Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

schlagen

Grammatik Verb · schlägt, schlug, hat/ist geschlagen
Aussprache  [ˈʃlaːgn̩]
Worttrennung schla-gen
Wortbildung  mit ›schlagen‹ als Erstglied: Schlagabraum · Schlagbass · Schlagbohrer · Schlagbohrhammer · Schlagbohrmaschine · Schlagbolzen · Schlagcreme · Schlagcrème · Schlaggitarre · Schlaghacke · Schlaghand · Schlagholz · Schlaginstrument · Schlagkraft · Schlagmetall · Schlagmühle · Schlagobers · Schlagrahm · Schlagring · Schlagsahne · Schlagsatz · Schlagscheibe · Schlagspur · Schlaguhr · Schlagverfahren · Schlagwaffe · Schlagwerk · Schläger · Schlägerei · schlagbar · schlagend · schlagreif · schlagstark
 ·  mit ›schlagen‹ als Letztglied: Kartenschlagen · Rad schlagen · abschlagen · aneinanderschlagen · anschlagen · aufschlagen · ausschlagen · beischlagen · beschlagen1 · breit schlagen · breitschlagen · dazuschlagen · dazwischenschlagen · drauflosschlagen · draufschlagen · dreinschlagen · durchschlagen · einschlagen · emporschlagen · entgegenschlagen · entzweischlagen · erschlagen · fehlschlagen · herabschlagen · herausschlagen · herumschlagen · herunterschlagen · herüberschlagen · hineinschlagen · hinschlagen · hintenüberschlagen · hochschlagen · kahl schlagen · kahlschlagen · kaputt schlagen · kaputtschlagen · losschlagen · nachschlagen · niederschlagen · reinschlagen · rumschlagen · runterschlagen · totschlagen · umschlagen · unterschlagen1 · unterschlagen2 · verschlagen1 · vollschlagen · vorbeischlagen · vorschlagen · wegschlagen · wieder schlagen · wiederschlagen · zerschlagen · zurückschlagen · zusammenschlagen · zuschlagen · übereinanderschlagen · überschlagen1
 ·  mit ›schlagen‹ als Binnenglied: Kerbschlagbiegeversuch · Kerbschlagzähigkeit · Querschläger · flügelschlagend
 ·  mit ›schlagen‹ als Grundform: entschlagen · geschlagen  ·  formal verwandt mit: schlägern

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. jmdn., ein Tier, meist aus Zorn oder Angst, mit schneller, zielender Bewegung, besonders mit der Hand, treffen, jmdm., einem Tier einen Schlag, Schläge versetzen
    1. ⟨sich schlagen⟩ sich prügeln
    2. [bildlich] ...
  2. 2. durch schnelle, zielende, auf etw. auftreffende Bewegungen
    1. a) etw. herstellen, verursachen
    2. b) eine Tätigkeit ausführen, durchführen
  3. 3. abgeblasst; Sonderbedeutungen
    1. [umgangssprachlich, scherzhaft] ⟨jmdm. ein Schnippchen schlagen⟩ jmdn. mit Geschick überlisten
  4. 4. ⟨etw. schlägt⟩
    1. a) ⟨eine Uhr schlägt⟩ das Schlagwerk einer Uhr führt die Stundenschläge aus, gibt laut die Zeit an
    2. b) ⟨das Herz, der Puls schlägt⟩ das Herz zieht sich rhythmisch zusammen und erzeugt dadurch das stoßweise Einfließen des Blutes in die Arterien
    3. c) ...
    4. d) ...
    5. e) ...
  5. 5. ⟨jmdn., sich schlagen⟩
    1. a) jmdn. in einem Kampf, Wettkampf besiegen
    2. b) jmdn. in einer Schlacht besiegen
    3. c) [veraltet] ⟨sich (mit jmdm.) schlagen⟩ wegen eines angeblichen Ehrenhandels einen Zweikampf mit Degen oder Säbel ausfechten
    4. d) [gehoben] ⟨jmd. ist mit etw. geschlagen⟩ jmd. ist von etw. heimgesucht, betroffen, befallen
  6. 6. [umgangssprachlich] ⟨sich (nach) rechts schlagen⟩ nach rechts gehen, sich nach rechts begeben
    1. [bildlich] ...
  7. 7. [umgangssprachlich] ⟨jmdm. schlägt etw. auf ein Organ⟩ ein Organ von jmdm. wird durch etw. geschädigt
    1. ⟨etw. schlägt sich auf ein Organ⟩
  8. 8. [umgangssprachlich] ⟨jmd. schlägt einen Gewinn aus etw.⟩ jmd. gewinnt mit Geschick etw. aus etw., schlägt etw. aus etw. heraus
  9. 9. [umgangssprachlich] ⟨etw. schlägt in jmds. Fach⟩ jmd. versteht etw. von einer Sache, da sie in sein Arbeitsgebiet gehört
  10. 10. ⟨etw. zu, auf etw. schlagen⟩ etw. zu etw. dazurechnen, dazufügen
  11. 11. ⟨jmd., etw. schlägt irgendwohin⟩ jmd., etw. bewegt sich schnell, heftig irgendwohin
    1. a) jmd., etw. trifft mit Heftigkeit auf, fällt auf, gegen etw.
