schneiden

GrammatikVerb · schnitt, hat geschnitten
Aussprache
Worttrennungschnei-den
Wortbildung mit ›schneiden‹ als Erstglied: ↗-schneider · ↗Schneidbohrer · ↗Schneidbrenner · ↗Schneidebohnen · ↗Schneidebrett · ↗Schneidediamant · ↗Schneidemühle · ↗Schneidewerkzeug · ↗Schneidezahn · ↗schneidbar
 ·  mit ›schneiden‹ als Letztglied: ↗abschneiden · ↗anschneiden · ↗aufschneiden · ↗auseinanderschneiden · ↗ausschneiden · ↗durchschneiden · ↗einschneiden · ↗entzweischneiden · ↗herausschneiden · ↗herunterschneiden · ↗hineinschneiden · ↗kaputtschneiden · ↗kleinschneiden · ↗kurzschneiden · ↗losschneiden · ↗mitschneiden · ↗nachschneiden · ↗unterschneiden · ↗vorschneiden · ↗wegschneiden · ↗zurechtschneiden · ↗zurückschneiden · ↗zusammenschneiden · ↗zuschneiden · ↗überschneiden
 ·  mit ›schneiden‹ als Binnenglied: ↗Brotschneidemaschine · ↗Futterschneidemaschine · ↗Futterschneidmaschine
 ·  mit ›schneiden‹ als Grundform: ↗beschneiden · ↗verschneiden · ↗zerschneiden
 ·  formal verwandt mit: ↗Gewindeschneiden · ↗Leibschneiden · ↗schmalgeschnitten
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
etw. mit einem Schneidewerkzeug zerteilen, zertrennen, zu einzelnen Stücken zerkleinern
Beispiele:
Brot, Käse, Wurst (in Scheiben), Kuchen (in Stücke), Speck (in Würfel) schneiden
grüne Bohnen, Rotkohl, Zwiebeln schneiden
Früchte zu mundgerechten Stücken schneiden
Blech, Holz, Metall(platten), Papier (in einzelne Teile) schneiden
Stämme zu Brettern, Leder zu Riemen schneiden
etw. in Scheiben, Stücke, Würfel, in zwei (gleich große) Teile schneiden
in kleine Stücke geschnittenes Fleisch
die Waldarbeiter schnitten die Äste auf zwei Meter Länge
einige deckten den Tisch, andere schnitten das Brot
mit einem Diamanten Glas schneiden
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlich die Luft in dem engen Raum war zum Schneiden dick (= war schlecht)
2.
etw. mit einem Schneidewerkzeug abtrennen, abschneiden
a)
Beispiele:
Blumen, Schilf schneiden
einen Zweig vom Baume, Reiser von den Büschen schneiden
sich [Dativ] eine Scheibe vom Brot, Käse, Kuchen schneiden
geschnittene (= nicht mit perforiertem Rand versehene) Briefmarken
Gras, Getreide, Korn schneiden (= mähen)
bildlich
Beispiele:
das Auto hat die Kurve geschnitten (= den vorgeschriebenen großen Bogen bei der Linkskurve nicht ausgefahren, sondern unvorschriftsmäßig verkürzt)
ein Kraftfahrzeug schneiden (= den Fahr-, besonders Bremsweg eines Kraftfahrzeuges rücksichtslos verkürzen, indem man beim Überholen zu knapp vor das überholte Fahrzeug einbiegt)
b)
etw. aus etw. heraustrennen, herausschneiden
Beispiel:
ein Bild aus der Zeitung schneiden
bildlich
Beispiele:
umgangssprachlich das Kind war ihr wie aus dem Gesicht geschnitten (= sah ihr sehr ähnlich)
salopp ich kann mir das auch nicht aus den Rippen schneiden (= ich kann es unmöglich beschaffen)
Die Lichtbahn schneidet die Mitte von des Hofes südlicher Längsmauer aus der Nacht [A. NeumannEs waren ihrer sechs558]
c)
umgangssprachlich, übertragen jmdn. absichtlich in verletzender Weise übersehen, nicht beachten, ignorieren
Beispiele:
jmdn. absichtlich, geflissentlich, ostentativ, scheinbar schneiden
Sie wurden verächtlich Defätisten genannt, wurden verfemt und gesellschaftlich geschnitten [BredelEnkel534]
3.
