine (weiteren) Einwände erheben  ●  (zu allem) Ja und Amen sagen  ugs.
  • (sich) begnügen · (sich) bescheiden (mit) · ↗(sich) zufriedengeben · ↗vorliebnehmen (mit) · zufrieden sein (müssen)  ●  ↗fürliebnehmen  veraltet
  • Abstriche machen  ●  (den) Gürtel enger schnallen  fig. · ↗(sich) einschränken  Hauptform · (die) Ansprüche zurückschrauben  ugs. · (seine) Ansprüche herunterschrauben  ugs. · (sich) kleiner setzen  ugs. · kürzertreten  ugs., fig.
  • (auch) gegen ihren Willen · (auch) gegen seinen Willen · ↗gezwungenermaßen · ↗notgedrungen · ob jemand will oder nicht · ↗unfreiwillig · wider Willen · ↗widerwillig · wohl oder übel · ↗zwangsläufig · ↗zwangsweise  ●  schweren Herzens  fig. · (eine / diese) Kröte schlucken (müssen)  ugs., fig. · (eine / diese) bittere Pille schlucken (müssen)  ugs., fig. · der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe (geflügeltes Wort)  geh. · in den sauren Apfel beißen (müssen und)  ugs., fig. · ↗nolens volens  geh., lat. · ↗zähneknirschend  ugs., fig.
  • (ein) Einsehen haben · ↗(sich) beugen · (sich) einsichtig zeigen · ↗(sich) fügen · ↗(sich) zurückziehen · ↗einlenken · klein beigeben · ↗weichen · ↗zurückweichen  ●  (den) Kopf einziehen  fig. · ↗(sich) ducken  fig. · das Handtuch werfen  fig. · die Stellung räumen  fig. · kein Rückgrat haben  fig. · kleine Brötchen backen (müssen)  fig. · ↗nachgeben  Hauptform · ↗zurückrudern  fig. · (einen) Rückzieher machen  ugs. · Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.  ugs., Sprichwort · den Schwanz einziehen  ugs., fig. · die Platte putzen  ugs. · ↗einknicken  ugs., fig. · ↗kuschen  ugs. · zu Kreuze kriechen  geh., fig., abwertend
  • (sich) (mit weniger) bescheiden · auf manches verzichten (müssen) · nicht alles bekommen (können) · ↗verzichten (müssen) · ↗zurückstecken (müssen)  ●  (jemand anderem) den Vortritt lassen  fig. · Verzicht üben  geh. · nicht alles haben (können)  ugs.
  • (etwas) verarbeiten · (in Ruhe) nachdenken (über) · umgehen lernen (mit)  ●  ↗verdauen  fig. · (in Ruhe) auf sich wirken lassen  geh. · darüber schlafen  ugs., fig. · sacken lassen  ugs., fig.
Synonymgruppe
(den normalen) Anstandsregeln entsprechen · (den) bürgerlichen Gepflogenheiten entsprechen · ↗(sich) gehören · (sich) schicken · Pflicht sein · angemessen sein · vom Anstand geboten sein  ●  ↗(sich) ziemen  veraltet · (den) Anstandsregeln Genüge tun  geh. · (etwas) bringen können  ugs. · (etwas) gebietet (schon allein) der Anstand  geh. · ↗(sich) geziemen  geh., veraltet · ↗(sich) passen  geh., veraltend · schicklich sein  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
(die) Waffen strecken · (einen) Rückzieher machen · (es mit/bei etwas) bewenden lassen · ↗(es) aufgeben · ↗(es) aufstecken · (etwas) auf sich beruhen lassen · (sich dem) Schicksal ergeben · (sich dem) Schicksal fügen · ↗(sich mit etwas) abfinden · ↗(sich) beugen · (sich) geschlagen geben · aufhören zu kämpfen · ↗kapitulieren · klein beigeben · nicht weiter versuchen · nicht weiterverfolgen · nicht weiterversuchen · ↗passen · passen müssen · ↗resignieren  ●  (das) Feld räumen (müssen)  fig. · ↗aufgeben  Hauptform · (das) Handtuch schmeißen  ugs., fig. · (das) Handtuch werfen  ugs., fig. · (den) (ganzen) Bettel hinschmeißen  ugs. · (den) (ganzen) Bettel hinwerfen  ugs. · (den) (ganzen) Kram hinschmeißen  ugs. · (den) (ganzen) Krempel hinschmeißen  ugs. · (die) Brocken hinschmeißen  ugs. · (die) Brocken hinwerfen  ugs. · (die) Flinte ins Korn werfen  ugs., fig. · (die) Segel streichen  ugs. · ↗(etwas) stecken  ugs. · (sich) ins Bockshorn jagen lassen  ugs. · (sich) schicken (in)  geh., veraltet · ↗abbrechen  ugs. · ↗aufstecken  ugs. · die weiße Fahne hissen  ugs., fig. · ↗einpacken (können)  ugs., fig. · ↗hinschmeißen  ugs. · in den Sack hauen  ugs. · ↗schmeißen  ugs., fig. · ↗zurückrudern  ugs., fig.
