schnattern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung schnat-tern
Wortbildung  mit ›schnattern‹ als Erstglied: Schnatterei · Schnatterente · Schnatterer · Schnattergans · Schnatterin · Schnatterliese · schnatterig · schnattrig
 ·  mit ›schnattern‹ als Letztglied: Geschnatter · durcheinanderschnattern · losschnattern

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. ...
  2. 2. [umgangssprachlich, scherzhaft] plappern, schwatzen
  3. 3. [landschaftlich] vor Angst, Kälte zittern
eWDG

Bedeutungen

1.
Beispiele:
die Ente, Gans schnattert (= lässt ihre Stimme in schnell aufeinanderfolgenden, hellen Tönen hören)
auf dem Hof schnattern die Enten
schnatternde Gänse
2.
umgangssprachlich, scherzhaft plappern, schwatzen
Beispiele:
die kleinen Mädchen lachten und schnatterten den ganzen Tag
abends sitzen die Frauen auf der Bank und schnattern
3.
landschaftlich vor Angst, Kälte zittern
Beispiele:
jmd. schnattert vor Angst
er schnatterte mit dem Munde, sodass man seine Zähne klappern hörte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schnattern Vb. ‘schreien wie Enten, Gänse, schwatzen’, mhd. snateren ‘schreien (wie die Enten), klappern (wie der Storch), quaken (wie die Frösche), den Schnabel in einer Flüssigkeit schnell und wiederholt laut öffnen und zumachen, schwatzen’, mnd. mnl. snāteren, nl. snateren, norw. (mundartlich) snatra ‘schnauben, zischen, knistern’ führen auf eine Grundbedeutung ‘den Schnabel, Mund schnell auf- und zumachen’. Als verwandt sind vergleichbar anord. snata ‘Speer, Spieß’, eigentlich ‘Spitze’, norw. snat ‘hochstehendes Ende’, ahd. snazo (Hs. 13. Jh.), snez (Hs. 14. Jh.), mhd. snez ‘Hecht’ (eigentlich ‘der Schlanke, Spitze’). Die teils mit dem Mund, Schnabel u. dgl. hervorgebrachten Geräusche, teils etw. Spitzes bezeichnenden Bildungen gehören zu der lautmalenden, mit germ. sn- anlautenden Wortgruppe (s. Schnabel).

Thesaurus

Synonymgruppe
plaudern · reden wie ein Wasserfall · schwatzen  ●  dibbern  ugs. · quasseln  ugs. · quatschen  ugs. · ratschen  ugs. · schnattern  ugs. · schwätzen  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(eine) Gänsehaut bekommen · (jemandem) kalt sein · (jemandem) kalt werden · (vor Kälte) schlottern · frieren · frösteln · mit den Zähnen klappern · vor Kälte zittern  ●  bibbern  ugs. · frieren wie ein Schneider  ugs. · schnattern  ugs. · schuckern  ugs., regional
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›schnattern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schnattern‹.

Verwendungsbeispiele für ›schnattern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie fangen an, wie es im einschlägigen Jargon heißt, zu schnattern oder zu flattern. [o. A.: Eva und das Auto, Hamburg: BP Benzin und Petroleum Aktiengesellschaft Verl. 1966, S. 8]
Sie schreien und schnattern, so daß man die Worte des Führers kaum hören kann. [Die Zeit, 26.08.1994, Nr. 35]
Ohne lange zu überlegen, schnattert der junge Mann drauf los und scheint dabei auch die Kameras zu vergessen. [Der Tagesspiegel, 14.01.2004]
Wenn du so einen ansprichst, dann schnattert und zittert der. [Der Tagesspiegel, 18.02.2000]
Da haben wir wie wild geschmettert, geschnattert, gestampft und gebrüllt. [Tucholsky, Kurt: Nächtliche Unterhaltung. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1926], S. 4320]
Zitationshilfe
„schnattern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schnattern>.

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