schnaufen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschnau-fen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›schnaufen‹ als Letztglied: ↗anschnaufen · ↗aufschnaufen · ↗ausschnaufen · ↗verschnaufen
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
schwer und mit Geräusch atmen
Beispiele:
das Pferd, der Lastträger schnauft
vor Anstrengung, beim Treppensteigen schnaufen
er schnaufte schwer, laut
das heftige Schnaufen der Kämpfenden
bildlich
Beispiel:
das Schnaufen der Lokomotive
2.
landschaftlich, besonders schweizerisch, umgangssprachlich atmen
Beispiele:
er traut sich kaum zu schnaufen
Jetzt sagte er: »Es schnauft sich doch freier hier oben ...« [ZahnFrau Sixta132]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schnaufen · Schnaufer
schnaufen Vb. ‘keuchend atmen’, hervorgegangen aus spätmhd. snūfen, der obd. Nebenform von mhd. (md.) snūben (s. ↗schnauben), wird im 16. Jh. gebräuchlich. Aus ‘vor Anstrengung, Erschöpfung, Erregung schwer und keuchend atmen’ ergibt sich in älterer Sprache ‘keuchend sich anstrengen, mühen’ (16./17. Jh.). Schnaufer m. ‘hörbarer Atemzug’ (17. Jh.), zuvor ‘wer nur mit Mühe Atem holt, Schwächling’ (Mitte 15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
hecheln · heftig atmen · ↗keuchen · nach Atem ringen · nach Luft ringen · ↗röcheln · ↗schnauben · schnaufen  ●  ↗japsen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dampflok Dampfzug Eisenbahn Lok Lokomotive ausschnaufen brüllen durch durchschnaufen grunzen heran hinauf hinaufschnaufen hoch hörbar keuchen knurren prusten röcheln schmatzen schnarchen schnauben schwitzen seufzen stampfen stöhnen verächtlich vorbei zischen ächzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schnaufen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Kaum hat er sich verabschiedet, fängt er laut zu schnaufen an.
Süddeutsche Zeitung, 24.07.2004
Sogar beim Auslaufen gestern schnauften einige nach den ersten Metern.
Bild, 16.12.1999
Auf jeden Fall konnte er nicht so schnaufen wie sonst.
Walser, Martin: Ein springender Brunnen, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1998, S. 186
Also wärmte sie es ihm, und er verschlang es und schnaufte dabei wie bei einer schweren Arbeit.
Schaper, Edzard: Der Henker, Zürich: Artemis 1978 [1940], S. 205
Die Mutter schnaufte zu heftig, um etwas sagen zu können, und versuchte, Karl über die Haare zu streichen.
Widmer, Urs: Das Buch des Vaters, Zürich: Diogenes 2004, S. 36
Zitationshilfe
„schnaufen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schnaufen>, abgerufen am 19.11.2019.

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