schnauzen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschnau-zen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›schnauzen‹ als Letztglied: ↗anschnauzen · ↗herumschnauzen · ↗losschnauzen
eWDG, 1976

Bedeutung

salopp, abwertend schimpfen, schelten
Beispiele:
»was ist das für eine Wirtschaft!« schnauzte er
wenn er nicht weiter weiß, beginnt er zu schnauzen
[er] schnauzte: »Sie sollen sich zum Teufel scheren!« [FalladaWolf1,408]
laut und ärgerlich reden
Beispiele:
»lass das doch sein«, schnauzte er
»was machst du da?« schnauzte der Vater
er spricht fast immer in schnauzendem Ton

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein) Geschrei erheben · Krawall machen · Randale machen · Unmut äußern · Zorn äußern · ein großes Palaver veranstalten · ↗fluchen · ↗geifern · ↗herumschreien · ↗keifen · lautstark protestieren · nicht zu beruhigen sein · ↗poltern · ↗schimpfen · ↗zetern  ●  (die) Welle machen  ugs. · (eine) Szene machen  ugs. · (einen) (mächtigen) Wirbel veranstalten  ugs. · (einen) Riesenaufstand machen  ugs. · (einen) Zwergenaufstand veranstalten  ugs. · (he)rumpalavern  ugs. · (mächtig) auf den Putz hauen  ugs. · fluchen wie ein Bierkutscher  ugs. · fluchen wie ein Droschkenkutscher  ugs. · fluchen wie ein Fischweib  ugs. · herumzetern  ugs. · keifen wie ein Fischweib  ugs. · ↗motzen  ugs. · rumschreien  ugs. · schimpfen wie ein Fischweib  ugs. · schimpfen wie ein Rohrspatz  ugs. · schnauzen  ugs. · ↗wettern  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

an anschnauzen herum voll zurück

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schnauzen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch deutsche Generäle schnauzten zu dieser Zeit nicht mehr, beziehungsweise noch nicht wieder.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 426
Was man denn da für ein Problem aufbaue, schnauzt er, es könne doch nur darum gehen, daß er das Quartett in aller Unabhängigkeit weitermachen könne.
Süddeutsche Zeitung, 09.01.1995
Man schnauzt nicht in die Finger, und man wischt sich auch nicht die Nase mit dem Tischtuch ab.
Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 119
Es wird gebrüllt, geschnauzt und geflucht, wie später nur noch bei der Fahrkartenkontrolle.
Die Zeit, 16.11.1973, Nr. 47
Er konnte schnauzen, schnarren und näseln wie die feudalsten ostelbischen Junker.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 1. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1914], S. 5169
Zitationshilfe
„schnauzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schnauzen>, abgerufen am 22.01.2019.

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