    2. b) etw. kommt schnell aus etw. heraus, hervor
    3. c) etw. steigt schnell auf
  12. 12. ⟨nach jmdm. schlagen⟩ jmdm. ähnlich werden
eWDG

Bedeutungen

1.
jmdn., ein Tier, meist aus Zorn oder Angst, mit schneller, zielender Bewegung, besonders mit der Hand, treffen, jmdm., einem Tier einen Schlag, Schläge versetzen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
man sollte Kinder nie schlagen
der Hund war geschlagen worden
jmdn. derb, kräftig, sehr, mit aller Gewalt, zu Boden schlagen
saloppjmdn. windelweich, krumm und lahm, grün und blau, in, zu Klump schlagen
saloppjmdn. schlagen, dass die Schwarte kracht
man hatte ihn zum Krüppel geschlagen
jmdn., jmdm. (mit der Hand, Faust, mit einem Stock, einer Rute) ins Gesicht, auf die Finger, den Mund, Kopf, über den Rücken schlagen
er hatte sie, ihr mit der Faust ins Gesicht geschlagen
jmdn., nach jmdm. mit der Hand, Faust, mit einem Stock schlagen
sich [Dativ] auf die Schenkel schlagen
sich [Dativ] mit der flachen Hand an die Stirn schlagen
jmdm. etw. aus der Hand, um die Ohren schlagen
jmdm. ein Loch in den Kopf schlagen
er schlug ihn, ihm wohlwollend, freundschaftlich auf die Schulter
(mit den Armen) um sich schlagen
(mit der Faust) auf den Tisch schlagen
das Pferd, die Kuh, der Esel schlägt (= stößt, tritt mit den Hufen)
der Adler schlägt die Fänge in sein Opfer
JägerspracheRaubtiere, Raubvögel schlagen (= ergreifen, töten) ihre Beute
sich schlagensich prügeln
Beispiele:
die Kinder schlugen sich um das neue Spielzeug
man schlug sich fast um die Eintrittskarten
darum, um ihn wird man sich noch schlagen
bildlich
Beispiele:
sich an die Brust schlagen (= etw. bereuen)
historischeinen Knappen zum Ritter schlagen (= in den Ritterstand erheben)
gehobeneinen Gegner aufs Haupt schlagen (= völlig besiegen)
umgangssprachlichzwei Fliegen mit einer Klappe schlagen (= einen doppelten Zweck auf einmal, durch ein Mittel erreichen)
umgangssprachlichin die gleiche Kerbe schlagen (= dasselbe Ziel verfolgen)
2.
durch schnelle, zielende, auf etw. auftreffende Bewegungen
a)
etw. herstellen, verursachen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
das Eiweiß (zu Schnee), die Sahne (zu Schlagsahne) schlagen
Zitronensaft, Öl und Mayonnaise (zu einer glatten Soße) schlagen
flüssigen Teig, die Seife (zu Schaum) schlagen
Löcher ins Eis, eine Bresche schlagen
veraltetFeuer, Licht schlagen
alles in Stücke, Scherben schlagen
umgangssprachlichalles kurz und klein schlagen wollen
Huhl hatte … eine Fischmayonnaise geschlagen [ AndresLiebesschaukel57]
b)
eine Tätigkeit ausführen, durchführen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
etw. irgendwohin schlagen
Beispiele:
einen Nagel in die Wand schlagen (= klopfen, hämmern)
einen Aufruf an das Schwarze Brett schlagen (= anschlagen)
Schuhe über, auf den Leisten schlagen (= spannen)
ReligionChristus ist ans Kreuz geschlagen (= gekreuzigt) worden
einen Pfahl in die Erde schlagen (= treiben)
Kartoffeln, Quark durch ein Sieb schlagen (= durchrühren)
ein Ei in die Pfanne schlagen (= die Schale zerbrechen und Dotter und Eiweiß in die Pfanne gleiten lassen)
sich [Dativ], jmdm. einen Weg durchs Dickicht schlagen (= bahnen)
etw. schlagen
Beispiele:
Holz, Bäume, einen Wald schlagen (= fällen)
Brennholz schlagen (= schneiden)
die Trommel, auf die Trommel schlagen (= trommeln)
die Pauke, auf die Pauke schlagen (= pauken)
(auf der Trommel) einen Wirbel schlagen
veraltetdie Laute, Zither schlagen (= spielen)
den Takt schlagen (= durch rhythmisches Klopfen das Zeitmaß eines Musikstücks angeben)
Münzen schlagen (= prägen)
3.
