schlachten

GrammatikVerb · schlachtete, hat geschlachtet
Aussprache
Worttrennungschlach-ten
Wortbildung mit ›schlachten‹ als Erstglied: ↗Schlachtbank · ↗Schlachtblock · ↗Schlachtefest · ↗Schlachtemesser · ↗Schlachteplatte · ↗Schlachter · ↗Schlachterei · ↗Schlachtfest · ↗Schlachtfett · ↗Schlachtgeflügel · ↗Schlachtgewicht · ↗Schlachthaus · ↗Schlachthof · ↗Schlachtmesser · ↗Schlachtopfer · ↗Schlachtplatte · ↗Schlachtschwein · ↗Schlachtschüssel · ↗Schlachttier · ↗Schlachtvieh · ↗Schlächter · ↗Schlächterei · ↗schlachtbar · ↗schlachtreif
 ·  mit ›schlachten‹ als Letztglied: ↗abschlachten · ↗ausschlachten · ↗hinschlachten · ↗notschlachten · ↗schwarzschlachten
 ·  mit ›schlachten‹ als Grundform: ↗-schlachten · ↗Schlachten
eWDG, 1976

Bedeutung

ein Tier töten, um es für die (menschliche) Ernährung zu verwenden
Beispiele:
ein Schwein, Rind, Huhn schlachten
für den Sonntagsbraten hatte er ein Kaninchen geschlachtet
in der nächsten Woche wollen wir schlachten (= Schlachtfest machen)
abwertend, übertragen jmdn. hinmorden, hinschlachten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schlachten · ausschlachten · Schlachter · Schlächter · Schlachterei · Schlächterei · Schlachtvieh
schlachten Vb. ‘zur Ernährung bestimmtes Vieh fachmännisch töten’, ahd. slahtōn (um 800), mhd. slahten, auch übertragen ‘(wehrlose) Menschen niedermetzeln, morden’, mnd. mnl. nl. slachten gehören zu den unter ↗Schlacht (s. d.) behandelten Substantiven. ausschlachten Vb. ‘Vieh von Eingeweide befreien, ausweiden’, übertragen ‘in jeder Hinsicht ausnützen, ausbeuten’ (17. Jh.). Schlachter m. (nordd.), Schlächter m. (nordd. und md.) ‘Fleischer’, ahd. slahtāri, slahteri (11. Jh.), mhd. slahtære, (md.) slechtēre. Schlachterei, Schlächterei f. ‘Fleischerei’ (um 1800). Schlachtvieh n. ‘zum Schlachten bestimmtes Vieh’ (17. Jh.); gelegentlich auch übertragen ‘in aussichtsloser militärischer Situation sinnlos geopferte Truppen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
abschlachten · ↗massakrieren · ↗metzeln · ↗niedermachen · ↗niedermetzeln · schlachten
Oberbegriffe
  • (jemandem) (den) Lebensfaden abschneiden · ↗auslöschen · ↗ermorden · ins Jenseits befördern · ↗killen · ↗meucheln · tot... · ↗umbringen · ums Leben bringen · zum Schweigen bringen · zur Strecke bringen  ●  (jemandem) das Lebenslicht auslöschen  fig., variabel · ↗töten (absichtlich)  Hauptform · (jemandem) den Garaus machen  ugs. · ↗abmurksen  ugs. · ↗abservieren  ugs., salopp · ↗ausknipsen  ugs., fig., salopp · ↗entleiben  geh. · in die ewigen Jagdgründe schicken  ugs. · ins Gras beißen lassen  ugs., fig. · ins Nirwana befördern  ugs. · ↗kaltmachen  ugs. · ↗totmachen  ugs. · um die Ecke bringen  ugs. · ↗umlegen  ugs. · vom Leben zum Tode befördern  geh. · über die Klinge springen lassen  ugs., fig.
  • marodieren · sengen und morden · sengen und plündern  ●  sengen und brennen  veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Betäubung Gans Hahn Hammel Henne Herde Huhn Kalb Kaninchen Kuh Lamm Milchkuh Ochs Opferfest Opfertier Rind Rinder Schaf Schlachthof Schwein Sparschwein Tier Vieh Ziege abschlachten ausschlachten hinschlachten mästen verspeisen zerlegen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schlachten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Kühe sind heilig, folglich kann man sie nicht schlachten.
Die Zeit, 25.01.1954, Nr. 04
Er stieg wahrhaftig in den Bergen umher, und wenn ihm junge Frauen in die Hände fielen, schlachtete er sie.
Tucholsky, Kurt: Ein Pyrenäenbuch. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1927], S. 8308
Wir haben keine Tiere, die wir füttern, melken und schlachten müssen.
Brückner, Christine: Wenn du geredet hättest, Desdemona, Frankfurt a. M.: Ullstein 1986 [1983], S. 142
Ich bin der größte Hahn des dritten Zugs und werde bald geschlachtet.
Delius, Friedrich Christian: Ein Held der inneren Sicherheit, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1981, S. 168
Fast jeden Tag war er unterwegs und sah sich nach Rindern um, kaufte und schlachtete sie.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 269
Zitationshilfe
„schlachten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schlachten>, abgerufen am 20.10.2019.

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