etw. mit einem Schneidewerkzeug bearbeiten, um daraus etw. herzustellen, etw. zurechtschneiden
a)
Beispiele:
(aus Stämmen) Bretter, aus Rohr Flöten, aus schwarzem Papier Silhouetten, aus Wacholder Tabakspfeifen schneiden
Der schnitt aus jungen Bäumchen eine Tragbahre [AndresLiebesschaukel155]
Fünf Stunden Gewinde schneiden, immer die gleichen Handgriffe, dutzende Male, hunderte Male [BredelSöhne145]
nur im Part. Prät.
bildlich geschnittenscharf ausgeprägt, geformt
Beispiele:
die bizarr geschnittenen Blüten der Orchideen
ein edel, fein, markant, regelmäßig geschnittenes Gesicht, geschnittener Kopf
mandelförmig geschnittene Augen
grob geschnittene Züge
übertragen (jmdm.) Grimassen schneiden (= Grimassen aufsetzen, zeigen)
Beispiele:
umgangssprachlich (jmdm.) einen schiefen Mund schneiden
(jmdm.) ein (dummes, lustiges, saures, schiefes, spöttisches, verdrießliches, weinerliches) Gesicht, eine finstere Miene schneiden
Aber dann hat sie gelesen und auf einmal ein Gesicht geschnitten, daß ich dachte, sie muß Zahnschmerzen haben [E. WeberÖsterreich95]
b)
einer Sache durch Beschneiden die angemessene, rechte Form geben
Beispiele:
den Rand eines Papierbogens gerade schneiden
Zierbüsche, Hecken schneiden (= stutzen)
die Obstbäume schneiden (= Zweige und Triebe sachgerecht beschneiden, den Baum auslichten)
jmdm. das Haar schneiden (= jmdm. die Haare kürzer und zu bestimmter Form zurechtschneiden)
sich [Dativ] die Haare schneiden lassen
ich muss mir noch die Fingernägel schneiden
c)
Stoff für Kleidung passend zuschneiden
Beispiele:
einen Anzug nach Maß schneiden
den Rock glockig schneiden
ein durchgehend, einfach, elegant, gerade, gut, modisch geschnittenes Kleid
wie ein Hemd geschnitten, kaum tailliert [Sibylle1966]
bildlich
Beispiel:
diese Tätigkeit ist ihm mehr als jede andere auf den Leib geschnitten (= passt zu ihm, ist die richtige für ihn, die er am besten ausführen kann)
d)
etw. in etw. schneidendurch Herausschneiden etw. formen, schaffen
Beispiele:
ein Fenster in die Wand einer Baracke, einen Weg ins Dickicht schneiden
Für den Fall eines Fliegerangriffs aber sind Unterstände in den Berg geschnitten [A. ZweigErziehung464]
e)
etw., besonders ein Muster, in ein Material, eine Unterlage eingraben, daraus herausarbeiten
Beispiele:
sein Monogramm, Herzen in Bänke, Bäume schneiden
eine Gemme, Kamee, einen Stempel schneiden
ein Wappen, Bilder, Muster, Ornamente in Holz, Stein, Koralle, Metall schneiden (= schnitzen, ritzen, meißeln)
f)
Film, Rundfunk aufgenommenes Film- oder Tonmaterial zu einem einheitlichen Ganzen zusammensetzen
Beispiele:
aus mehreren einzelnen Filmdokumenten einen abendfüllenden Film schneiden
eine Sendung auf Band schneiden (= aufnehmen)
g)
Sport, übertragen einen Ball, besonders beim Tennis, beim Schlagen seitlich treffen und ihm dadurch einen Drall geben
Beispiel:
einen geschnittenen Ball geschickt zurückschlagen
h)
umgangssprachlich, veraltend, übertragen
Beispiel:
einer Dame die Cour schneiden (= um sie werben)
4.
