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schlabbern

Grammatik Verb
Worttrennung schlab-bern
Wortbildung  mit ›schlabbern‹ als Erstglied: Schlabberei · Schlabberhose · Schlabberjacke · Schlabberlook · Schlabbermaul · Schlabberpulli · Schlabberwasser · schlabberig · schlabbrig
 ·  mit ›schlabbern‹ als Letztglied: Geschlabber · abschlabbern
eWDG

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich Nahrung, besonders Flüssigkeit geräuschvoll mit der Zunge aufnehmen
Beispiele:
die Katze schlabbert ihre Milch
der Hund schlabberte durstig das Wasser
übertragen
Beispiele:
salopp, abwertendsie schlabberte gierig den Kaffee
die Kinder schlabberten ein Eis
2.
salopp, abwertend Nahrung so ungeschickt, hastig zu sich nehmen, dass sie zum Teil wieder aus dem Mund herausfällt und man etw., sich beschmutzt
Beispiele:
das Kind, die alte Frau schlabberte beim Essen
er hat aber wieder geschlabbert!
3.
landschaftlich, salopp, abwertend schwatzen
Beispiel:
die Nachbarinnen schlabberten stundenlang
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schlabbern · schlabb(e)rig · Schlabbermaul
schlabbern Vb. ‘geräuschvoll, schlürfend fressen und saufen’ von Hunden, dann auch von Menschen ‘gierig, schmatzend essen und trinken, schlürfen’, auch so, daß man sich besudelt (vgl. beschlabbern ‘besudeln’, 18. Jh.), übertragen ‘schnell und gedankenlos daherreden, plappern’; ein aus dem Nd. in die Schriftsprache aufgenommenes Verb (17. Jh.), nd. slabbern, nl. slabberen ‘schlürfen’, engl. (mundartlich) to slabber ‘geifern, unreinlich essen’, Iterativbildungen zu lautnachahmenden mnd. mnl. nl. slabben ‘schlürfen’, md. schlabben (17. Jh.), schwed. slabba ‘sudeln’. Auch die entsprechenden hd. Formen zeigen lautmalende expressive Doppelkonsonanz in schlappen, schlappern ‘geräuschvoll lecken, essen’ (16. Jh.), mhd. slappern ‘klappern’. Vgl. ferner frühnhd. sluppern, nl. slobberen ‘schlürfen’, engl. to slobber ‘geifern, unreinlich essen’, (mundartlich) to slubber ‘besudeln’. schlabb(e)rig Adj. ‘weich, schmiegsam, wäßrig, dünn, fade’ (19. Jh.). Schlabbermaul n. ‘Schwätzer’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) fließt Speichel aus dem Mund · geifern  ●  (eine) feuchte Aussprache (haben)  ugs., scherzhaft-ironisch · sabbeln  ugs., norddeutsch · sabbern  ugs. · schlabbern  ugs. · seibern  ugs. · trenzen  ugs., österr.
Assoziationen
  • Baby-Lätzchen · Kinderlatz · Kinderlätzchen · Lätzchen · Sabberlatz · Schlabberlatz  ●  Essmantel  schweiz. · Essmäntelchen  schweiz. · Musueli  schweiz. · Barterl  ugs., österr. · Baterl  ugs. · Trieler  ugs., schwäbisch
Synonymgruppe
(etwas) schleifen lassen · nicht regelmäßig (tun) · nur unregelmäßig (tun) · vernachlässigen  ●  schlabbern (lassen)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
herumhängen  Hauptform · schlackern  negativ · schlottern  abwertend · schlabbern  ugs., salopp, abwertend

Typische Verbindungen zu ›schlabbern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schlabbern‹.

Verwendungsbeispiele für ›schlabbern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Babys essen und trinken nicht immer alles auf und schlabbern auch gern. [Bild, 03.01.2001]
Der offene Kragen aber schlabbert und knickt; er spürt die Absicht, ist verstimmt und lässt sich gehen. [Die Zeit, 12.09.2011, Nr. 37]
An den Beinen der üblichen Models hätte die Kollektion wohl unschön geschlabbert. [Die Zeit, 24.11.2004, Nr. 48]
Und manchmal schlabbere er sich mit seiner langen Zunge die Augen sauber. [Süddeutsche Zeitung, 12.09.2003]
Da tanzt man mit ihnen oder sitzt mit ihnen am Tisch und schlabbert Milchshakes weg. [Süddeutsche Zeitung, 25.04.2001]
Zitationshilfe
„schlabbern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schlabbern>.

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