schmächtig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung schmäch-tig
Wortbildung  mit ›schmächtig‹ als Erstglied: ↗Schmächtigkeit
eWDG

Bedeutung

von zartem Gliederbau, dünn
Beispiele:
jmd. ist klein und schmächtig (von Wuchs)
ein schmächtiges Kind
der schmächtige (= magere) Rücken, die schmächtigen Schultern eines Mädchens
Einen schmächtigen Körper hatte er; die Schulterknochen standen hervor, die Rippen waren zu zählen [ BredelHeerstraßen256]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schmächtig Adj. ‘klein, dünn, schwächlich’, mhd. smahtec ‘Hunger und Durst leidend’, mnd. smachtich, smechtich ‘hungrig, verhungert, armselig, kümmerlich, dünn’ sind von den unter ↗schmachten (s. d.) angeführten Substantiven mhd. smaht ‘Geruch, das Schmachten, Verschmachten, hoher Grad von Hunger und Durst’, mnd. smacht ‘Entbehrung, entkräftender Hunger’ abgeleitet. Die heute übliche Bedeutung entwickelt sich aus ‘durch Hunger und Durst geschwächt’ (16. Jh.) über ‘entkräftet, schwach, kraftlos’ (17. Jh.), vielleicht gefördert durch mnd. nd. Einfluß.

Thesaurus

Anatomie
Synonymgruppe
dünn · ↗dürr · ↗hager · ↗knochig · ↗mager · ↗schmal · schmächtig  ●  ↗schlaksig  abwertend · ↗untergewichtig  medizinisch · ↗dystroph  fachspr., griechisch · ↗leptosom  fachspr. · ↗nichts auf den Rippen haben  ugs. · nichts zuzusetzen haben  ugs. · ↗spillerig  ugs., norddeutsch
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›schmächtig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schmächtig‹.

Verwendungsbeispiele für ›schmächtig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

An seinen beinahe schmächtigen Unterarmen schienen riesige schaufelähnliche Hände befestigt zu sein.
Düffel, John von: Vom Wasser, München: dtv 2006, S. 242
Der schmächtige Ungar ist robust geworden, läßt sich auch auf dem Platz nichts mehr gefallen.
Bild, 03.06.1999
Clark ist von eher schmächtiger Gestalt; er könnte sogar fast kleinwüchsig genannt werden.
Die Welt, 25.03.1999
Da läuft plötzlich ein krampfhaftes Zucken durch die schmächtige Gestalt in seinen Armen.
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 342
Von einer breiten Hand - zu schwer fast für den schmächtigen Körper - fühlte ich meine Finger umschlossen.
Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 1379
Zitationshilfe
„schmächtig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schm%C3%A4chtig>, abgerufen am 02.03.2021.

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