mit einem Schneidewerkzeug oder einem anderen scharfen Gegenstand in etw. eindringen
a)
Beispiele:
wenn man mit dem Messer ins Holz schneidet, wird es schnell stumpf
sie hat beim Trennen mit der Schere in den Stoff geschnitten
bildlich eine gerade Linie in, durch etw. markieren
Beispiele:
die Landzunge schneidet weit ins Meer hinein
Ein Eisenbahngleis schnitt durch den Wald [NollHolt1,478]
b)
jmdn., sich an, mit etw. verletzen
Beispiele:
der Frisör hat ihn versehentlich beim Rasieren geschnitten
sich in den Finger, beim Rasieren schneiden
ich habe mich an einer Glasscherbe, mit dem Messer geschnitten
sie hat sich beim Gurkenschneiden geschnitten
übertragen
Beispiele:
umgangssprachlich sich ins eigne Fleisch schneiden (= sich selbst schaden)
salopp da hast du dich aber (gründlich, schön, schwer, mächtig, in den Finger) geschnitten (= da hast du dich sehr getäuscht, dir falsche Hoffnungen gemacht)
c)
Medizin, umgangssprachlich jmdn., etw. schneideneinen chirurgischen Eingriff an jmdm. vornehmen, etw. aufschneiden
Beispiele:
der Finger, das Geschwür muss geschnitten werden
Ich merkte, der Arzt schnitt [RennKrieg379]
d)
etw. schneidet in etw.etw. dringt, drückt sich in etw. ein, schneidet ein
Beispiele:
das Band, der Riemen, Strick schnitt tief ins Fleisch der Schulter
der Strom hat ein tiefes Tal ins Hochland geschnitten
bildlich
Beispiele:
der helle Ton der Sirene, eine scharfe Stimme schnitt in die Stille der Nacht
Die Frühluft schnitt ins Gesicht [KlugeKortüm679]
oft im Part. Präs.
Beispiele:
ein schneidender (= kalter, durch die Kleidung dringender) Wind
es war schneidend (= sehr) kalt
schneidende Kälte
schneidenddurchdringend hell und laut
Beispiele:
er schreckte sie mit einem schneidenden Pfiff durch die Finger
Josefine riß sich aus ihrer dumpfen, schmerzlichen Betäubung mit einem schneidenden (= schrillen) Lachen heraus [NablOrtliebsche Frauen420]
mit Nachdruck und sehr energisch
Beispiele:
etw. in schneidendem Ton äußern
hart und schneidend sprechen
seine Stimme war schneidend und kalt
Wilhelm war von schneidender (= überbetonter, nachdrücklicher) Höflichkeit gegen die Damen [I. SeidelTor124]
e)
übertragen etw. schneidet jmdm. ins Herz, in, durch die Seeleetw. bereitet jmdm. großen Kummer, Schmerz
Beispiel:
die Worte des alternden, gebeugten Mannes schnitten ihm ins Herz
5.
etw. schneidetetw. ist scharf
a)
Beispiel:
der Diamant, das Messer, die Säge, Schere schneidet (gut, schlecht)
oft im Part. Präs.
bildlich
Beispiele:
schneidende Ironie, Kritik
mit schneidender Schärfe gegen etw. auftreten
jmdm. eine schneidende Antwort geben
b)
übertragen etw. schmerzt heftig, intensiv
Beispiele:
er spürte ein heftiges Schneiden im Leib
Um sieben war das Wasser noch ziemlich kalt, wissen Sie; elf Grad ... das schneidet ein bißchen nach der Bettwärme [Th. MannBuddenbrooks1,126]
im Part. Präs.
Beispiele:
ein schneidender Schmerz
ein schneidendes Hungergefühl machte ihn gefügig [NollHolt2,32]
6.
etw., sich kreuzen
Beispiele:
die Fernverkehrsstraße schneidet die Bahnlinie bei Kilometer 84
Mathematik die beiden Geraden schneiden sich unter einem bestimmten Winkel
Das Schiff hatte den Äquator geschnitten [JahnnNiederschrift1,293]
Mathematik eine Gerade, die alle Meridiane unter dem gleichen Winkel schneidet [Urania1963]
7.