Assoziationen
  • (ein) Einsehen haben · ↗(sich) beugen · (sich) einsichtig zeigen · ↗(sich) fügen · ↗(sich) zurückziehen · ↗einlenken · klein beigeben · ↗weichen · ↗zurückweichen  ●  (den) Kopf einziehen  fig. · ↗(sich) ducken  fig. · das Handtuch werfen  fig. · die Stellung räumen  fig. · kein Rückgrat haben  fig. · kleine Brötchen backen (müssen)  fig. · ↗nachgeben  Hauptform · ↗zurückrudern  fig. · (einen) Rückzieher machen  ugs. · Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.  ugs., Sprichwort · den Schwanz einziehen  ugs., fig. · die Platte putzen  ugs. · ↗einknicken  ugs., fig. · ↗kuschen  ugs. · zu Kreuze kriechen  geh., fig., abwertend
  • dem freien Spiel der Kräfte überlassen · den Dingen ihren Lauf lassen · ↗hinnehmen · nicht eingreifen  ●  geschehen lassen  Hauptform
  • drauf geschissen!  derb · du kannst mich (mal) am Arsch lecken!  vulg. · du kannst mich (mal) kreuzweise!  derb · du kannst mich mal gerne haben!  ugs. · du kannst mich mal!  ugs., Hauptform · du kannst mir mal den Buckel runterrutschen!  ugs., variabel · du kannz mir ma den Nachen deuen  ugs., rheinisch · fick dich!  derb · geh mir doch weg!  ugs. · leck mich (doch) am Arsch!  derb · macht doch euren Scheiß alleine!  derb
  • (die) Hoffnung verlieren · ↗(es) aufstecken · ↗(sich) aufgeben · (sich) verlorengeben · ↗aufgeben · den Mut sinken lassen · den Mut verlieren · hoffnungslos sein · klein beigeben · nicht mehr an sich glauben · ↗verzagen · ↗verzweifeln  ●  den Kopf hängen lassen  ugs., fig. · den Schwanz einziehen  ugs., fig. · ↗schwarzsehen  ugs.
  • (sich etwas) bieten lassen · (sich etwas) gefallen lassen · (sich) nicht wehren (gegen) · (sich) nicht widersetzen · Nachsicht üben · ↗dulden · ↗einstecken · ↗erdulden · ↗ertragen · ↗hinnehmen · in Kauf nehmen · ↗leisetreten · nicht protestieren · ↗schlucken · ↗stillhalten · ↗tolerieren · ↗verschmerzen  ●  (die) Füße stillhalten  ugs., fig. · ↗konnivieren  geh.
  • (den) Glauben an die Menschheit verlieren · alle Hoffnung fahren lassen · vom Glauben abfallen
  • (darauf) verzichten (zu) · (einer Sache) nicht weiter nachgehen · (es) belassen bei · (es) bewenden lassen (mit) · auf sich beruhen lassen · nicht weiterverfolgen
  • (einen Plan) verwerfen · (es sich) anders überlegen  ●  ↗(sich etwas) abschminken  ugs., fig. · (sich etwas) aus dem Kopf schlagen  ugs., fig.
