schimmern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschim-mern (computergeneriert)
GrundformSchimmer
Wortbildung mit ›schimmern‹ als Letztglied: ↗aufschimmern · ↗durchschimmern · ↗hervorschimmern · ↗herüberschimmern · ↗hindurchschimmern · ↗mattschimmernd · ↗zartschimmernd
eWDG, 1974

Bedeutung

einen Schimmer ausstrahlen, verbreiten
Beispiele:
das Licht, die Kerze, Lampe schimmert
Sterne schimmern am Himmel
der See schimmert zwischen den Büschen
das Meer schimmerte wie Perlmutter
sie hat eine bronzen schimmernde Haut
schimmernde Seide
[die] Höhe, welche im Glanze der untergehenden Sonne schimmerte [G. KellerGr. Heinrich4,190]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schimmern · Schimmer
schimmern Vb. ‘schwach leuchten, glänzen, leicht funkeln’ (15. Jh.), durch Luther verbreitete Iterativbildung zu einem in niederrhein. schimmen (um 1300), md. schemen (15. Jh.) ‘blinken, funkeln’ belegten Verb. Entsprechende Bildungen sind mnd. schēmeren ‘schattig bzw. dunkel sein, werden oder machen’, mnl. scēmeren ‘mit einem Schatten bedeckt sein’, nl. schemeren ‘dämmern’, aengl. scymrian, engl. to shimmer ‘flimmern, schimmern’. Alle stellen sich wie ↗Schemen und wohl auch ↗Schimmel (s. d.) mit m-Suffix zu der unter ↗scheinen (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *sk̑āi-, *sk̑ī- ‘gedämpft schimmern’. Schimmer m. ‘matter Glanz, mattes Leuchten, schwacher Schein’ (17. Jh.), Rückbildung aus dem Verb.

Thesaurus

Synonymgruppe
flimmern · ↗glänzen · ↗scheinen · schimmern
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(schwach) glänzen · schimmern
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abendlicht Blau Ferne Haut Horizont Mondlicht Sonnenlicht Türkis aufschimmern blau bläulich durch durchschimmern entgegenschimmern feucht gelblich glitzern grünlich heraufschimmern hervorschimmern herüberschimmern hindurchschimmern matt rosa rötlich silbern silbrig türkis violett

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schimmern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihre Augen schimmerten feucht, beinahe fiebrig hinter den dunklen Gläsern.
Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 171
Richtige Haare, sie lagen auf seinem Kopf, nur an einer kleinen Stelle schimmerte hell ein wenig Haut durch die Haare.
Süddeutsche Zeitung, 18.05.2002
Ihre Haut schimmerte im gedämpften Licht der Bar wie Porzellan.
Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 277
An einigen Stellen schimmerte schon das Holz durch die Tasten.
Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 60
Feindlich schimmerten nun die Berge, und die Luft war kühl.
Die Zeit, 20.09.1956, Nr. 38
Zitationshilfe
„schimmern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schimmern>, abgerufen am 16.09.2019.

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