abgeblasst; Sonderbedeutungen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
einen Kreis schlagen (= mit dem Zirkel ziehen)
Religionein Kreuz schlagen (= sich bekreuzigen)
(um jmdn.) einen Bogen schlagen (= um jmdn. herumgehen)
(über einen Fluss) eine Brücke schlagen (= bauen, errichten)
einen Salto, Purzelbaum, ein Rad schlagen (= mit seinem Körper ausführen, machen)
der Pfau schlug ein Rad (= richtete die Schwanzfedern auf)
Jägerspracheeinen Haken schlagen (= plötzlich und scharf, besonders auf der Flucht, die Richtung ändern)
umgangssprachlichAlarm schlagen (= jmdn. alarmieren)
umgangssprachlichLärm schlagen (= Lärm, viele Worte machen)
umgangssprachlichKrach schlagen (= laut seinen Unwillen äußern)
eine Schlacht schlagen (= sich in einer Schlacht dem Gegner stellen)
einen Gegenstand in ein Tuch, in Papier schlagen (= einschlagen)
das Haar nach innen, ein Bein über das andere, die Arme um jmdn. schlagen (= legen)
sich [Dativ] eine Decke um die Beine schlagen (= wickeln)
die Hände vors Gesicht schlagen (= rasch das Gesicht mit den Händen bedecken)
einen Rat in den Wind schlagen (= ihn nicht befolgen)
dichterischjmdn. in Ketten, Fesseln schlagen (= fesseln)
gehobenjmdm. Wunden schlagen (= zufügen)
landschaftlichjmdm. die Karten schlagen (= aus den Karten die Zukunft voraussagen)
umgangssprachlichsich [Dativ] die Nacht um die Ohren schlagen (= die Nacht nicht schlafen, aufbleiben)
umgangssprachlichsich [Dativ] etw. aus dem Kopf, Sinn schlagen (= von etw. Abstand nehmen, einen Plan aufgeben)
umgangssprachlichüber die Stränge schlagen (= leichtsinnig aus der gewohnten Norm ausbrechen)
der Vogel schlägt mit den Flügeln (= bewegt sie heftig auf und nieder, ohne davonzufliegen)
die Pflanze hat Wurzeln geschlagen (= ist fest in der Erde angewachsen)
das Meer schlägt hohe Wellen (= hat hohen Wellengang)
das Schiff wurde von den Wellen leck geschlagen
die Gardine, Jacke, der Rock schlägt (= bildet, wirft) Falten
umgangssprachlich, scherzhaft jmdm. ein Schnippchen schlagenjmdn. mit Geschick überlisten
Beispiele:
der Mutter ein Schnippchen schlagen
allen Berechnungen hatte sie ein Schnippchen geschlagen
4.
etw. schlägt
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
a)
eine Uhr schlägtdas Schlagwerk einer Uhr führt die Stundenschläge aus, gibt laut die Zeit an
Beispiele:
die große Standuhr schlug sieben Uhr, sechs(mal), die Stunden
es schlägt halb zwölf, Mitternacht
er hörte eine Stunde nach der anderen schlagen
die Glocke schlägt dumpf, dröhnend
bildlich
Beispiele:
umgangssprachlicher weiß, was die Glocke, Uhr, Stunde geschlagen hat (= weiß Bescheid, weiß, wie die Dinge stehen)
die Abschiedsstunde schlägt (= bricht an)
gehobenjedem schlägt seine Stunde (= jeder kommt einmal an die Reihe) (= jeder muss einmal sterben)
umgangssprachlicher glaubte, sein letztes Stündlein hätte geschlagen (= er müsste sterben)
saloppnun schlägt's aber dreizehn! (= das ist doch nicht zu glauben!) (= das geht zu weit!)
b)
das Herz, der Puls schlägtdas Herz zieht sich rhythmisch zusammen und erzeugt dadurch das stoßweise Einfließen des Blutes in die Arterien
Beispiele:
das Herz schlug matt, schwach, unruhig, regelmäßig
jmds. Herz schlägt zum Springen, schlägt höher (= jmd. ist freudig erregt)
schlagende Pulse
übertragen
Beispiel:
jmdm. schlägt das Gewissen (= jmds. Gewissen regt sich)
c)
Beispiele:
ein Wagen, Rad schlägt (= ruckt, läuft ungleichmäßig) während der Fahrt
Der Wagen stößt und schlägt schrecklich auf den zerfahrenen Landwegen [ FalladaWolf2,388]
d)
Beispiele:
eine Tür schlägt (ins Schloss) (= eine Tür wird geräuschvoll zugemacht)
eine Tür, das Segel schlägt (= bewegt sich im Wind hin und her)
e)
Beispiele:
die Nachtigall schlägt (= lässt ihre Stimme ertönen, ruft)
gehobenFinken, Wachteln schlagen
gehobenes schlägt im Mai / Kein Vogel ohne Unterlaß [ Storm8,194]
5.