  • nicht weiterverfolgen · ↗vergessen (können)  ●  (sich) aus dem Kopf schlagen (können)  fig. · ↗(sich etwas) abschminken  ugs., fig. · (sich etwas) in die Haare schmieren können  ugs., fig. · ↗abhaken (können)  ugs. · knicken können  ugs., salopp · nicht weiter d(a)rüber nachdenken  ugs.
  • (einer Sache) ein Ende machen · (sich) abwenden von · (sich) verabschieden von · ablassen von · ad acta legen · ↗aufgeben · ↗beenden · ↗fallen lassen · ↗fallenlassen · hinter sich lassen · ↗sausen lassen · ↗stoppen · ↗vergessen  ●  (einen) Schlussstrich ziehen  fig. · Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.  sprichwörtlich · ↗beerdigen  fig. · (davon) Abschied nehmen  ugs. · an den Nagel hängen  ugs., fig. · den Rücken kehren  ugs., fig. · ↗einstampfen  ugs., fig. · sterben lassen  ugs., fig. · zu Grabe tragen  ugs., fig. · über Bord werfen  ugs., fig.
  • (sich) hängen lassen  ●  (sich) in Selbstmitleid ergehen  variabel · die Ohren hängen lassen  ugs., fig. · herumjammern  ugs., Hauptform · jammern und picheln  ugs., Spruch
  • kleinmütig · ohne Zuversicht · ohne rechten Glauben an die Zukunft · verzagt  ●  ↗mutlos  Hauptform · ↗kleingläubig  geh., religiös
  • (den) Dienst quittieren · ↗(ein Unternehmen) verlassen · (eine) neue Herausforderung suchen (Bewerbungssprache) · (sein) Büro räumen · (seine) Kündigung einreichen · (seinen) Abschied nehmen · ↗ausscheiden · ↗kündigen · was Besseres finden  ●  (den) Job an den Nagel hängen  fig. · (sein) Bündel schnüren  fig. · ↗künden  schweiz. · seinen Hut nehmen  fig. · ↗(den Kram) hinschmeißen  ugs. · (den) Bettel hinschmeißen  ugs. · (sich) was anderes suchen  ugs. · ↗aufhören (bei)  ugs. · das Handtuch werfen  ugs., fig. · ↗gehen  ugs. · in den Sack hauen  ugs., fig. · ↗weggehen  ugs.
  • abbrechen (Schule o.ä.) · ↗aufgeben · in den Sack hauen · ↗schmeißen (Ausbildung o.ä.)  ●  (die Schule Schule) sein lassen  ugs., variabel · ↗sausen lassen  ugs., fig.
  • (Eingeständnis der) Niederlage · ↗Aufgabe · ↗Kapitulation
  • (etwas) abgehakt haben · (mit etwas) abgeschlossen haben · ad acta gelegt haben · hinter sich gelassen haben · nicht weiter darüber nachdenken
Synonymgruppe
(jemandem etwas) zuleiten · ↗einschicken · ↗einsenden · schicken (an) · ↗senden · ↗senden (an) · zukommen lassen · ↗zuschicken · ↗zusenden · ↗übermitteln (an) · ↗übersenden
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brief E-Mail Elter Fax Feld Haus Kind Mitarbeiter Reise Rennen Ruhestand Schule Sohn Soldat Talfahrt Truppe Wüste abschicken anschicken ausschicken du er hinterherschicken losschicken sie vorausschicken vorschicken wegschicken zurückschicken zuschicken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schicken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In dieser Zeit gelang es ihm, einen Brief an seine Frau zu schicken.
Die Zeit, 26.09.1997, Nr. 40
Wir werden sie nicht in einen Frieden schicken, der nicht aufrechterhalten werden kann.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1995]
Ist Ihnen gesagt worden, daß Sie sie auswählen sollen, um sie zur Vernichtung zu schicken?
o. A.: Vierundvierzigster Tag. Montag, den 28. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 21240
Da schickt er mir nun seine Weiber auf den Hals.
Bode, Wilhelm von: Mein Leben, 2 Bde. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 2035
Ich schicke Ihnen einen Apparat unverbindlich acht Tage zur Probe.
Reklame-Praxis, 1928, Nr. 9, Bd. 4
Zitationshilfe
„schicken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schicken#2>, abgerufen am 15.10.2019.

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