schlemmen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschlem-men (computergeneriert)
Wortbildung mit ›schlemmen‹ als Erstglied: ↗Schlemmer · ↗Schlemmerei
eWDG, 1976

Bedeutung

salopp bei gutem und reichlichem Essen und Trinken üppig leben, prassen
Beispiele:
einmal, im besten Hotel schlemmen wollen
Wir wollen nicht prassen, nicht schlemmen [KretzerTimpe323]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schlemmen · Schlemmer · Schlemmerei
schlemmen Vb. ‘üppig essen und trinken, prassen’, frühnhd. slemmen (15. Jh.), mnd. slom(m)en, slȫmen ‘üppig leben’ sind wohl als assimilierte Formen (mm aus mp) anzusehen neben mnl. slampen, slempen ‘schmatzend essen, schlürfend trinken’, nl. slempen ‘prassen’ und nhd. ↗schlampen (s. d.), wo Weiteres zur Herkunft. Schlemmer m. ‘wer üppig und genußvoll ißt und trinkt’ (15. Jh.). Schlemmerei f. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(es sich) schmecken lassen · schlemmen · ↗schwelgen  ●  ↗(genüsslich) essen  ugs. · auf der Zunge zergehen lassen  ugs. · ↗schmausen  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auster Besucher Gast Gourmet Herzenslust Hotel Kaviar Restaurant abends einkaufen genießen gern günstig lieber schlürfen shoppen staunen tanzen trinken umsonst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schlemmen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jetzt schlemmt man in sich gekehrter, der Platz ist stiller geworden.
Die Zeit, 04.08.2004, Nr. 32
Dort kann man sich durch mehr als 50 leckere Sorten Eis schlemmen.
Süddeutsche Zeitung, 26.05.2004
Aber du schlemmst nur gar zu gern bei deinen reichen Gönnern.
Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 934
Sobald sich die Sonne aber erhob, wurde im Königshaus weitergezecht und geschlemmt.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 94
Manche handeln den Gütern des Lebens gegenüber wie Sträflinge, die entbehren müssen, manche wie Freigesprochene, die schlemmen dürfen.
Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 364
Zitationshilfe
„schlemmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schlemmen>, abgerufen am 26.03.2019.

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