jmdn., sich schlagen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
a)
jmdn. in einem Kampf, Wettkampf besiegen
Beispiele:
er schlug im Wettbewerb alle seine Mitbewerber, Partner
wir haben sie 3:0, mit 3:0 Toren geschlagen
er hatte sie um einige Meter, um mehrere Längen, nach Punkten geschlagen
gehobenjmdn. aus dem Feld schlagen (= verdrängen)
jmdn. mit seinen eigenen Worten, Waffen schlagen
jmd. ist nicht leicht zu schlagen
sich geschlagen geben, fühlen, für geschlagen erklären
umgangssprachlich, bildlich sich wacker schlagensich gut behaupten
Beispiel:
du hast dich in der Diskussion, beim Wettkampf, durchs Leben wacker, gut, tapfer, trefflich geschlagen
b)
jmdn. in einer Schlacht besiegen
Beispiele:
Napoleon war bei Leipzig entscheidend geschlagen worden
der Geschlagene musste fliehen
den Gegner in die Flucht schlagen (= zum Fliehen zwingen)
c)
veraltet sich (mit jmdm.) schlagenwegen eines angeblichen Ehrenhandels einen Zweikampf mit Degen oder Säbel ausfechten
Beispiele:
er wollte sich schlagen, hat sich mit ihm geschlagen
die Mensur schlagen (= in einer schlagenden Verbindung einen Zweikampf mit Degen oder Säbel ausfechten)
Ich erwiderte, daß ich mich, wenn er sein Benehmen nicht ändere, mit ihm schlagen werde [ Lernet-HoleniaGraf35]
d)
gehoben jmd. ist mit etw. geschlagenjmd. ist von etw. heimgesucht, betroffen, befallen
Beispiele:
jmd. ist mit Blindheit, Taubheit geschlagen (= ist blind, taub)
mit Aussatz geschlagen sein (= Aussatz haben)
das Bild des Aussatzes, der Lepra … jener unerbittlichen Krankheit, die den Menschen schlägt [ Urania1958]
Mit Geschwüren wurde Hiob geschlagen [ DöblinAlexanderpl.405]
geschlagenruiniert, vernichtet
Grammatik: oft im Partizip II
Beispiel:
er ist ein geschlagener Mann
6.
umgangssprachlich sich (nach) rechts schlagennach rechts gehen, sich nach rechts begeben
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiel:
er schlug sich seitwärts, (nach) links, durchs Dickicht, ins Gebüsch
bildlich
Beispiel:
saloppsich seitwärts in die Büsche schlagen (= verschwinden)
sich auf jmds. Seite schlagenauf jmds. Seite treten, jmdm. zustimmen
Beispiele:
er schlug sich zur anderen Seite
ich schlug mich auf die Seite der Rebellen, der Fronde [ RehfischHexen36]
7.
umgangssprachlich jmdm. schlägt etw. auf ein Organein Organ von jmdm. wird durch etw. geschädigt
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
der Schreck ist mir auf den Magen geschlagen
die Erkältung ist mir auf die Nieren geschlagen
einer zweiten Schwester schlug es [die Diphtherie] auf die Augen [ M. WalserHalbzeit292]
etw. schlägt sich auf ein Organ
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
die Erkältung hat sich mir auf die Nieren geschlagen
Der allzu viele Wein habe sich aufs Gehirn und in die Knochen geschlagen [ L. FrankRäuberbande1,291]
8.
umgangssprachlich jmd. schlägt einen Gewinn aus etw.jmd. gewinnt mit Geschick etw. aus etw., schlägt etw. aus etw. heraus
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
Geld aus etw. schlagen
er schlägt aus allem Profit, seinen Nutzen, Vorteil
er weiß, aus allem Kapital zu schlagen (= seinen Vorteil aus allem zu ziehen)
9.
umgangssprachlich etw. schlägt in jmds. Fachjmd. versteht etw. von einer Sache, da sie in sein Arbeitsgebiet gehört
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
wegen des Motors musst du unseren Nachbarn fragen, das schlägt in sein Fach, Gebiet
diese Frage, dieses Problem schlägt in unser Gebiet
Ich bin nicht für so was, das schlägt nicht in meine Branche [ FalladaWolf2,435]
10.
etw. zu, auf etw. schlagenetw. zu etw. dazurechnen, dazufügen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
die Zinsen zum Kapital, die Unkosten, Verpackung auf den Preis schlagen
Die Wirren des Dreißigjährigen Krieges hatten sie [die Gutsherren] dazu benutzt, verlassene Bauernhöfe zu ihrem Gutsbesitz zu schlagen (= sich widerrechtlich anzueignen) [ Natur u. Heimat1960]
11.
jmd., etw. schlägt irgendwohinjmd., etw. bewegt sich schnell, heftig irgendwohin
a)
jmd., etw. trifft mit Heftigkeit auf, fällt auf, gegen etw.
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
zu Boden schlagen
er ist mit dem Kopf gegen die Wand, auf den Stein geschlagen
der Vogel schlug mit dem Kopf ans Fenster
die Wellen schlugen über das Boot, in das Schiff
Da schlug Frau Anna ohnmächtig auf die Erde [ WeismantelRiemenschneider178]
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’ bzw. mit ‘ist’
Beispiele:
der Blitz schlug in die Eiche (= traf die Eiche, schlug in die Eiche ein)
der Regen schlug an das Fenster, durch die offene Tür
das offene Gatter schlug gegen die Mauer
Ein … Brotbeutel hängt ihm direkt vor dem Bauch und schlägt beim Gehen noch gegen das riesige Fernglas [ M. WalserEiche1]
b)
etw. kommt schnell aus etw. heraus, hervor
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’ bzw. mit ‘ist’
Beispiele:
Flammen schlugen (= loderten) zum Himmel, aus den Fenstern
aus dem Motor war plötzlich eine Stichflamme geschlagen
aus dem Schornstein schlug (= quoll) dunkler Rauch
die Nässe schlug im Keller in die Wände, ist nach innen geschlagen
c)
etw. steigt schnell auf
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’ bzw. mit ‘ist’
Beispiele:
eine helle Röte schlug ihr ins Gesicht
ein Ton, Wort, Geräusch schlägt (= dringt) an jmds. Ohr
Ein scharfer Geruch, wie ein Gemisch von Zoo, Pferdestall … schlägt mir in die Nase [ GrzimekZwanzig Tiere19]
daß bei seinem Anblick seiner reuigen kleinen Freundin das Blut ins Gesicht geschlagen war [ MusilMann648]
12.
