schmitzen

Worttrennung schmit-zen
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

landschaftlich, besonders ostmitteldeutsch (mit der Peitsche, Gerte) schlagen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schmitzen1 · Schmitz · Schmitze · verschmitzen · verschmitzt
schmitzen1 Vb. (mit Ruten) ‘schlagen’, spätmhd. smitzen ‘mit Ruten hauen, geißeln, züchtigen, schlagen, schmähen, beleidigen’, hervorgegangen aus einer Intensivbildung *smikezen. Schmitz m. ‘Schlag, Streich, Strich, Markierung’, mhd. smi(t)z. Schmitze f. ‘Peitsche, Rute’ (16. Jh.), neben ↗Schmicke (s. d.). verschmitzen ‘mit Ruten schlagen, beleidigen’ (16. Jh.). Lautlich anzuschließen ist hier zweifellos verschmitzt Part.adj. ‘in freundlich-lustiger Weise klug, pfiffig, gewitzt’ (Mitte 16. Jh.). Doch die semantische Deutung ‘durch Schläge klug geworden’ (seit Frisch 1741) ist wenig überzeugend. Eher dürfte eine (durch Semantik und Lautgestalt des Verbalstamms begünstigte) affektische Analogiebildung zu synonymen Ausdrücken wie abgebrüht, abgefeimt, ausgekocht, gerieben, gewichst, gewieft oder (öst.) gehaut vorliegen (s. ↗gerissen).

schmitzen2 Vb. ‘beschmutzen, besudeln, beschmieren’, mhd. smitzen ‘schlagen, beschmieren, beschimpfen, beschädigen’, nhd. schmitzen (bis 18. Jh.), das wohl am besten als Intensivum zu mhd. smīʒen ‘streichen, schmieren, schlagen’ (s. ↗schmeißen2) aufzufassen ist.
Zitationshilfe
„schmitzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schmitzen>, abgerufen am 30.05.2020.

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