schnaufen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung schnau-fen
Wortbildung  mit ›schnaufen‹ als Erstglied: Schnaufer  ·  mit ›schnaufen‹ als Letztglied: anschnaufen · aufschnaufen · ausschnaufen · verschnaufen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. schwer und mit Geräusch atmen
    1. [bildlich] ...
  2. 2. [landschaftlich, besonders schweizerisch, umgangssprachlich] atmen
eWDG

Bedeutungen

1.
schwer und mit Geräusch atmen
Beispiele:
das Pferd, der Lastträger schnauft
vor Anstrengung, beim Treppensteigen schnaufen
er schnaufte schwer, laut
das heftige Schnaufen der Kämpfenden
bildlich
Beispiel:
das Schnaufen der Lokomotive
2.
landschaftlich, besonders schweizerisch, umgangssprachlich atmen
Beispiele:
er traut sich kaum zu schnaufen
Jetzt sagte er: »Es schnauft sich doch freier hier oben ...« [ ZahnFrau Sixta132]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schnaufen · Schnaufer
schnaufen Vb. ‘keuchend atmen’, hervorgegangen aus spätmhd. snūfen, der obd. Nebenform von mhd. (md.) snūben (s. schnauben), wird im 16. Jh. gebräuchlich. Aus ‘vor Anstrengung, Erschöpfung, Erregung schwer und keuchend atmen’ ergibt sich in älterer Sprache ‘keuchend sich anstrengen, mühen’ (16./17. Jh.). Schnaufer m. ‘hörbarer Atemzug’ (17. Jh.), zuvor ‘wer nur mit Mühe Atem holt, Schwächling’ (Mitte 15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
hecheln · heftig atmen · keuchen · nach Atem ringen · nach Luft ringen · röcheln · schnauben · schnaufen  ●  japsen  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiel für ›schnaufen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zitationshilfe
„schnaufen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schnaufen>, abgerufen am 19.10.2021.

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