nach jmdm. schlagenjmdm. ähnlich werden
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
die Tochter schlägt nach der Mutter
er ist ganz nach dem Vater, aus der Art geschlagen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schlagen · Schläger · Schlägerei · abschlagen · abschlägig · Abschlag(s)zahlung · anschlagen · veranschlagen · Anschlag · Voranschlag · aufschlagen · Aufschlag · ausschlagen · Ausschlag · beschlagen1 · beschlagen2 · Beschlag · einschlagen · einschlägig · entschlagen · nachschlagen · überschlagen · umschlagen · Umschlag · unterschlagen · verschlagen · verschlagen · Verschlag · vorschlagen · Vorschlag · schlagfertig · Schlaglicht · Schlagschatten · Schlagseite · Schlagwort · Schlagzeile · Schlagzeug · Schlager
schlagen Vb. ‘hauen, prügeln, töten, einen Gegner überwinden, besiegen, mit einer heftigen, gezielten Bewegung geräuschvoll einen Gegenstand treffen, sich in einer bestimmten Richtung entwickeln, nach jmdm. geraten’, ahd. slahan (8. Jh.), mhd. slahen, slān, asächs. slahan, mnd. slān, mnl. slaen, nl. slaan, afries. sla, aengl. slēan, anord. slā, schwed. slå, got. slahan (germ. *slahan). Auf grammatischem Wechsel zwischen h und g beruhen Präteritalformen wie ahd. sluog, asächs. aengl. slōg, denen im Nhd. die Präsensformen und der Infinitiv angeglichen werden; s. auch Schlag, Schlegel neben Schlacht und Geschlecht. Außergerm. Vergleichsmöglichkeiten bietet lediglich das Kelt. mit mir. slacc ‘Schwert’, ir. slacaire ‘Schläger’, mir. slachta ‘geschlagen’, ir. slacht ‘gute Erscheinung, von gutem Schlag’, gäl. slachdaim ‘schlage mit dem Hammer’, so daß eine Wurzel ie. *slak- ‘schlagen, hämmern’ angesetzt werden kann. – Schläger m. ‘wer schlägt, wer jmdn. tötet’, ahd. irslahāri (8. Jh.), mhd. slaher, frühnhd. totslaher, -slager, -sleger (15. Jh.); auch ‘Raufbold’ (seit 17. Jh.). Schlägerei f. ‘Prügelei’ (wohl 15. Jh.), ‘Duell’ (17. Jh.). abschlagen Vb. ‘mit einem Hieb loslösen, lostrennen, abwehren, ablehnen’, ahd. abaslahan ‘abhauen, abschneiden’ (10. Jh.), mhd. abeslahen, auch ‘abschlachten, in Abzug bringen, vergüten, zurückweisen’; abschlägig Adj. ‘ablehnend’ (15. Jh.); Abschlag(s)zahlung f. ‘erster Teil einer abzugeltenden Summe, Teilzahlung’ (18. Jh.). anschlagen Vb. ‘anstoßen, mit Nägeln anhängen, gut wirken, bellen’, ahd. anaslahan (10. Jh.), mhd. aneslahen ‘an jmdn. oder etw. schlagen, anstoßen, mit Schlägen angreifen, durch Schlagen befestigen, rauben, anstiften, berechnen’; veranschlagen Vb. ‘taxieren’ (19. Jh.); Anschlag m. ‘Bekanntmachung, auf etw. zielender Gedanke, Plan, Vorhaben, Vorbereitung des Schützen zum Abschießen’, auch (seit 15. Jh.) ‘Attentat’, ahd. anaslag ‘Hieb, Stoß, Schlag’ (11. Jh.), spätmhd. aneslac, auch ‘Berechnung’; Voranschlag m. ‘vorläufige Kostenberechnung’ (18. Jh.). aufschlagen Vb. ‘(durch Schlagen) öffnen, aufprallen, auftreffen, einen Preis erhöhen, etw. aufstellen, errichten’, ahd. ūfslahan ‘an etw. schlagen’ (um 900), mhd. ūfslahen, auch ‘errichten, aufschieben, verzögern, anzünden, durch Schlagen öffnen, vorenthalten, den Lohn, Preis erhöhen, im Preis steigen, verzichten’; Aufschlag m. ‘Aufprall, Verteuerung eines Preises, umgeschlagener Teil an Kleidungsstücken’, mhd. ūfslac, auch ‘Aufschub, Verlängerung der Frist, Waffenstillstand’. ausschlagen Vb. ‘Knospen treiben, grün werden, um sich schlagen, durch Schlagen zerstören, mit etw. bedecken, ablehnen’, ahd. ūʒslahan ‘herausbrechen, durch Schlagen zerstören’ (9. Jh.), mhd. ūʒslahen ‘herausschlagen, umhauen, ablehnen, zurückschlagen, ausweisen, verjagen, verbannen, freilassen, zerstören, errichten, nach auswärts schlagen, fliehen’; Ausschlag m. ‘Austrieb der Schweine in die Eichelmast, Herabsinken des Waagebalkens nach