schmauchen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschmau-chen (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich, scherzhaft etw. (behaglich) rauchen
Beispiele:
er schmaucht behaglich, gemütlich, mit Genuss seine Pfeife
eine Zigarre schmauchen
kräftig schmauchen
schwatzen und schmauchen
schmauchend auf und ab gehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schmauchen · Schmauch · schmäuchen
schmauchen Vb. ‘rauchen, qualmen, behaglich Pfeife rauchen’ (17. Jh.), mnd. smōken ‘rauchen, qualmen’, mnl. smōken, nl. smoken, faktitiv abgeleitet vom Substantiv Schmauch m. ‘Rauch, Qualm’, mhd. smouch ‘Rauch, Dunst’, mnd. smōk, mnl. smooc, nl. smook. Dazu stehen ablautend aengl. smocian, engl. to smoke ‘rauchen, qualmen’, aengl. smoca, engl. smoke ‘Rauch, Qualm’ und kausatives nhd. (veraltet) schmäuchen Vb. ‘räuchern’, nd. smöken, schmöken ‘räuchern, rauchen’. Alle Formen sind anzuschließen an das starke Verb aengl. smēocan ‘rauchen, räuchern’ und aengl. smēoc ‘Rauch, Qualm’. Außergerm. sind vergleichbar griech. smȳ́chein (σμύχειν) ‘verschwelen lassen’, air. mūch ‘Rauch’, russ. smúglyj (смуглый) ‘dunkelhäutig’, so daß eine Wurzel ie. *(s)meukh-, *(s)meug(h)- ‘rauchen, Rauch’ erschließbar ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) eine Zigarette anstecken · ↗rauchen · schmauchen  ●  (sich) eine anstecken  ugs. · (sich) eine rauchen gehen  ugs. · eine (Zigarette) durchziehen  ugs. · ↗paffen  ugs. · ↗qualmen  ugs. · ↗quarzen  ugs. · ↗schmöken  ugs., norddeutsch
Assoziationen
Synonymgruppe
genussrauchen · schmauchen (seine Pfeife, Shisha)  ●  (s)ein Pfeifchen schmauchen  ugs. · (sich) gemütlich eine rauchen  ugs.
Assoziationen
  • (sich) eine Zigarette anstecken · ↗rauchen · schmauchen  ●  (sich) eine anstecken  ugs. · (sich) eine rauchen gehen  ugs. · eine (Zigarette) durchziehen  ugs. · ↗paffen  ugs. · ↗qualmen  ugs. · ↗quarzen  ugs. · ↗schmöken  ugs., norddeutsch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Friedenspfeife Pfeife Wasserpfeife Zigarette Zigarre gemütlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schmauchen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allerdings durfte sich auf den Straßen der Stadt nur tummeln, wer lediglich eine leichte Marihuana-Zigarette geschmaucht hatte.
Die Zeit, 21.10.1994, Nr. 43
Wenn die Freunde schmauchen, will natürlich jeder dazugehören, und wer raucht, wirkt erwachsen.
Süddeutsche Zeitung, 07.05.1997
Der neue Manager schmauchte eine Pfeife, war sehr schlank, und das Gesicht umrahmte silbergraues, nach hinten gekämmtes Haar.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 41
Ich rief Celestino, der gerade die letzte Gneisplatte in den Gartenweg gebettet hatte und nun seinen Feierabend-Toscano schmauchte.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 35
Und während unten am Hafen die Leute vor ihren Häusern saßen, schwatzten und schmauchten, zog dieser endlose Trauerzug durch die Innenstadt.
Bredel, Willi: Die Väter. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Bd. 7, Berlin: Aufbau-Verl. 1973 [1946], S. 61
Zitationshilfe
„schmauchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schmauchen>, abgerufen am 10.12.2019.

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