schleißen

Grammatik Verb · schleißt, schleißte, hat geschleißt
Grammatik Verb · schleißt, schliss, hat geschlissen
Worttrennung schlei-ßen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. ⟨Federn schleißen⟩ den Flaum vom Kiel abtrennen
  2. 2. [landschaftlich] ...
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Federn schleißenden Flaum vom Kiel abtrennen
Beispiel:
die Frauen schleißten, schlissen Federn
2.
landschaftlich
Beispiel:
Holz schleißen (= fein spalten)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

verschleißen · schleißen · verschlissen · Verschleiß
verschleißen Vb. ‘durch häufigen Gebrauch abnutzen, verbrauchen’, ahd. firslīʒan (8. Jh.), mhd. verslīʒen ‘sich abnutzen, verderben, zugrunde gehen, bis zum Zerreißen abnutzen, verbrauchen’, asächs. farslītan, mnd. vorslīten, mnl. verslīten, nl. verslijten, aengl. forslītan sind mit verstärkendem Präfix (s. ↗ver-) gebildet zu (heute kaum noch üblichem) schleißen Vb. ‘sich schnell abnutzen, leicht zerreißen, (ab)spalten, abschälen, abreißen’, ahd. slīʒan ‘zerreißen’ (8. Jh.), mhd. slīʒen ‘spalten, (zer)reißen, abschälen, abnutzen, zerstören, zunichte machen’, asächs. aengl. slītan, mnd. mnl. slīten, nl. slijten, anord. slīta, schwed. slita (germ. *slītan); dazu das Kausativum ahd. (10. Jh.), mhd. sleiʒen ‘zerreißen, spalten’. Falls lit. skleĩsti ‘ausbreiten, ausdehnen, platzen, öffnen, zerfließen’ hier anzuschließen ist, kann von ie. *skleid- ausgegangen werden, einer i-Erweiterung mit Dental der unter ↗Schale1, ↗Schale2 (s. d.) aufgeführten Wurzel ie. *(s)kel- ‘schneiden’. verschlissen Part.adj. ‘abgenutzt, abgetragen’ (16. Jh.). Verschleiß m. ‘Abnutzung (durch Gebrauch), Verbrauch’ (20. Jh.), älter (so noch öst.) ‘Kleinverkauf’ (Anfang 19. Jh.), Verschliß, Verschließ ‘Verkauf, Vertrieb’ (18. Jh.); zu verschleißen ‘Waren im kleinen verkaufen’ (18. Jh., aus dem Mnd.), eigentlich ‘eine Menge in kleine Teile aufspalten’.

Verwendungsbeispiel für ›schleißen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie hatte einen Haufen Federn vor sich und war dabei, sie zu schleißen.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 6793
Zitationshilfe
„schleißen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schlei%C3%9Fen#1>, abgerufen am 30.05.2020.

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schleißen

Grammatik Verb · schleißt, schliss, ist geschlissen
Worttrennung schlei-ßen
Wortbildung  mit ›schleißen‹ als Letztglied: ↗abschleißen
eWDG, 1976

Bedeutung

veraltend sich schnell abnutzen, leicht zerreißen
Beispiele:
dieser Stoff schleißt leicht
die Jacke ist geschlissen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

verschleißen · schleißen · verschlissen · Verschleiß
verschleißen Vb. ‘durch häufigen Gebrauch abnutzen, verbrauchen’, ahd. firslīʒan (8. Jh.), mhd. verslīʒen ‘sich abnutzen, verderben, zugrunde gehen, bis zum Zerreißen abnutzen, verbrauchen’, asächs. farslītan, mnd. vorslīten, mnl. verslīten, nl. verslijten, aengl. forslītan sind mit verstärkendem Präfix (s. ↗ver-) gebildet zu (heute kaum noch üblichem) schleißen Vb. ‘sich schnell abnutzen, leicht zerreißen, (ab)spalten, abschälen, abreißen’, ahd. slīʒan ‘zerreißen’ (8. Jh.), mhd. slīʒen ‘spalten, (zer)reißen, abschälen, abnutzen, zerstören, zunichte machen’, asächs. aengl. slītan, mnd. mnl. slīten, nl. slijten, anord. slīta, schwed. slita (germ. *slītan); dazu das Kausativum ahd. (10. Jh.), mhd. sleiʒen ‘zerreißen, spalten’. Falls lit. skleĩsti ‘ausbreiten, ausdehnen, platzen, öffnen, zerfließen’ hier anzuschließen ist, kann von ie. *skleid- ausgegangen werden, einer i-Erweiterung mit Dental der unter ↗Schale1, ↗Schale2 (s. d.) aufgeführten Wurzel ie. *(s)kel- ‘schneiden’. verschlissen Part.adj. ‘abgenutzt, abgetragen’ (16. Jh.). Verschleiß m. ‘Abnutzung (durch Gebrauch), Verbrauch’ (20. Jh.), älter (so noch öst.) ‘Kleinverkauf’ (Anfang 19. Jh.), Verschliß, Verschließ ‘Verkauf, Vertrieb’ (18. Jh.); zu verschleißen ‘Waren im kleinen verkaufen’ (18. Jh., aus dem Mnd.), eigentlich ‘eine Menge in kleine Teile aufspalten’.

Verwendungsbeispiel für ›schleißen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie hatte einen Haufen Federn vor sich und war dabei, sie zu schleißen.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 6793
Zitationshilfe
„schleißen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schlei%C3%9Fen#2>, abgerufen am 30.05.2020.

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