schnippeln

Grammatik Verb
Worttrennungschnip-peln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›schnippeln‹ als Erstglied: ↗Schnippelbohne  ·  mit ›schnippeln‹ als Letztglied: ↗abschnippeln  ·  mit ›schnippeln‹ als Grundform: ↗Schnippelei
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
mit kleinen Schnitten (mit Schere oder Messer) an etw. schneiden und dabei Teile wegschneiden
2.
durch kleine Schnitte (mit Schere oder Messer) hervorbringen, herstellen
3.
mit kleinen Schnitten (mit Schere oder Messer) herausschneiden, entfernen
4.
(mit dem Messer o. Ä.) klein schneiden, zerkleinern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schnip(p) · schnip(p)s · Schnip(p) · Schnip(p)s · schnippschnapp · schnippen · schnippern · schnip(p)sen · schnippeln · Schnippchen · Schnippel · Schnipsel
schnip(p), schnip(p)s Interjektion Schallwort für ein kurzes, knipsendes Geräusch mit den Fingern, beim Schneiden mit der Schere (16. Jh.), substantiviert Schnip(p), Schnip(p)s m. ‘schnelle, knispsende Bewegung, schnappender Schnitt mit der Schere, abgeschnittenes Stück, Kleinigkeit, Unbedeutendes’ (16. Jh.), auch ‘kurzer Augenblick’ (in eim Schnips ‘im Nu’, 16. Jh.). Mit lautmalendem Vokalwechsel (Sekundärablaut) schnippschnapp Interjektion Schallnachahmung des wiederholten Schneidens oder Klapperns (15. Jh.), substantiviert mhd. snippensnap m. ‘Schwätzer’, auch scherzhaft für ‘Schneider’ (17. Jh.), auch Schnippschnapp(schnurr) n. ein Kartenspiel (18. Jh.). schnippen Vb. (mit sich aneinander reibenden Fingern) ‘eine schnelle, einen hellen, knipsenden Ton hervorrufende Bewegung machen’ (16. Jh.), ‘mit der Schere zuschnappen’ (18. Jh.), md. nd. snippen (auch ‘schwatzen, plaudern, zischeln’, 16. Jh.), nl. snippen, engl. to snip ‘schneiden’, nhd. (obd.) schnipfen ‘in kleine Stücke schneiden, mit einer schnellen Bewegung etw. wegschnappen’. Daneben gleichbedeutend, doch intensivierend schnippern Vb. (17. Jh.), schnip(p)sen Vb. und schnippeln Vb. (beide 18. Jh.). Schnippchen n. ‘schnellende, knipsende Bewegung und das dabei entstehende Geräusch’ (Schnipgin, Anfang 17. Jh.), meist in der Wendung ein Schnippchen schlagen ‘sich lustig machen, einen Streich spielen’ (17. Jh.), Deminutivum zu Schnip(p) m. (s. oben). Schnippel m. n. ‘kleines abgeschnittenes oder abgerissenes Stück’ (um 1800), nd. Snippel; intensivierend. Schnipsel m. n. (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
zerschneiden  ●  schnippeln  ugs.
Synonymgruppe
scheren · ↗schneiden · ↗säbeln (humor. oder abwertend)  ●  ↗schnibbeln  ugs., norddeutsch · schnippeln (auch abwertend)  ugs. · ↗schnipseln (auch abwertend)  ugs.
Assoziationen
Zitationshilfe
„schnippeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schnippeln>, abgerufen am 27.05.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Schnippelei
Schnippelbohne
Schnippe
Schnippchen
schnipp
schnippen
Schnipper
schnippern
schnippisch
Schnippler