Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

schlafsüchtig

Grammatik Adjektiv · ohne Steigerung
Aussprache  [ˈʃlaːfzʏçtɪç]
Worttrennung schlaf-süch-tig
Wortzerlegung schlafen -süchtig
Wahrig und DWDS

Bedeutung

an einem krankhaft gesteigerten Schlafbedürfnis leidend; ein starkes Schlafbedürfnis habend
Beispiele:
Schnakenbach war schlafsüchtig geworden, der Schlaf rächte sich an ihm, ein tiefer Schlaf war über ihn gekommen, er schlief, wo er ging und stand, und er brauchte ungewöhnlich große Dosen von Pervitin und Benzidrin, um für einige Stunden am Tag wenigstens den Zustand des Halbschlummers zu erreichen. [Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders.: Drei Romane. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 109]
Am besten war [Joaquin] Phoenix als schlafsüchtiger Stricher in »My Own Private Idaho« an der Seite seines Freundes Keanu Reeves. [Berliner Zeitung, 31.10.2003]
Prospero gibt sich als strenger Erzieher mit hohen Idealen, er sitzt an einem in der schrägen Bühne halb versenkten Flügel und erteilt seiner schlafsüchtigen Tochter, die viel lieber im Strandkorb döst, Geigenunterricht. [Berliner Zeitung, 04.09.1998]
Jene äußerste Ermüdung, bei der einem die Beine den Dienst versagen und man aus Mangel an Nachtruhe so quälend schlafsüchtig ist, daß man zeitweilig selbst in der Bewegung das Bewußtsein verliert, war beim Wort »Ultimatum« wie weggewischt, gleichsam als hätte den Körper ein elektrischer Strom berührt. [Neues Deutschland, 12/277 (1957)]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„schlafsüchtig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schlafs%C3%BCchtig>.

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