schlaftrunken

GrammatikAdjektiv
Worttrennungschlaf-trun-ken
WortzerlegungSchlaftrunken
Wortbildung mit ›schlaftrunken‹ als Erstglied: ↗Schlaftrunkenheit
eWDG, 1976

Bedeutung

noch vom Schlaf benommen, befangen
Beispiele:
er war noch ganz schlaftrunken, fragte, blinzelte schlaftrunken, sah mich schlaftrunken an
schlaftrunken fuhr er hoch
eine schlaftrunkene Stimme
Auf diesen Lärm hin kommen noch mehr schlaftrunkene Gestalten aus den Zelten gekrochen [BredelFünfzig Tage60]

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemand) kann kaum die Augen aufhalten · (jemandem) fallen die Augen zu · (sich) kaum noch auf den Beinen halten (können) · ↗hundemüde · ↗müde · reif fürs Bett · ↗schlafbedürftig · schlaftrunken · ↗schläfrig · ↗sterbensmüde · ↗todmüde · unter Schlafmangel leiden · ↗verschlafen · vor Müdigkeit umfallen · übermüdet · ↗übernächtigt  ●  ↗(sich) Streichhölzer zwischen die Augen(lider) klemmen  ugs. · ↗dösig  ugs. · ↗verpennt  ugs.
Assoziationen
  • begriffsstutzig · ↗denkfaul · ↗langsam (im Kopf) · ↗stumpfsinnig  ●  ↗dösig  ugs. · ↗schlafmützig  ugs.
  • ruhen · ↗schlummern  ●  ↗schlafen  Hauptform · (sich) in Morpheus' Armen wiegen  geh. · Bubu machen  ugs., Kindersprache · an der Matratze horchen  ugs. · ↗dösen  ugs. · in Morpheus' Armen liegen  geh. · in Morpheus' Armen ruhen  geh. · ↗knacken  ugs. · ↗koksen  ugs. · ↗pennen  ugs., salopp · ↗pofen  ugs., salopp · ↗ratzen  ugs. · ↗schnarchen  ugs.
  • ermüden · müde werden · schläfrig werden
  • (sein) Haupt betten · ↗(sich) betten · (sich) ins Schlafzimmer zurückziehen · (sich) schlafen legen · (sich) zum Schlafen niederlassen · (sich) zum Schlafen zurückziehen · (sich) zur Ruhe begeben · ins Bett gehen · pofen gehen · zu Bett gehen  ●  heia machen  Kindersprache · in die Heia gehen  Kindersprache · schlafen gehen  Hauptform · (sich) aufs Ohr hauen  ugs., Redensart · (sich) aufs Ohr legen  ugs., Redensart · ↗(sich) hinhauen  ugs., salopp · ↗(sich) hinlegen  ugs. · (sich) in Morpheus' Arme begeben  geh. · in Morpheus' Arme sinken  geh., fig. · in die Kiste steigen  ugs. · in die Pofe gehen  ugs.
Synonymgruppe
benommen · schlaftrunken · ↗schläfrig · ↗somnolent

Typische Verbindungen
computergeneriert

antworten morgens murmeln reiben stolpern taumeln wanken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schlaftrunken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine große Müdigkeit überkam sie und die vom Weinen brennenden Augen fielen ihr schlaftrunken zu.
Suttner, Bertha von: Martha's Kinder. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 3972
Sie muss aber doch sehr schlaftrunken gewesen sein, weil sie gleich wieder eingeschlafen ist.
Süddeutsche Zeitung, 07.01.2003
Er richtete sich schlaftrunken im Bett auf, rieb sich die Augen.
Die Zeit, 07.03.1957, Nr. 10
Er wacht auf, blinzelt schlaftrunken, hat etwas wie ein Lächeln.
Feuchtwanger, Lion: Die Geschwister Oppermann, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1933], S. 251
Er gähnte noch einmal, um gleichgültig zu erscheinen, und bemerkte, er sei so schlaftrunken.
Schaeffer, Albrecht: Helianth I, Bonn: Weidle 1995 [1920], S. 11
Zitationshilfe
„schlaftrunken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schlaftrunken>, abgerufen am 20.06.2019.

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