der schweren Seite’ (15. Jh.), daher den Ausschlag geben ‘entscheidend sein’ (16. Jh.), ‘Entscheidung, Ergebnis, Erfolg, Ausgang’ (16. Jh.), medizinisch ‘Hautschorf, Erkrankung der Haut’ (17. Jh.), ‘Trieb, Sproß’ (18. Jh.). beschlagen1 Vb. ‘(durch Schlagen) mit etw. versehen, sich überziehen, anlaufen’, ahd. bislahan ‘behauen, tüchtig schlagen, fest-, niederschlagen’ (8. Jh.), mhd. beslahen ‘auf etw. schlagen, schlagend bedecken, mit Beschlag belegen, schlagend auf, an etw. befestigen, umschlagen, umschließen’; ein Pferd beschlagen ‘mit Hufeisen versehen’; beschlagen2 Part.adj. ‘gut versehen sein, bewandert in einer Sache, voller Kenntnisse’ (16. Jh.), eigentlich ‘durch (Metall)beschlag fest und dauerhaft’; Beschlag m. ‘Metallstück als Schutz oder Verzierung, Überzug, Hauch’ (15. Jh.), in Beschlag nehmen (17. Jh.), Beschlag auf etw. legen (18. Jh.), mit Beschlag belegen (19. Jh.) ‘etw. oder jmdn. für sich beanspruchen’. einschlagen Vb. ‘hineinschlagen, durch Schlagen zertrümmern, einwickeln, sich in eine bestimmte Richtung erfolgreich entwickeln, gedeihen’ (15. Jh.); einschlägig Adj. ‘in Betracht kommend’ (Ende 18. Jh.). entschlagen Vb. ‘(sich von einer Sache) frei-, losmachen, verzichten’, mhd. entslahen ‘freimachen, aufheben’. nachschlagen Vb. ‘ähnlich werden, nacharten’ (16. Jh.; vgl. mhd. slahen nāch), ‘in einem Buche suchen und nachlesen’ (17. Jh.). überschlagen Vb. ‘ungefähr berechnen, übereinanderlegen (die Beine)’, reflexiv ‘sich überkugeln’, ahd. ubarslahan ‘herausgehen, sich entfernen, vorzüglich sein, übertreffen’ (um 1000), mhd. überslahen ‘schlagend überziehen, beschlagen, überwältigen, besiegen, in Kürze sagen, erzählen, auslassen, ungefähr berechnen, schätzen, überlegen’. umschlagen Vb. ‘umlegen, umbiegen, zu Boden schlagen, ringsum bedecken, sich ändern (vom Wetter)’, mhd. umbeslahen ‘umgeben, -fassen, -zingeln, niederschlagen, Umschweife machen, sich verbreiten’; Umschlag m. ‘Hülle, Umhüllung, Änderung, umgeschlagener Rand’, auch (seit 17. Jh.) als medizinische Heilpackung, kaufmännisch ‘Umsatz, Vertrieb von Waren’ (16. Jh., nach mnd. ummeslach), mhd. umbeslac ‘Umhüllung, Wendung, Umkehr, Ausflucht’. unterschlagen Vb. ‘unrechtmäßig zurückbehalten, veruntreuen, verheimlichen’, mhd. underslahen ‘beiseite legen, abseits setzen, verbergen, aufgeben, niederschlagen, unterdrücken, überwinden, übertreffen’. verschlagen Vb. ‘mit Brettern abteilen, schließen, versehentlich umblättern, durch widrige Umstände an einen ungewollten Ort gelangen (lassen)’, ahd. firslahan ‘erschlagen, töten, verschließen’ (8. Jh.), mhd. verslahen ‘zerschlagen, verwunden, töten, abhauen, auseinanderschlagen, vertreiben, zurückweisen, wegnehmen, beschmutzen, durch Verschlag absperren’, reflexiv ‘sich verstecken, beschmutzen, entfernen’; verschlagen Part.adj. ‘listig, undurchsichtig, durchtrieben’ (15. Jh.), eigentlich ‘seine Pläne nicht bekanntgebend, versteckend, zurückhaltend’; Verschlag m. ‘durch Bretter(wände) abgetrennter Raum, abtrennende Bretterwand’ (18. Jh.). vorschlagen Vb. ‘einen Plan vorlegen, einen Rat geben und zur Erwägung anbieten’, ahd. furislahan ‘vorher-, vorwegnehmen’ (8. Jh.), mhd. vürslahen ‘treiben, im Übergewicht sein, veranschlagen, rechnen’; Vorschlag m. ‘zu erwägender Rat, Plan, Lehrsatz’ (16. Jh.), mhd. vürslac ‘erster Schlag, Befestigung, einschließende Belagerung, Berechnung als Vorlage’. – schlagfertig Adj. ‘bereit zum Losschlagen’ (18. Jh.), ‘um keine Antwort verlegen, witzig’ (19. Jh.). Schlaglicht n. ‘heller Lichtstrahl zum Hervorheben eines einzelnen Gegenstandes’ (18. Jh.), häufig in der Malerei. Schlagschatten m. ‘von einer Person oder einem Gegenstand geworfener, scharf umrissener Schatten’ (18. Jh.). Schlagseite