Skat eine Trumpfkarte, hohe Karte zurückhalten, bis mit ihr eine Karte mit großer Punktzahl gestochen werden kann
Beispiel:
Ich schneide mit'm König, un die Hinterhand wirft Coeur-Dame rein [O. ErnstFlachsmann1,2]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schneiden · Schneid · schneidig · Schneide · zweischneidig · Schneider · schneidern · abschneiden · Abschnitt · anschneiden · Aufschnitt · beschneiden · durchschneiden · überschneiden · verschneiden · Verschnittener · Verschnitt · Schneidezahn
schneiden Vb. ‘mit einem scharfen Werkzeug zertrennen’, ahd. snīdan (8./9. Jh.), mhd. mnd. snīden, asächs. snīðan, mnl. snīden, nl. snijden, afries. snītha, aengl. snīþan, anord. snīða, schwed. snida, got. sneiþan (germ. *snīþan). Außergerm. werden herangezogen tschech. (mundartlich) snět ‘Ast’, poln. (älter) śniat ‘Baumstamm’, so daß eine Wurzel ie. *sneit- ‘schneiden’ angenommen werden kann, dazu vielleicht (mit abweichendem Dental) mir. snēid ‘klein, kurz’. Angesichts dieser geringen Vergleichsmöglichkeiten aber ist erwägenswert, auch schneiden zu der lautmalenden, etw. Spitzes, etw. Zupackendes, Schnappendes bezeichnenden Wortgruppe mit anlautendem germ. sn- (s. ↗Schnabel) zu rechnen. schneiden ist ursprünglich wohl ein Landwirtschaftswort und bedeutet in alter Zeit ‘mit der Sichel abmähen, ernten’, vgl. noch heute Gras, Getreide, Korn schneiden. In übertragener Wendung jmdn. schneiden ‘gesellschaftlich ignorieren’ (Mitte 19. Jh.) nach gleichbed. engl. to cut (a person); in der Mathematik sich schneiden (von zwei Linien) ‘sich in einem Punkt kreuzen’ (16. Jh.). Schneid m. (bair.-öst. f.) ‘Mut, Tapferkeit, Draufgängertum’ (18. Jh.), besonders in Wendungen wie (keinen) Schneid haben; eigentlich südd. (mit Apokope eines auslautenden unbetonten e), im Krieg von 1870/71 durch norddeutsche Truppen als Mask. aufgenommen und verbreitet. schneidig Adj. ‘forsch, mutig’ (2. Hälfte 19. Jh.), älter nd. een sneidigen Kopp ‘Kopf mit hellem, scharfem Verstand’, een sneidigen (‘schnellen, energischen’) Gang (18. Jh.), mhd. snīdec, snīdic ‘schneidend, scharf, stark, kräftig’. Schneide f. ‘scharfe, schneidende Kante von Waffen, Werkzeugen, Geräten’, mhd. snīde. zweischneidig Adj. ‘mit zwei Schneiden versehen’ (15. Jh.), daher auch ‘sehr scharf’, übertragen ‘mit Vorteilen und Nachteilen versehen’ (da nach zwei Seiten schneidend), ‘gefährlich’ (17. Jh.). Schneider m. ‘Handwerker, der Kleidung anfertigt’ (eigentlich ‘Stoff, Tuch für Kleidung zuschneidet’), mhd. snīdære. schneidern Vb. ‘Kleidung nähen, anfertigen’ (17. Jh.). abschneiden Vb. ‘mit einem Schneidwerkzeug abtrennen, durchtrennen, den Weg ab-, verkürzen, den Zugang verwehren, verhindern’, ahd. abasnīdan (9. Jh.), mhd. abesnīden. Vgl. gut, schlecht abschneiden ‘mit gutem, schlechtem Ergebnis abschließen, Erfolg bzw. keinen Erfolg haben’ (Mitte 19. Jh.). Abschnitt m. ‘Gliederungseinheit, Textteil, Zeitraum, Zäsur, abtrennbares, abgetrenntes Stück’, mhd. abesnit. anschneiden Vb. ‘nicht völlig durchschneiden, das