Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

schnapsen

Grammatik Verb
Aussprache  [ˈʃnapsn̩]
Worttrennung schnap-sen
GrundformSchnaps
Wortbildung  mit ›schnapsen‹ als Grundform: schnäpseln
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich, scherzhaft schnäpseln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schnaps · schnapsen · schnäpseln
Schnaps m. ‘Branntwein’. Nd. Snapps ‘eine kleine Menge Branntwein’ (18. Jh., wohl älter), vgl. enen Snapps nemen ‘ein Gläschen Branntwein trinken’, ergibt nhd. Schnaps (2. Hälfte 18. Jh.). Der zu dem unter schnappen (s. d.) behandelten Verb und zur Interjektion schnapp gehörende Ausdruck bezeichnet zunächst ‘einen Schluck, einen Mundvoll’, eigentlich die ‘Menge, die man auf einen Schnapp trinken kann’. Vgl. frühnhd. in einem schnaps ‘mit einer schnell zufassenden Bewegung, auf einmal’ (16. Jh.). schnapsen Vb. ‘Schnaps trinken’ (18. Jh.), nd. snappsen ‘einen Schluck Branntwein nehmen, einen Schnaps trinken’. schnäpseln Vb. (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›schnapsen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich wollte nicht mehr schnapsen, heute, nur keine Spielkarten mehr sehen! [Süddeutsche Zeitung, 17.02.1996]
Mal bleiben die Autoren lieber in einer Berghütte hocken und schnapsen beim Geburtstag der Wirtin mit, mal reden sie mit Schlernhexen oder Bergsteigerpromis. [Die Zeit, 27.06.2007, Nr. 28]
Zitationshilfe
„schnapsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schnapsen>.

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