f. ‘Schräglage (eines Schiffs)’ (17. Jh.). Schlagwort n. ‘(schmerzlich) treffendes Wort, prägnanter Ausdruck zur Kennzeichnung einer Zeiterscheinung, Bühnenstichwort’ (18. Jh.), im Bibliothekswesen ‘Stichwort, Kennwort’. Schlagzeile f. ‘hervorgehobene, deutlich gemachte Überschrift’ (um 1880). Schlagzeug n. ‘Ensemble von Schlaginstrumenten’ (20. Jh.); zuvor ‘Geräte zum Einschlagen bzw. zum Beschlagen von Bauteilen’ (16. Jh.). Schlager m. ‘aktuelle, beim Publikum ein- bzw. durchschlagende Musiknummer’, aufgekommen (1881) als Ausdruck der Musikkritik, durch die Tagespresse verbreitet; dann auf andere besonders aktuelle und wirkungsvolle Erscheinungen (Buch, Theaterstück, eine reißend abgehende Ware) übertragen.

Thesaurus

Synonymgruppe
(Rekord) brechen · (Rekord) schlagen · überbieten · übertreffen  ●  (etwas/jemanden) in den Schatten stellen  fig. · den Vogel abschießen  ugs. · toppen  ugs.
Assoziationen
  • besser · größer · passender · richtiger · überlegen
  • (der) hat es echt drauf ugs. · das macht ihm so schnell keiner nach ugs., Spruch · das muss erst mal einer nachmachen! ugs. · reife Leistung! ugs., Spruch · saubere Arbeit! ugs., Spruch
Synonymgruppe
(jemandem) (eine) Niederlage beibringen · besiegen · bezwingen · niederringen · niederzwingen · schlagen  ●  (jemandem) (eine) Niederlage zufügen  geh. · (jemandem) den Rest geben  ugs. · (jemandem) die Luft abdrehen  ugs., fig. · (jemanden) an die Wand klatschen  ugs., fig. · allemachen  ugs. · fertigmachen  ugs. · kleinkriegen  ugs., fig. · platt machen  ugs. · plätten  ugs. · wegpusten  ugs. · zerfetzen  ugs.
Oberbegriffe
  • (mit etwas) in Wechselwirkung treten (Sache) · aufeinander einwirken · interagieren · sich gegenseitig beeinflussen
Unterbegriffe
  • handstreichartig besetzen · im Handstreich einnehmen · im Nu erobern · im Sturm nehmen · mühelos besiegen  ●  überrollen fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
boxen · hauen · prügeln · schlagen  ●  dreschen  ugs. · kloppen  ugs.
Unterbegriffe
  • (jemanden) ohrfeigen  ●  (jemandem) eine Maulschelle verpassen bundesdeutsch, veraltend · (jemandem) eine Ohrfeige geben Hauptform · (jemandem) eine (he)runterhauen ugs. · (jemandem) eine auflegen ugs., österr. · (jemandem) eine klatschen ugs. · (jemandem) eine kleben ugs., bundesdeutsch · (jemandem) eine kleschen ugs., österr. · (jemandem) eine knallen ugs. · (jemandem) eine langen ugs. · (jemandem) eine picken ugs., österr. · (jemandem) eine runterhauen ugs. · (jemandem) eine schallern ugs., bundesdeutsch · (jemandem) eine scheuern ugs., bundesdeutsch · (jemandem) eine schmieren ugs. · (jemandem) rechts und links eine (he)runterhauen ugs. · (jemandem) rutscht die Hand aus ugs., fig., Redensart · (jemanden) abwatschen ugs., bayr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Ergebnis erzielen · abschneiden  ●  (gut / schlecht / besser / schlechter) wegkommen (bei)  ugs. · (sich) (gut) schlagen  ugs.
Synonymgruppe
hämmern · klopfen · pochen · pulsieren · schlagen  ●  bumpern  ugs. · klopf klopf machen  ugs.
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · von sich geben · zu hören sein
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) (eine) Schlägerei liefern · (sich) (gegenseitig) verbleuen · (sich) (gegenseitig) verdreschen · (sich) (gegenseitig) verhauen · (sich) prügeln · (sich) schlagen  ●  (sich) (gegenseitig) verkloppen  ugs. · (sich) kloppen  ugs. · (sich) prügeln wie die Kesselflicker  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
flöten · schlagen (Fink, Nachtigall)  ●  singen (Vogel)  Hauptform
Oberbegriffe
  • Laute von sich geben
Assoziationen
Synonymgruppe
reißen (Beutegreifer) · schlagen (Greifvogel)  ●  (sich) holen  ugs.
