schimmlig

Alternative Schreibungschimmelig
GrammatikAdjektiv
Worttrennungschimm-lig ● schim-me-lig (computergeneriert)
WortzerlegungSchimmel2-ig
eWDG, 1974

Bedeutung

mit Schimmel bedeckt, voll Schimmel
Beispiele:
schimmliges Brot, schimmliger Zwieback, Käse
das Obst ist durch Feuchtigkeit ganz schimmlig geworden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schimmel · schimmeln · verschimmeln · schimm(e)lig
Schimmel m. ‘weißliche Pilzschicht’, ahd. skimbal, skimb(a)li (9. Jh.), mit Assimilation von mb zu mm mhd. schimel, übertragen ‘Fleck, Makel, Glanz’, mnl. scimmel, mnd. nl. schimmel setzen ein aus dem Ahd. (vgl. auch irskimbalēn und skimb(a)lag, s. unten) zu erschließendes germ. *skimb(a)la- (aus *skimla-?) voraus, wohl eine Bildung mit einem unter ↗Schemen (s. d.) angeführten Wort für ‘Glanz’. Mit der Bedeutung ‘weißes Pferd’ begegnet Schimmel zuerst im 15. Jh.; vorauf gehen ahd. blancros, spätmhd. schemeliges perd (1374), mnd. dat scymelinghe perd (1373). schimmeln Vb. ‘sich mit einer Schimmelpilzschicht überziehen, faulen’, ahd. irskimbalēn ‘vergehen, verkommen’ (11. Jh.), frühnhd. schimelen; daneben vom Adjektiv (s. unten) abgeleitetes ahd. irskimb(a)lagēn (11. Jh.), mhd. schimel(e)gen; verschimmeln Vb. (16. Jh.). schimm(e)lig Adj. ‘mit Schimmelpilzen bedeckt’, ahd. skimb(a)lag (8. Jh.), mhd. schimelec, schimelic.

Thesaurus

Synonymgruppe
kahmig · schimmelig · ↗schlecht (Speisen) · ↗sporig · verdorben · verschimmelt  ●  ↗gammelig  ugs. · ↗gammlig  ugs. · vergammelt  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brot Wand feucht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schimmelig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In den Filmen sehen die leicht schimmligen alten Becken schön aus.
Die Zeit, 11.10.2012, Nr. 42
Sicher lässt sich das schimmlige Brot später noch einmal gebrauchen.
C't, 2001, Nr. 23
Der tonnengedeckte Chor, ohne Schmuck, liegt erhöht wie eine schimmlige Bühne.
Burger, Hermann: Die künstliche Mutter, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1986 [1982], S. 248
Das Stroh wird von unseren kotbespritzten Stiefeln dumpf und faulig, die Decke feucht und schimmlig.
Toller, Ernst: Eine Jugend in Deutschland, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1985 [1933], S. 34
Jetzt geht die Straße darunter durch und wird ein enger, finsterer, schimmlig riechender Schlauch.
Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 140
Zitationshilfe
„schimmlig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schimmlig>, abgerufen am 17.09.2019.

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