erste Stück abschneiden’ (das Brot anschneiden, übertragen eine Frage, ein Problem anschneiden ‘eine Aussprache darüber beginnen’), mhd. anesnīden ‘(ein Kleid) anmessen, zurechtmachen’. Aufschnitt m. ‘Braten- und Wurstscheiben’ (19. Jh.), zuvor ‘Schnittstelle’ (18. Jh.), ‘Prahlerei’ (17. Jh.), frühnhd. ūfsnit ‘das Anschneiden’ (15. Jh.). beschneiden Vb. ‘stutzen, zurückschneiden, glattschneiden, die Vorhaut entfernen’, ahd. bisnīdan (8. Jh.), mhd. besnīden. durchschneiden Vb. ‘mit einem Schneidwerkzeug zerteilen’, mhd. durchsnīden ‘zerschneiden, verwunden, zerteilen’ (s. ↗Durchschnitt). überschneiden Vb. (reflexiv) ‘sich kreuzen, teilweise zusammenfallen’ (19. Jh.), zuvor mhd. übersnīden ‘beim Schneiden der Feldfrüchte auf den Grund und Boden eines anderen übergreifen, übertreffen’. verschneiden Vb. ‘kürzen, zurechtschneiden, durch Schneiden verderben’, ahd. firsnīdan ‘weg-, abschneiden, zerschneiden’ (8. Jh.), mhd. versnīden ‘zerschneiden, fehlerhaft zuschneiden, ab-, wegschneiden, beschneiden, kastrieren, verwunden, töten, schmälern’. Verschnittener m. ‘Kastrat, Eunuch’ (16. Jh.). Verschnitt m. ‘Wein, Branntwein, Rum mit Beimischungen anderer Sorten’ (um 1900); vgl. verschneiden übertragen ‘schädigen, verderben, verschlechtern’, daher auch ‘guten Wein mit schlechtem versetzen’, in diesem Sinne zuerst (18. Jh.) nd. versnīden (als Praktik der Weinimporteure?). Schneidezahn m. fast nur im Plur. Schneidezähne ‘die vorderen, scharfen Zähne, mit denen abgebissen wird’ (18. Jh.), wohl Übersetzung von medizin.-lat. dentes incisivi, Neubildung zur Unterscheidung gegenüber älterem ↗Backzahn, ↗Backenzahn, ↗Stockzahn (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
einfeilen · ↗einkerben · ↗einschneiden · ↗kerben · schneiden · ↗zerteilen
Assoziationen
Synonymgruppe
abmähen · ↗absicheln · ↗kürzen · ↗mähen · schneiden · ↗sensen · ↗sicheln
Synonymgruppe
(sich) kreuzen · ↗(sich) überkreuzen · ↗überdecken · ↗überlagern · ↗überlappen · ↗überschneiden  ●  (sich) in die Quere kommen  ugs. · (sich) ins Gehege kommen  ugs. · ↗dazwischenfunken  ugs. · schneiden  fachspr.
Synonymgruppe
(auf einmal) nicht mehr kennen · (jemandem) keinen Blick gönnen · (jemanden) aggressiv nicht beachten · ↗(jemanden) missachten · (jemanden) nicht (mehr) grüßen · (jemanden) schneiden · (jemanden) wie Luft behandeln · absichtlich übersehen · gezielt nicht beachten · keine Beachtung schenken · keine Notiz nehmen (von) · mit Verachtung strafen · so tun als ob jemand Luft wäre  ●  ↗(jemanden) ignorieren  Hauptform · keines Blickes würdigen  geh. · mit dem Arsch nicht angucken  derb
Assoziationen
  • Mobbing · Psychoterror am Arbeitsplatz · ↗Schikane
  • (jeglichen) Kontakt mit jemandem (zu) vermeiden (suchen) · (jemandem) aus dem Weg gehen · (mit jemandem) keinen Kontakt mehr suchen  ●  (den) Kontakt (zu jemandem) abbrechen  Hauptform · (für jemanden) gestorben sein  ugs., fig. · bei jemandem abgemeldet sein  ugs., fig. · mit jemandem nichts mehr zu tun haben wollen  ugs.