Oberbegriffe
  • auslöschen · ermorden · killen · meucheln · tot... · umbringen · ums Leben bringen  ●  (jemandem) (den) Lebensfaden abschneiden fig. · (jemandem) das Lebenslicht auslöschen fig., variabel · ins Jenseits befördern fig. · töten (absichtlich) Hauptform · zum Schweigen bringen fig. · zur Strecke bringen fig. · (jemandem) den Garaus machen ugs. · abmurksen ugs. · abservieren ugs., salopp, fig. · ausknipsen ugs., fig., salopp · entleiben geh. · in die ewigen Jagdgründe schicken ugs., fig. · ins Gras beißen lassen ugs., fig. · ins Nirwana befördern ugs. · kaltmachen ugs. · totmachen ugs. · um die Ecke bringen ugs., fig. · umlegen ugs. · vom Leben zum Tode befördern geh. · über die Klinge springen lassen ugs., fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) ähneln (in) · (nach jemandem) geraten · (nach jemandem) schlagen  ●  (etwas) von jemandem haben  ugs. · (ganz) nach jemandem kommen  ugs. · (jemandem) nacharten  geh. · (jemandem) nachgeraten  geh. · (jemandem) nachschlagen  geh. · (nach jemandem) arten  geh. · Der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum.  ugs., ironisch · Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.  ugs., Sprichwort · Wie der Vater, so der Sohn.  ugs., Sprichwort · ganz der Papa  ugs. · ganz der Vater (sein)  ugs. · ganz die Mama  ugs. · ganz die Mutter (sein)  ugs. · viel von jemandem haben  ugs.
Assoziationen
  • fortfahren · fortführen · fortsetzen · in jemandes Fußstapfen treten · kontinuieren · weiterführen · weitermachen
  • (jemandem) sehr ähnlich sehen · (jemandem) täuschend ähnlich sehen · (jemandem) wie aus dem Gesicht geschnitten sein · (praktisch jemandes) Doppelgänger (sein) · (sich) gleichen wie ein Ei dem anderen · (sich) sehr (stark) ähneln · (sich) täuschend ähnlich sehen · (sich) zum Verwechseln ähneln · (sich) zum Verwechseln ähnlich sehen · (sich) ähneln wie ein Ei dem anderen · (sich) ähneln wie eineiige Zwillinge · kaum zu unterscheiden sein · sehr ähneln · sehr ähnlich sein
  • Menschenschlag · Schlag (von) Menschen · Sorte Mensch · Typ  ●  aus ... Holz geschnitzt variabel, Redensart, fig. · Schlag ugs.
  • (bei jemandem) an jemanden (anderen) denken müssen · (jemanden) an jemanden erinnern
Synonymgruppe
(mit der flachen Hand) schlagen · klatschen  ●  patschen  ugs.
Assoziationen
  • (leichter) Schlag mir der flachen Hand · Klaps · Streich  ●  Patsch ugs. · Patscher ugs.
  • (jemandem) einen Klaps geben · (jemandem) einen Schlag mit der flachen Hand geben
Synonymgruppe
(Eiweiß zu Eischnee) schlagen · (Eiweiß zu Eischnee) verkleppern
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemanden) schlagen · zuschlagen  ●  (jemandem) einen Schlag versetzen  auch figurativ · (jemandem) ein Ding verpassen  ugs. · (jemandem) eine verpassen  ugs. · (jemandem) einen Schlag verpassen  ugs. · (jemandem) einen auf die Nase geben  ugs., variabel · (jemandem) einen auf die Nuss geben  ugs. · (jemandem) einen mitgeben  ugs., auch figurativ · (jemandem) einen vor die Nuss geben  ugs. · (jemandem) eins überbraten  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemanden) besiegen · (jemanden) schlagen (Wettkampf)
Unterbegriffe
  • (jemanden) vernichtend schlagen · haushoch gewinnen  ●  (den Gegner) vom Platz fegen fig., Sportsprache · (den Gegner) zerlegen ugs., fig., Sportsprache · (jemandem) eine vernichtende Niederlage bereiten geh. · an die Wand spielen ugs., fig.

Typische Verbindungen zu ›schlagen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schlagen‹.

Verwendungsbeispiele für ›schlagen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine weitere Pleite wollen die in den vergangenen Jahren wiederholt schmerzhaft geschlagenen Bayern mit allen Mitteln verhindern. [Die Zeit, 26.02.2013 (online)]
Eine geschlagene Stunde lang wollte niemand etwas von ihr wissen. [Die Zeit, 29.08.2011, Nr. 35]
Er darf andere weder buchstäblich schlagen noch sie verbal einschüchtern. [Der Wachtturm, 1999, Nr. 4, Bd. 120]
Oder vielleicht hat dieser Frau am Abend zuvor ein Mann auch auf die Finger geschlagen. [Alt, Franz: Liebe ist möglich, München: Piper 1985, S. 158]
Gin ist das einzige Ziel, um ihn schlägt man sich. [Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 256]
Zitationshilfe
„schlagen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schlagen>.

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