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schimmern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung schim-mern
GrundformSchimmer
Wortbildung  mit ›schimmern‹ als Letztglied: aufschimmern · durchschimmern · erschimmern · hervorschimmern · herüberschimmern · hindurchschimmern · mattschimmernd · zart schimmernd · zartschimmernd
eWDG

Bedeutung

einen Schimmer ausstrahlen, verbreiten
Beispiele:
das Licht, die Kerze, Lampe schimmert
Sterne schimmern am Himmel
der See schimmert zwischen den Büschen
das Meer schimmerte wie Perlmutter
sie hat eine bronzen schimmernde Haut
schimmernde Seide
[die] Höhe, welche im Glanze der untergehenden Sonne schimmerte [ G. KellerGr. Heinrich4,190]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schimmern · Schimmer
schimmern Vb. ‘schwach leuchten, glänzen, leicht funkeln’ (15. Jh.), durch Luther verbreitete Iterativbildung zu einem in niederrhein. schimmen (um 1300), md. schemen (15. Jh.) ‘blinken, funkeln’ belegten Verb. Entsprechende Bildungen sind mnd. schēmeren ‘schattig bzw. dunkel sein, werden oder machen’, mnl. scēmeren ‘mit einem Schatten bedeckt sein’, nl. schemeren ‘dämmern’, aengl. scymrian, engl. to shimmer ‘flimmern, schimmern’. Alle stellen sich wie Schemen und wohl auch Schimmel (s. d.) mit m-Suffix zu der unter scheinen (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *sk̑āi-, *sk̑ī- ‘gedämpft schimmern’. – Schimmer m. ‘matter Glanz, mattes Leuchten, schwacher Schein’ (17. Jh.), Rückbildung aus dem Verb.

Thesaurus

Synonymgruppe
flimmern · glänzen · scheinen · schimmern
Oberbegriffe
Synonymgruppe
(schwach) glänzen · schimmern
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›schimmern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schimmern‹.

Verwendungsbeispiele für ›schimmern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihre Augen schimmerten feucht, beinahe fiebrig hinter den dunklen Gläsern. [Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 171]
Ihre Haut schimmerte im gedämpften Licht der Bar wie Porzellan. [Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 277]
Fast schwarz schimmert es, und an windstillen Tagen sieht die Oberfläche wie lackiert aus. [Die Zeit, 18.05.2009, Nr. 20]
In der Ferne schimmert etwas bläulich‑silbern, das ist das Meer. [Die Zeit, 26.09.2008, Nr. 40]
An einigen Stellen schimmerte schon das Holz durch die Tasten. [Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 60]
Zitationshilfe
„schimmern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schimmern>.

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