schmackhaft

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungschmack-haft (computergeneriert)
Wortbildung mit ›schmackhaft‹ als Erstglied: ↗Schmackhaftigkeit  ·  mit ›schmackhaft‹ als Letztglied: ↗unschmackhaft
eWDG, 1976

Bedeutung

wohlschmeckend, zum Essen, Trinken reizend
Beispiele:
ein schmackhaftes Gericht, Brot, schmackhafter Apfel, Wein
schmackhafte und abwechslungsreiche Kost bieten
das Fleisch von diesem Tier ist sehr schmackhaft
das Essen schmackhaft zubereiten, kochen
übertragen jmdm. etw. schmackhaft machenjmdm. etw. reizvoll, angenehm machen
Beispiele:
jmdm. ein Vorhaben, einen Gedanken, Beruf schmackhaft machen
Brett gehörte zu den Lehrern, die es nicht nötig haben, den trockenen Lehrstoff durch gequälte Witze schmackhaft zu machen [SpoerlFeuerzangenbowle58]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schmecken · schmackhaft
schmecken Vb. ‘mit dem Geschmackssinn wahrnehmen, auf der Zunge als süß, bitter, sauer, salzig u. dgl. empfinden, munden’. In nhd. schmecken, mhd. smecken (transitiv) ‘den Geschmack von etw. empfinden, kosten, den Geruch von etw. empfinden, riechen’, überhaupt ‘durch die Sinne wahrnehmen’, (intransitiv) ‘Geschmack, Geruch von sich geben, duften, stinken’ fallen die ursprünglich durch unterschiedliche Bildungsweisen getrennten Verben (transitiv) ahd. (gi)smecken ‘den Geschmack von etw. empfinden, kosten’ (9. Jh.) und (intransitiv) ahd. (gi)smackēn ‘Geschmack, Geruch von sich geben, schmecken, riechen’ (10. Jh.) zusammen. Dazu stellen sich mnd. smecken (transitiv und intransitiv), aengl. smæccan (transitiv) und mhd. smacken (intransitiv und transitiv) ‘schmecken, wahrnehmen, riechen, duften’, mnd. mnl. smāken (transitiv und intransitiv), nl. smaken, schwed. smaka (transitiv und intransitiv). Weiter gehören hierher die unter ↗Geschmack (s. d.) angeführten Formen sowie (mit germ. g) ahd. gismagmo ‘Geschmack’ (um 1000) und außergerm. wohl lit. smaguriáuti ‘naschen’ (zu smagùs ‘heiter, angenehm’). Daraus läßt sich eine gemeinsame, allerdings nur durch das Germ. und Balt. gestützte Ausgangsform ie. *smeg(h)- ‘schmecken’ erschließen. Die Bedeutung ‘riechen’ wird in obd. Mundarten bewahrt. Vgl. dazu redensartlich den Braten schmecken ‘etw. wittern, merken’ (16. Jh.), dafür heute den Braten riechen. schmackhaft Adj. ‘wohlschmeckend’, mhd. smachaft ‘wohlschmeckend, wohlriechend’.

Thesaurus

Synonymgruppe
pikant · schmackhaft
Assoziationen
Synonymgruppe
appetitlich · ↗delektabel · ↗delikat · ↗deliziös · ↗ergötzlich · kulinarischer (Hoch-)Genuss · ↗köstlich · ↗lecker · lukullischer (Hoch-)Genuss · mundend · schmackhaft · ↗wohlschmeckend  ●  (da) könnte ich mich reinlegen  ugs. · ↗gluschtig  ugs., schweiz. · schmeckt nach mehr  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
deliziös · die Kochkunst betreffend · ↗kulinarisch · ↗lukullisch · schmackhaft
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausflug Beere Beilage Bissen Brühe Essen Fleisch Frucht Happen Hausmannskost Häppchen Kost Köder Köstlichkeit Mahl Mahlzeit Menü Speis Speise Suppe Vorspeise Zubereitung bekömmlich gesund machen nahrhaft preiswert zart zubereiten zubereitet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schmackhaft‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er wolle die Entwicklung auch dazu nutzen, Studenten entsprechende Positionen schmackhaft zu machen.
Die Welt, 28.10.1999
Wie versuchen Sie, den Unternehmen die Ausbildung schmackhaft zu machen?
Der Tagesspiegel, 14.07.1999
Am schmackhaftesten ist er im Alter von 20 bis 25 Jahren.
Neumann, Heinz u. Scharfe, Adolf: Gekonnt serviert, Berlin: Verl. Die Wirtschaft 1967, S. 52
Daß sie jetzt gut und schmackhaft sein könnten, hat ihm nur der Hunger vorgegaukelt.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 170
Das Fleisch der jungen Tiere ist auch für europäische Gaumen schmackhaft.
Welt und Wissen, 1929, Nr. 4, Bd. 18
Zitationshilfe
„schmackhaft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schmackhaft>, abgerufen am 23.03.2019.

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