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schrägen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung schrä-gen
Grundformschräg
Wortbildung  mit ›schrägen‹ als Erstglied: Schrägung  ·  mit ›schrägen‹ als Letztglied: abschrägen
eWDG

Bedeutung

etw. schräg machen, abschrägen
Beispiel:
ein Brett, Kante schrägen
Grammatik: oft im Partizip II
Beispiele:
geschrägte Dächer, Wände
der Soldat hob die zum Gruß geschrägte Hand
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schragen · schräg · Schräge · schrägen1 · schrägen2 · abschrägen
Schragen m. ‘schräg oder kreuzweise stehendes Holzwerk, Gestell mit kreuzweise gestellten Füßen, Schaugerüst’, ahd. garnascrago m. ‘Garnwinde, Haspel’, mhd. schrage m. ‘geneigt oder kreuzweise eingefügte Pfähle, kreuzweise stehende Holzfüße als Untergestell eines Tisches’, mnd. schrāge(n) m. ‘Seitenstütze, Strebepfahl, Gestell aus kreuzweise gestellten Beinen, Bock, Dreibein’, mnl. sc(h)rage, nl. schraag ‘Untersatz, Gestell’ (westgerm. *skrag-). Herkunft ungewiß. Ein Anschluß an ie. *(s)krek-, eine Gutturalerweiterung der verbreiteten Wurzel ie. *(s)ker- ‘drehen, biegen, kreisend bewegen’, zu der Schrank, Schranke (s. d.) gehören, ist möglich. Zu Schragen stellt sich schräg Adj. ‘schief, seitlich geneigt’, seit dem 16. Jh. bezeugt, doch vgl. ältere Zusammensetzungen (mit allerdings unsicherer Bedeutung) wie ahd. scregibant ‘Haarband’ (9./10. Jh.) und scregihōrī ‘Schrägheit’ (um 1000). Schräge f. ‘schräge Lage, schräge Fläche’, frühnhd. schreck (15. Jh.), Schreg (16. Jh.). Als verbale Bildung zu Schragen schrägen1 Vb. landschaftlich ‘wanken, taumeln’, mhd. schregen ‘mit kreuzweise gestellten, wankenden Beinen gehen’ (vgl. rhein. schraggeln ‘torkeln’); als Ableitung vom Adjektiv schrägen2, abschrägen Vb. ‘schräg machen’ (18. Jh.); vgl. schregeln ‘kreuzweise verbinden’.

Verwendungsbeispiele für ›schrägen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Von außen wirkt das Haus groß, doch innen schrägen sich die Wände schon im ersten Stock. [Die Zeit, 12.11.2007, Nr. 46]
Das Mädchen fiel mit einem lautlosen Schluchzen schräge über die Bordwand. [Die Zeit, 25.08.1955, Nr. 34]
Das Gesicht besteht oft aus einer Platte oder aus 2 schrägen, an der Nasenlinie zusammenstoßenden Platten. [o. A.: Lexikon der Kunst - K. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 25021]
Und das Orchester, vor allem die Hörner, steuerten dem über weite Strecken stetigen Mezzoforte noch manch schräge Note bei. [Süddeutsche Zeitung, 24.01.2004]
Zusätzlich schrägt die Modemacherin aus Gütersloh ihre Röcke seitlich ab, unterbricht die Taille und versteht sich aufs Arrangieren lose geschürzter Teile. [Süddeutsche Zeitung, 23.09.2000]
Zitationshilfe
„schrägen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/schr%C3%A4gen>.

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