schnallen
GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschnal-len (computergeneriert)
Wortbildung mit ›schnallen‹ als Letztglied: ↗abschnallen · ↗anschnallen · ↗aufschnallen · ↗einschnallen · ↗festschnallen · ↗herunterschnallen · ↗losschnallen · ↗umschnallen · ↗unterschnallen · ↗vorschnallen · ↗zuschnallen · ↗überschnallen
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
einen Riemen enger schnallendie Schnalle an einem Riemen öffnen, den Riemen enger zusammenziehen und ihn mit dem beweglichen Stachel erneut festhalten
Beispiele:
er musste den Riemen enger, weiter schnallen
den Gürtel weiter schnallen
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlich den Gürtel enger schnallen (= sich einschränken, sparen)
2.
etw., jmdn., sich mit Riemen und Schnalle an einer bestimmten Stelle festmachen
Beispiele:
er schnallte die Steigeisen an die Füße
sich an den Sitz schnallen
den Hund an die Leine schnallen
die Decke auf den Koffer, die Skier auf den Gepäckträger schnallen
sie schnallten den Kranken auf den Operationstisch
sich [Dativ] den Rucksack auf den Rücken schnallen
die Halsbinde um den Kragen schnallen
sich [Dativ] den Gürtel um den Leib schnallen
3.
etw. von etw. schnallenetw. mit Riemen und Schnalle Befestigtes losmachen, abnehmen
Beispiel:
den Koffer vom Gepäckträger schnallen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schnalle · schnallen
Schnalle f. ‘mit einem beweglichen Teil versehene Schließvorrichtung (an Riemen, Gürteln, Kleidern u. ä.)’, mhd. snalle, auch ‘Mund, altes geschwätziges Weib’, gehört wohl als Ablautbildung wie mhd. snal m. ‘rasche, schnelle Bewegung und der dabei entstehende Laut’, snallen ‘(sich) mit einem schnappenden Geräusch schnell bewegen, schwatzen’, dann auch ‘krachen, knallen’, zu dem unter ↗schnell (s. d.) behandelten Adjektiv. schnallen Vb. ‘mit einer Schnalle schließen oder festmachen, mit Gurten, Riemen befestigen’ (17. Jh.). Redensartlich den Gürtel, Riemen fester, enger schnallen ‘sich im Essen einschränken’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich einer Sache) bewusst werden · ↗aufnehmen · ↗begreifen · ↗erfassen · ↗fassen · ↗klar sehen · ↗verarbeiten  ●  ↗verstehen  Hauptform · (bei jemandem) fällt der Groschen  ugs., fig. · ↗(jemandem) eingehen  geh. · ↗(sich jemandem) erschließen  geh. · Klick machen  ugs. · ↗blicken  ugs. · ↗checken  ugs. · dahintersteigen  ugs. · ↗durchblicken  ugs. · ↗durchschauen  ugs. · ↗durchsehen  ugs. · ↗durchsteigen  ugs. · hinter etwas steigen  ugs. · ↗kapieren  ugs. · ↗peilen  ugs. · ↗raffen  ugs. · rallen  ugs., regional · schnallen  ugs. · ↗spannen  ugs. · ↗überreißen  ugs.
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Autodach Bahre Bauch Bretter Gestell Gurt Gürtel Handgelenk Helm Hüften Koppel Liege Pritsche Riemen Rucksack Rücken Skier Snowboard Steigeisen Surfbrett Tornister Trage abschnallt anschnallen aufschnallt enger festschnallt los umschnallt unterschnallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schnallen‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um mich zu erden, schnalle ich die Skier an die Schuhe.
Die Zeit, 15.05.2012, Nr. 10
Das Messer hatte er sich ans rechte Bein geschnallt, es sah albern aus, kleinlich.
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 3
Jeder schnallt den vorderen Fuß fest und versucht, sich ein paar Meter fortzubewegen.
Süddeutsche Zeitung, 29.01.1999
Der Alte schnallt sowieso nichts mehr und liegt bald unter der Erde, für den wird sie doch keinen Finger krumm machen.
Dückers, Tanja: Spielzone, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2002 [1999], S. 114
Als ich das endlich geschnallt hatte, war ich schon fest in ihrer Hand.
Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 443
Zitationshilfe
„schnallen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schnallen#1>, abgerufen am 23.02.2018.

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schnallen
GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschnal-len
eWDG, 1976

Bedeutung

etw. geschnallt haben landschaftlich, salopp etw. verstanden haben
Beispiel:
endlich hat er es geschnallt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schnalle · schnallen
Schnalle f. ‘mit einem beweglichen Teil versehene Schließvorrichtung (an Riemen, Gürteln, Kleidern u. ä.)’, mhd. snalle, auch ‘Mund, altes geschwätziges Weib’, gehört wohl als Ablautbildung wie mhd. snal m. ‘rasche, schnelle Bewegung und der dabei entstehende Laut’, snallen ‘(sich) mit einem schnappenden Geräusch schnell bewegen, schwatzen’, dann auch ‘krachen, knallen’, zu dem unter ↗schnell (s. d.) behandelten Adjektiv. schnallen Vb. ‘mit einer Schnalle schließen oder festmachen, mit Gurten, Riemen befestigen’ (17. Jh.). Redensartlich den Gürtel, Riemen fester, enger schnallen ‘sich im Essen einschränken’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich einer Sache) bewusst werden · ↗aufnehmen · ↗begreifen · ↗erfassen · ↗fassen · ↗klar sehen · ↗verarbeiten  ●  ↗verstehen  Hauptform · (bei jemandem) fällt der Groschen  ugs., fig. · ↗(jemandem) eingehen  geh. · ↗(sich jemandem) erschließen  geh. · Klick machen  ugs. · ↗blicken  ugs. · ↗checken  ugs. · dahintersteigen  ugs. · ↗durchblicken  ugs. · ↗durchschauen  ugs. · ↗durchsehen  ugs. · ↗durchsteigen  ugs. · hinter etwas steigen  ugs. · ↗kapieren  ugs. · ↗peilen  ugs. · ↗raffen  ugs. · rallen  ugs., regional · schnallen  ugs. · ↗spannen  ugs. · ↗überreißen  ugs.
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Autodach Bahre Bauch Bretter Gestell Gurt Gürtel Handgelenk Helm Hüften Koppel Liege Pritsche Riemen Rucksack Rücken Skier Snowboard Steigeisen Surfbrett Tornister Trage abschnallt anschnallen aufschnallt enger festschnallt los umschnallt unterschnallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schnallen‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um mich zu erden, schnalle ich die Skier an die Schuhe.
Die Zeit, 15.05.2012, Nr. 10
Das Messer hatte er sich ans rechte Bein geschnallt, es sah albern aus, kleinlich.
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 3
Jeder schnallt den vorderen Fuß fest und versucht, sich ein paar Meter fortzubewegen.
Süddeutsche Zeitung, 29.01.1999
Der Alte schnallt sowieso nichts mehr und liegt bald unter der Erde, für den wird sie doch keinen Finger krumm machen.
Dückers, Tanja: Spielzone, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2002 [1999], S. 114
Als ich das endlich geschnallt hatte, war ich schon fest in ihrer Hand.
Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 443
Zitationshilfe
„schnallen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schnallen#2>, abgerufen am 23.02.2018.

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