schnurren

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungschnur-ren
Wortbildung mit ›schnurren‹ als Erstglied: ↗Schnurrbart · ↗Schnurrhaar  ·  mit ›schnurren‹ als Letztglied: ↗abschnurren · ↗einschnurren · ↗herunterschnurren · ↗losschnurren · ↗zusammenschnurren
 ·  mit ›schnurren‹ als Grundform: ↗Schnurre
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
ein anhaltendes, verhältnismäßig leises, tiefes, gleichförmiges, summendes, aus vielen kurzen, nicht mehr einzeln wahrnehmbaren Lauten bestehendes Geräusch von sich geben
b)
sich schnurrend (irgendwohin) bewegen
c)
umgangssprachlich reibungslos, ohne Stockungen und rasch ablaufen, vor sich gehen
2.
besonders von Katzen   als Äußerung des Wohlbefindens einen schnurrenden Laut hervorbringen
3.
landschaftlich schnorren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schnurren · Schnurre · schnurrig · Schnurrbart
schnurren Vb. ‘ein brummendes, surrendes Geräusch erzeugen’, mhd. snurren ‘rauschen, sausen, brummen (besonders von Insekten und Katzen)’, mnd. snurren, snorren ‘surren, schwirren, brummen’, nl. snorren stehen ablautend neben ↗schnarren (s. d.) und gehören wie ↗schnarchen (s. d.) zu der unter ↗nörgeln (s. d.) aufgeführten lautnachahmenden Wurzel ie. *(s)ner-, *(s)nur- ‘murren, knurren’. Schnurre f. ‘Knarre, Brummkreisel’ (16. Jh.), mhd. snurre ‘brummender Ton, summende Bewegung’, übertragen ‘Scherz, Schwank, lustige Erzählung’; vgl. ahd. snurring (Hs. 12. Jh.), mhd. snürrinc, snurrære ‘Possenreißer, Tor, Narr’, der das Publikum sowohl mit lärmerzeugenden Instrumenten als auch in schneller Rede mit Späßen und lustigen Erzählungen unterhält. schnurrig Adj. ‘brummend’, übertragen ‘mürrisch, unfreundlich’ (16. Jh.), ‘lustig wie eine Schnurre, possierlich, drollig’ (18. Jh.). Schnurrbart m. ‘Schnauzbart’ (18. Jh.), nach nd. Snurrbart, zu nd. Snurr ‘Schnauze, Maul, Mund’; vgl. Schnauzbart, zu ↗Schnauze (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
brummen · schnurren · ↗sirren · ↗summen · ↗surren
Oberbegriffe
  • Laute von sich geben
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein

Typische Verbindungen
computergeneriert

Haube Kater Katz Katze Lift Motor Nähmaschine Spinnrad Uhrwerk abschnurren behaglich dahin dahinschnurren fauchen gurren hauchen herunterschnurren hin hinschnurren knurren lautlos leise los schmeicheln schmusen schnurren surren umschnurren vorüber zusammenschnurren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›schnurren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und sie fing an zu schnurren, bis das Baby eingeschlafen war.
Die Zeit, 06.10.2008, Nr. 40
Lass mich den Weg in dein Herz schnurren - ich brauche jemanden, der mich krault, wenn ich spielen will.
Bild, 07.03.2003
Fühlt sie sich anschmiegsam und liebebedürftig, beginnt sie zu schnurren.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 9
Ob es schnurrt oder knurrt, es ist immer der Tod.
Späth, Gerold: Commedia, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1980 [1980], S. 251
Sie schlug eine gekrümmte Vorderpfote in meine Hand und schnurrte.
Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 64
Zitationshilfe
„schnurren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schnurren>, abgerufen am 20.08.2018.

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