schottern

Grammatik Verb
Aussprache  [ˈʃɔtɐn]
Worttrennung schot-tern
Grundform Schotter
Wortbildung  mit ›schottern‹ als Erstglied: ↗Schotterung  ·  mit ›schottern‹ als Letztglied: ↗aufschottern
eWDG

Bedeutung

eine Straße, Eisenbahnstrecke mit Schotter bedecken
Beispiele:
eine frisch geschotterte Straße
Wir besserten damals die Gleise der Bahnstrecke aus ... schotterten, stopften und planierten [ WeisenbornMemorial163]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schotter · schottern
Schotter m. ‘kleingeschlagene Steine, Geröll’, verwandt mit ↗Schutt und ↗schütten (s. d.), ist (wegen o statt u in der Stammsilbe) md. Herkunft und wird um 1800, von den Gebieten an Main und Mittelrhein aus, durch Straßen- und Bahnbau verbreitet. schottern Vb. ‘mit Schotter belegen’; auch beschottern (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›schottern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Gleisbett wird in diesem Fall besonders gut geschottert, damit die Reißnägelköpfe nicht zu sehen sind.
Rosenzweig, Gerhard: Unsere Modelleisenbahn, Gütersloh: Bertelsmann Verlag 1966, S. 118
Er berichtet von der Hochrhönstraße, die russische Kriegsgefangene im Lager haben schottern müssen.
Der Tagesspiegel, 14.07.2000
Wir gehen auf einem Fußweg, der in der Mitte mit Platten belegt und seitlich davon geschottert ist.
Die Zeit, 23.05.1980, Nr. 22
Im Februar hatte man gerade mal die Trasse geschottert, jetzt liegen immerhin schon die Schienen.
Süddeutsche Zeitung, 25.05.2004
Im Gegensatz zur gefugten und gepflasterten Via Appia waren sie allerdings nur mit Kies bestreut oder geschottert.
Bauer, Hans: Wenn einer eine Reise tat, Leipzig: Koehler & Amelang 1973, S. 31
Zitationshilfe
„schottern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schottern>, abgerufen am 09.04.2021.

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