  • (für jemanden) nicht zu sprechen sein · ausrichten lassen, dass man nicht da ist  ●  (sich) (am Telefon) verleugnen lassen  Hauptform
  • (jemanden) nicht beachten · (jemanden) nicht berücksichtigen · ↗(jemanden) übergehen · ↗(jemanden) übersehen
  • benachteiligen · ↗diskriminieren · ungleich behandeln
  • (jemandem) wird nicht zugehört · auf taube Ohren stoßen · ignoriert werden · kein Gehör finden · niemand hört jemandem zu · ungehört verhallen
  • (das) Tischtuch ist zerschnitten (zwischen) · getrennt von Tisch und Bett sein · getrennte Wege gehen · im Streit auseinandergegangen sein · nicht mehr miteinander sprechen · unheilbar zerstritten sein  ●  (sich) mit dem Arsch nicht mehr angucken  derb
  • nicht ausstehen können · nicht leiden können · nicht leiden mögen  ●  nicht mögen  Hauptform · auf den Tod nicht ausstehen können (Verstärkung)  ugs. · nicht abkönnen  ugs. · nicht haben können  ugs. · nicht riechen können  ugs., fig. · nicht verknusen können  ugs., regional
  • entzweit · ↗feindlich · feindlich gesinnt (gegen) · ↗feindselig · ↗hasserfüllt · ↗spinnefeind (Verstärkung) · ↗unversöhnlich · verfeindet · von Hass erfüllt · übelwollend  ●  ↗animos  lat.
  • abkanzeln · ↗abwerten · ↗diskreditieren · ↗herabwürdigen · in Misskredit bringen · ↗niedermachen · ↗schlechtmachen  ●  ↗mobben  ugs.
  • intrigieren · ↗mobben · ↗piesacken · ↗schikanieren  ●  aufs Korn nehmen  ugs. · ↗fertigmachen  ugs. · ↗kujonieren  geh. · ↗schurigeln  ugs. · zur Sau machen  derb, fig.
  • (jemanden) ausschließen (aus) · ↗(jemanden) ausstoßen (aus) · abgemeldet sein (bei) · brechen mit · für jemanden gestorben sein  ●  ↗(jemanden) verstoßen  Hauptform · ↗(jemanden) ächten  veraltend
Synonymgruppe
scheren · schneiden · ↗säbeln (humor. oder abwertend)  ●  ↗schnibbeln  ugs., norddeutsch · ↗schnippeln (auch abwertend)  ugs. · ↗schnipseln (auch abwertend)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fleisch Grimasse Haar Kartoffel Loch Messer Scheibe Streif Streife Stück Wrack Würfel Zwiebel ab abschneiden anschneiden aufschneiden ausschneiden durchschneiden einschneiden herausschneiden hineinschneiden mitschneiden schälen waschen wegschneiden zurechtschneiden zurückschneiden zusammenschneiden zuschneiden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schneiden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er schnitt ihr mit einem Messer in die Hand, drohte sie zu töten.
Bild, 23.06.2003
Eine Frau hat einer Kamera ihr Leben erzählt, und seit ein paar Tagen sind die Szenen auch schon geschnitten.
Der Tagesspiegel, 27.03.2002
Verlegen stammelt er, er habe sich geschnitten; allein niemand glaubt ihm.
Fath, Rolf: Werke - W. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 22973
Das Kind ist dem Vater wie aus den Augen geschnitten.
Röhrich, Lutz: Auge. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 417
Das schnitt mir derartig ins Mark, dass ich glaubte, wahnsinnig zu werden.
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 109
Zitationshilfe
„schneiden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schneiden>, abgerufen am 13.11.2018.

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