Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

schnäpseln

Grammatik Verb
Worttrennung schnäp-seln
Grundformschnapsen
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich, scherzhaft Schnaps trinken
Beispiele:
er schnäpselt gern ein bisschen
wir haben gestern geschnäpselt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schnaps · schnapsen · schnäpseln
Schnaps m. ‘Branntwein’. Nd. Snapps ‘eine kleine Menge Branntwein’ (18. Jh., wohl älter), vgl. enen Snapps nemen ‘ein Gläschen Branntwein trinken’, ergibt nhd. Schnaps (2. Hälfte 18. Jh.). Der zu dem unter schnappen (s. d.) behandelten Verb und zur Interjektion schnapp gehörende Ausdruck bezeichnet zunächst ‘einen Schluck, einen Mundvoll’, eigentlich die ‘Menge, die man auf einen Schnapp trinken kann’. Vgl. frühnhd. in einem schnaps ‘mit einer schnell zufassenden Bewegung, auf einmal’ (16. Jh.). schnapsen Vb. ‘Schnaps trinken’ (18. Jh.), nd. snappsen ‘einen Schluck Branntwein nehmen, einen Schnaps trinken’. schnäpseln Vb. (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›schnäpseln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Morgens entschieden wir politische Probleme, abends, wie es sich gehört, schnäpselten wir gemütlich in uns hinein. [Süddeutsche Zeitung, 18.02.1995]
Zitationshilfe
„schnäpseln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schn%C3%A4pseln>.

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